apps News aus Rottenburg

Vieles passiert in der Diözese bzw. dem Bistum Rottenburg-Stuttgart und Sie, liebe Besucher unserer Webseiten, sollen auch daran Teil haben - wenn Sie mögen.

Wir geben an dieser Stelle Neuigkeiten aus Rottenburg weiter. So erhalten Sie einen Einblick über das kirchliche Geschehen außerhalb unseres Dekanats.

Sehr gerne können Sie sich auch auf der diözesanen Website umschauen und zum Beispiel nach interessanten, regionalen und überregionalen Veranstaltungen forschen. Wer weiß, vielleicht ist ja etwas für Sie dabei. 2016 steht das Jubiläumsjahr des Heiligen Martin im Fokus.

Aber auch der Nachrichtenblock aus allen Teilen der pastoralen Welt ist lesenswert. Viel Spaß beim Entdecken.

Für den Religionsunterricht beauftragt

275 Lehrerinnen und Lehrer erhalten kirchliche Lehrbefugnis


Rottenburg/Deißlingen/Aalen. 27. Juni 2018. Die Missio canonica (kirchliche Beauftragung) zur Erteilung von katholischem Religionsunterricht erhalten in diesem Jahr 275 Lehrerinnen und Lehrer in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. In einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius in Deißlingen (Dekanat Rottweil) überreicht Bischof Gebhard Fürst die Urkunden am kommenden Sonntag, 01. Juli, um 10:00 Uhr an die Lehrkräfte aus dem westlichen Teil der Diözese. Weihbischof Matthäus Karrer überreicht die Missio-Urkunden am Sonntag darauf, 8. Juli, zur gleichen Zeit in der Kirche Mariä Unbefleckte Empfängnis in Aalen-Ebnat den Pädagoginnen und Pädagogen aus dem östlichen Teil.

Mit der Verleihung der Missio canonica drücken Bischof und Weihbischof ihre Verbundenheit und Solidarität mit den Religionslehrerinnen und Religionslehrern aus, die in den Schulen kompetent und glaubwürdig Religionslehre unterrichten.

Voraussetzung für den Erhalt der Missio canonica ist ein abgeschlossenes Theologiestudium, die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche sowie die Taufe und Firmung. Gemeindereferenten und Pastoralreferenten erhalten die Lehrerlaubnis zusammen mit der Beauftragung zu ihrem Dienst. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart erteilen derzeit 5.448 Frauen und Männer katholischen Religionsunterricht; davon stehen 4.495 im staatlichen und privaten Schuldienst sowie 953 im Kirchendienst.

Online gestellt am 27.06.2018
Text: Manuela Pfann / Diözese Rottenburg-Stuttgart

Glaubwürdiges Vorbild in Glauben und Leben

Bischof Fürst zum Tod von Kardinal Karl Lehmann
Rottenburg/Mainz. 11. März 2018

Als „glaubwürdiges Vorbild in Glauben und Leben“ hat Bischof Gebhard Fürst den am Sonntag verstorbenen Mainzer Alt-Bischof, Kardinal Karl Lehmann, gewürdigt. Gemäß seinem Wahlspruch aus dem Korintherbrief "Steht fest im Glauben" habe Lehmann als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz unermüdlich unterschiedliche Positionen zusammengeführt und damit unschätzbare Beiträge zur Einheit der katholischen Kirche in Deutschland geleistet. Der Verstorbene werde in Erinnerung bleiben als prägender Universitätslehrer, wacher Seelsorger und Bischof, „der theologische Kompetenz von internationalem Rang und ausgeprägte Dialogfähigkeit in sich vereinigt“, betonte Bischof Fürst. Bleibende Spuren habe Lehmann auch in der ökumenischen Zusammenarbeit gelegt.

Kardinal Lehmann habe als Vorsitzender der Bischofskonferenz richtungweisend in Gesellschaft, Politik, Kultur und Kirche hinein gesprochen, unterstrich der Rottenburger Bischof. So trug der Verstorbene Bischof Fürst zufolge mit seiner ganzen Persönlichkeit wesentlich zum grenzüberschreitend hohen Ansehen der katholischen Kirche in Deutschland bei. Dialogfähigkeit habe Lehmann glaubwürdig bewiesen, indem er in vielen drängenden Fragen stets auf der Basis von Evangelium und kirchlicher Tradition auf die Kraft des Arguments gesetzt habe. Nicht zuletzt angesichts des nahen Todes setzte der Kardinal sein Vertrauen in Gott, wie Bischof Fürst hervorhob. Damit habe Lehmann sich noch auf seiner letzten Wegstrecke als Glaubensvorbild bewährt.

Online gestellt am 12.03.2018
Text: Uwe Rent / Diözese Rottenburg-Stuttgart

Ein Jahr fürs Leben

Zwischen Abitur und Studium
Erstes Orientierungsangebot in Kooperation zwischen Kirche und Uni
Rottenburg 7. März 2018.

Ein begleitetes Orientierungsjahr für Abiturienten bietet die Diözese Rottenburg-Stuttgart gemeinsam mit der Universität Tübingen an. Im „Ambrosianum College“ stehen ab September 15 Plätze zur Verfügung. Das bundesweit in dieser Form bislang einmalige Kooperationsprojekt zwischen Kirche und Universität soll mit Persönlichkeit bildenden Kursen und einem breit angelegten Studium Generale die Entscheidung für ein geeignetes Studienfach unterstützen.

Für junge Menschen sei es zunehmend schwierig, aus einem immer vielfältigeren Angebot an Studiengängen die richtige Wahl zu treffen, sagt der Rektor des Ambrosianums, Jörg Kohr. Orientierung sei das Gebot der Stunde und die müsse bei den Interessen, Fähigkeiten und Wertorientierungen des Einzelnen ansetzen. „Wer weiß, was er kann und will und was ihm wichtig ist, wird leichter seinen Weg finden“, so der Rektor. Das Ambrosianum College startete erstmals mit einer kleinen Gruppe im Studienjahr 2017/2018. Das College ergänzt unter dem Dach des Tübinger Ambrosianums das Sprachenjahr, das seit knapp 60 Jahren Abiturienten auf das Theologiestudium vorbereitet.

Hinweise: Nähere Informationen zum Ambrosianum College unter www.ambrosianum-tuebingen.de und
<https://www.youtube.com/watch?v=yVNkLMDtWxI>

Für Rückfragen zum Ambrosianum College steht der Rektor des Ambrosianums, Dr. Jörg Kohr, zur Verfügung. Telefon 07071 569-442 oder JKohrdontospamme@gowaway.bo.drs.de

Online gestellt am 12.03.2018
Text: Manuela Pfann / Diözese Rottenburg-Stuttgart

Kirche und Demokratie in der Weimarer Republik

Ausstellung des Diözesanarchivs zum „Tag der Archive“
Rottenburg, vom 03. März - 29.März 2018

100 Jahre nach der Novemberrevolution 1918 erinnert das Diözesanarchiv an die aktive Rolle der katholischen Kirche in der Demokratie der Weimarer Republik. Eine kleine Kabinett-Ausstellung nimmt die Zeit bis 1933 in den Blick. Zu sehen ist die Präsentation mit Schriftstücken und Fotografien im Foyer des Rottenburger Bischöflichen Ordinariats vom 3. bis 29. März 2018.

Unter dem Titel „Eine neue Zeit ist angebrochen. Die Diözese Rottenburg und die Demokratie der Weimarer Republik“ präsentiert das Diözesanarchiv historische Originale. Sie geben Einblick in das Ringen der Kirche um Freiheitsrechte in der württembergischen Verfassung und erinnern an den damaligen Weihbischof und späteren Diözesanbischof Joannes Baptista Sproll als Landtagsmitglied und -redner. Des Weiteren sind der politische Katholizismus und die Zentrumspartei im Fokus der Ausstellung sowie katholische Geistliche als Wahlkämpfer und Politiker.

Die Ausstellung ist ein Beitrag zum bundesweiten „Tag der Archive“ am 3. März. Dieser steht unter dem Motto „Demokratie und Bürgerrechte“.

Hinweise:
Die Ausstellung ist am „Tag der Archive“ (3. März) von 11.00 bis 17.00 Uhr sowie anschließend bis zum 29. März zu den üblichen Öffnungszeiten (Mo-Do 8.00 - 12.30, 13.30 - 16.30 Uhr, Fr 8.00 - 12.30, 13.30 - 15.30) im Bischöflichen Ordinariat zu sehen. Der Eintritt ist frei. Für Nachfragen zur Ausstellung „Eine neue Zeit ist angebrochen“ steht der stellvertretende Leiter des Diözesanarchivs, Dr. Herbert Aderbauer, zur Verfügung. Tel. 07472-169-255 oder HAderbauerdontospamme@gowaway.bo.drs.de .
Auch das Rottenburger Stadtarchiv öffnet am „Tag der Archive“ seine Türen: Im historischen Sitzungssaal des Rathauses sind folgende Themen aufbereitet: Eine Bürgermeisterwahl im Jahr 1776; das Rathaus in den 1780er Jahren, die Reichstagswahl und Volksabstimmung 1938 sowie Informationsbroschüren der Parteien und die Flyersammlung des Stadtarchivs.

Online gestellt am 28.02.2018
Text: Manuela Pfann / Diözese Rottenburg-Stuttgart

Katholische Schulen blicken optimistisch in die Zukunft

Stabile Schülerzahlen, solide Finanzierung und innovative Pädagogik
Rottenburg. 31. Januar 2018

Die katholischen freien Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart können optimistisch in die Zukunft blicken. Wie das Stiftungsschulamt der württembergischen Diözese am Mittwoch in Rottenburg mitteilte, bewegen sich die Schülerzahlen in den einzelnen Schulsparten seit Jahren auf stabilem Niveau. Die Finanzierung der Schulen sei zudem durch das im vergangenen Jahr novellierte Privatschulgesetz des Landes Baden-Württemberg auf eine verlässliche Grundlage gestellt worden. Demnach bekommen auch die katholischen freien Schulen einen Kostenzuschuss vom Land in Höhe von 80 Prozent der an staatlichen Schulen pro Schüler entstehenden Kosten.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart unterhält insgesamt 46 allgemeinbildende Schulen: 4 Grundschulen, 10 Grund-, Haupt-, Werkreal- und Gemeinschaftsschulen, 16 Realschulen sowie 16 Gymnasien. Wie der Jahresbericht des Stiftungsschulamtes 2016/2017 ausweist, besuchten rund 5.400 junge Leute die Grund-, Haupt-, Werkreal- und Gemeinschaftsschulen, 5.500 die Realschulen und 8.400 die Gymnasien. Jeweils rund 400 Lehrkräfte arbeiten an den Grund-, Haupt-, Werkreal- und Gemeinschaftsschulen und den Realschulen, 750 an den Gymnasien.

Der Stiftungsvorstand verweist auf eine hohe Nachfrage und das bewährte pädagogische Konzept des Marchtaler Plans, ein reformpädagogisches Konzept, das eigens für die katholischen freien Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart entwickelt wurde. Dies sichere mit seiner Innovationskraft die Existenz der Schulen. Neben der gesetzlich garantierten Mitfinanzierung durch das Land sichere die 1972 gegründete Stiftung Katholische Freie Schule die Existenz der Einrichtungen auch in Zukunft. Über diese Stiftung können dem Schulamt zufolge an dessen Schulen Aufgaben übernommen werden, die durch die Regelfinanzierung nicht gedeckt seien. Auch gelegentliche finanzielle Engpässe seien damit durch Betriebskostenzuschüsse zu überbrücken. - Vergangene Woche war bekannt geworden, dass das Erzbistum Hamburg acht seiner 21 Schulen schließen wird.

Online gestellt am 12.02.2018
Text: Uwe Renz / Diözese Rottenburg-Stuttgart

Panama: Ein kleines Land auf der CMT

Groß-Event im kleinen Land
Mit einer besonderen Andacht auf der CMT in Stuttgart wirbt Panamas Erzbischof Mendieta diesen Sonntag für den Weltjugendtag 2019

Rottenburg/Stuttgart. 8. Januar 2018.
Das kleine Panama freut sich im kommenden Jahr auf ein großes Ereignis: Vom 22. - 27. Januar findet dort der Weltjugendtag mit Papst Franziskus statt, zu dem allein aus dem Ausland mehr als eine halbe Million Besucher erwartet werden. Besucher der Reisemesse CMT in Stuttgart bekommen diesen Sonntag, 14. Januar 2018, schon einen Vorgeschmack auf den Weltjugendtag 2019: Gemeinsam mit dem Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst und Weihbischof Thomas Maria Renz zelebriert Erzbischof José Domingo Ulloa Mendieta um 9.30 Uhr eine jugendlich-frische Andacht unter dem Motto „Oh, wie schön ist Panama!“. Das vor allem für seinen gleichnamigen Kanal bekannte Land zwischen Pazifik und Karibik ist Partnerland der CMT 2018 - und Erzbischof Mendieta nutzt die Messepräsenz als Auftakt für seine europäische Werbekampagne zum Weltjugendtag.

"Come and sing with us!" heißt es am Sonntagmorgen im Atrium im Eingang Ost des Stuttgarter Messegeländes . Die Band Spotlight aus Westerheim wird das Publikum schon eine Viertelstunde vorher mit gemeinsam gesungenen Liedern einstimmen. Jugendliche von verschiedenen Kontinenten gestalten die Andacht mit und sprechen die Fürbitten in ihrer jeweiligen Muttersprache. Ein besonderer Höhepunkt wird die Uraufführung der deutschen Hymne zum Weltjugendtag 2019 durch den Künstler Raphael Schadt aus Augsburg sein, Insidern auch als Autor der „Psalmobeats“ bekannt. Für den liturgischen Teil der Andacht zeichnen neben den drei Bischöfen der Diözesan-Jugendseelsorger Markus Scheifele und Diakon Karl-Heinz Jaworski von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg verantwortlich. Alle Besucher der Andacht bekommen passend zum Anlass ein Reisesegensbändchen mit der Aufschrift „Der Herr segne und behüte Dich!". Als Reverenz an das CMT-Partnerland 2018 hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart zudem 300 Panama-Hüte beschafft, die sicher reißenden Absatz finden werden…

Eine Woche lang wird Panama im Januar 2019 der Nabel der katholischen Welt sein. Seit dem Auftakt 1985 in Rom fand der Weltjugendtag 13. Mal in Europa statt, je zweimal in Süd- und Nordamerika und je einmal in Asien und Australien. In der Regel wird die Großveranstaltung nur alle drei Jahre ausgetragen. Zum letzten Weltjugendtag im polnischen Krakau kamen im Juli 2016 mehr als eine Million Pilger aus mehr als 180 Staaten, die sechs Tage lang gemeinsam feierten und beteten. Panama mit seinen 3,6 Millionen Einwohnern ist das bis dato kleinste Weltjugendtags-Land.

Online gestellt am 10.01.2018
Text: Uwe Renz / Diözese Rottenburg-Stuttgart
Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart

Gott wird einer von uns - das tut uns gut

Gebhard Fürst: Botschaft vom göttlichen Kind lässt keinen Raum für Hass
25. Dezember 2017. Rottenburg

Die Weihnachtsbotschaft vom göttlichen Kind in der Krippe lasse nach Überzeugung des Rottenburger Bischofs Gebhard Fürst keinen Raum für Hass und Gewalt. Übergriffe auf Migranten hätten ebenso wenig Platz wie antisemitische Äußerungen oder gar Ausschreitungen, sagte der Bischof in seiner Predigt am Montag im Rottenburger Dom. „Wo die Kraft, die von diesem Kind ausgeht wirksam wird, da richtet sich kein Mensch gegen den anderen. Da treten Menschen mutig für Andere ein", betonte er.

Das Weihnachtsfest fordere dazu auf, selbst zum Wohnort der Liebe Gottes zu werden und als Christen die Botschaft des Kindes in der Krippe anzunehmen und wirksam werden zu lassen, sagte Bischof Fürst. "Wo wir Gottes menschgewordene Liebe selbst leben, da entsteht im Streit Versöhnung, da wandelt sich Gewalttätigkeit in Friedfertigkeit und aus Gleichgültigkeit gegenüber dem Nächsten wird Parteilichkeit für den, dessen Menschenwürde bedroht ist."

Gott schenke den Menschen in Jesus von Nazareth seine unmittelbare Nähe, er werde sichtbar und seine Liebe erfahrbar. „Dass Gott einer von uns wird, einer vor uns, die wir uns oft wie Verlorene fühlen, wie Abgestürzte, das tut uns gut“, so der Rottenburger Bischof.

Online gestellt am 27.12.2017
Text: Manuela Pfann / Diözese Rottenburg-Stuttgart

Vom Kloster zur Heimat für Studierende der Theologie

Tübinger Wilhelmsstift begeht 200-Jahr-Jubiläum mit Bischof Fürst
Tübingen/Rottenburg. 3. November 2017

Eine traditionsreiche Tübinger Einrichtung kann auf 200jähriges Bestehen zurückblicken: 1817 ließ König Wilhelm I. von Württemberg in der Universitätsstadt ein Hochschulkonvikt einrichten, das die zukünftigen katholischen Priester während ihres Studiums begleiten sollte. Bis heute trägt das katholische Stift den Namen des Königs. Am Freitagabend feierte Bischof Gebhard Fürst das Jubiläum dort, wo er selbst als Student wohnte und wo er als sogenannter Repetent später Theologiestudenten begleitete.

Wo heute das Wilhelmsstift steht, befand sich einst an der Ammer ein 1272 gegründetes Franziskanerkloster. Daran erinnert heute eine Franziskusfigur im Innenhof. 1540 brannte das zu Beginn der Reformation aufgehobene Kloster ab. In den verbliebenen Gebäuden wurde 19 Jahre später ein „Collegium Illustre“ eingerichtet, zur Vorbereitung junger Adliger auf den Staatsdienst. Zwischen 1588 und 1592 entstand die heutige Vierflügelanlage im Renaissancestil.

1817 wurde in Tübingen die katholisch-theologische Fakultät gegründet; sie sollte neben der evangelisch-theologischen bestehen. Um die in der Säkularisation neu zu Württemberg gekommenen katholischen Gebiete mit Seelsorgern zu versorgen, ließ König Wilhelm I. im selben Jahr im alten „Collegium Illustre“ ein Hochschulkonvikt die angehenden katholischen Priester einrichten. Seit dieser Zeit bildet die Diözese Rottenburg-Stuttgart ihren Priesternachwuchs im Wilhelmsstift an der Collegiumsgasse aus.

Online gestellt am 06.11.2017
Text: Uwe Renz / Diözese Rottenburg-Stuttgart
Bild: Peter Then

Diözese weiht ihr neues Medienzentrum ein

Rottenburg. 20. September 2017
Diözese weiht ihr neues Medienzentrum ein

Mit einer kleinen Feierstunde hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart jetzt ihr neues Medienzentrum im Bischofshaus eingeweiht. Dieses ist Arbeitsplatz der neu gegründeten Stabsstelle Mediale Kommunikation (SMK), die zum 1. Juli unter Leitung von Thomas Brandl ihre Arbeit aufgenommen hat. Für das neue Medienzentrum waren umfangreiche Baumaßnahmen notwendig gewesen, die sich über sieben Monate erstreckten. Das Medienzentrum mit Newsdesk, Whiteboards und modernster Technikausstattung, „wird künftig für die Diözese eine Kommunikation aus einem Guss ermöglichen, multimedial und zielgruppenorientiert“, so Bischof Dr. Gebhard Fürst. Durch eine optimale Verzahnung der Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Presse, Online, Bewegtbild und Social Media wolle die Diözese ihre Außendarstellung deutlich verbessern. Bestandteil der neuen Medienstrategie ist auch der Ausbau der internen Kommunikation mit den haupt- und ehrenamtlich Engagierten in den Gemeinden und Verbänden der katholischen Kirche in Württemberg, die mehr als 1,8 Millionen Mitglieder zählt.

Bei der Neukonzeption ihrer Kommunikation hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart die Bischöfliche Pressestelle und die Bereiche Online, Bewegtbild und Mediengestaltung aus der seitherigen Hauptabteilung Medien und Öffentlichkeitsarbeit im Ordinariat unter dem Dach der neuen Stabsstelle Mediale Kommunikation zusammengeführt und diese direkt dem Bischof zugeordnet. Zur SMK gehören derzeit elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu denen in den nächsten Monaten noch einige weitere hinzukommen werden, unter anderem ein Chef vom Dienst (CvD) als Koordinator.

Realisiert wurde der Umbau im Bischofshaus von der Stuttgarter Architektengemeinschaft kiel-klinge-dillenhöfer, für das inhaltliche Konzept zeichnet das Reutlinger Pragma Institut verantwortlich. Herzstück des neuen Medienzentrums ist der Newsdesk als Organisationszentrale - eine ähnliche Struktur, wie sie heute in den meisten Medienhäusern existiert.

Die neue Stabsstelle im Rottenburger Bischofshaus hat sich zum Ziel gesetzt, künftig über die klassische Medienarbeit hinaus die unterschiedlichen Zielgruppen auf verschiedenen Kanälen direkt anzusprechen und so den Dialog mit ihnen in Gang zu bringen. „Es gibt in unserer Diözese eine Vielzahl an Good News, an spannenden Projekten und Initiativen“, stellt der neue Mediendirektor Thomas Brandl fest. „Jetzt geht es darum, diesen Themenschatz zu heben und mit modernster Kommunikation crossmedial zu vermitteln, wie und wo die katholische Kirche überall unterwegs ist, ganz nah bei den Menschen.“

Online gestellt am 21.09.2017
Text: Manuela Pfann
Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart/Wiedemann

Die Kirche 2016 in Zahlen

Rottenburg. 21. Juli 2017
Stabil bei Taufe, Erstkommunion und Trauung Kirchenaustritte 2016 erneut rückläufig - 1,8 Millionen Katholiken gesamt

Die Diözesen in Deutschland haben die Jahresstatistik 2016 vorgelegt. In der Sammelstatistik der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zeigt sich bundesweit erneut ein Rückgang der Kirchenaustritte gegenüber dem Vorjahr. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart ging diese Zahl im Jahresvergleich von 14.840 auf 13.580 zurück. In der württembergischen Diözese leben derzeit rund 1,8 Millionen Katholiken.

Nach der Statistik zählte die Diözese Rottenburg-Stuttgart Ende 2016 rund 1,847 Millionen Mitglieder (2015: 1,857) in 1.028 Pfarreien. Eingetreten oder wieder eingetreten sind im vergangenen Jahr 580 Personen, im Jahr davor waren es 660. Die Zahl der Taufen stieg leicht von 13.308 auf 13.429; die der Erstkommunionen von 14.583 auf 14.788. Als Gottesdienstbesucher gezählt wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich 174.709 Personen, im Jahr davor 176.395. Die Zahl der angebotenen Sonntagsgottesdienste wird mit 1.703 angegeben (2015: 1.720). Katholisch getraut haben sich 2016 in Württemberg 3.414 Paare, im Jahr davor waren es sechs mehr.

Die Zahl der Katholiken in Deutschland beträgt laut Bundesstatistik 23,6 Millionen (2015: 23,8), was 28,5 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Austritte im Vergleich zum Vorjahr gingen abermals zurück und liegen bei rund 160.000. Die Zahl der Bestattungen sank um über 10.000 gegenüber dem Vorjahr. Bundesweit gestiegen ist die Zahl der Taufen, von 167.000 auf 171.000. Der Sekretär der DBK, Pater Hans Langendörfer kommentierte zur Statistik: „Wir freuen uns, dass fast ein Drittel der Bevölkerung unseres Landes zur katholischen Kirche gehört.“ Viele Mitglieder seien aktiv in Pfarrgemeinden, Verbänden und sozial-caritativen Einrichtungen. „Für dieses Engagement sind wir dankbar“, sagte Langendörfer und erinnerte an die Flüchtlingshilfe im Jahr 2016. Gerade der Anstieg der Taufen zeige, dass es nicht nur Interesse an der Kirche gäbe, sondern „auch den lebendigen Wunsch, in dieser Kirche verankert zu sein“.

Langendörfer bedauerte dabei, dass auch im vergangenen Jahr die Austrittszahlen immer noch auf hohem Niveau lägen. Austritte zeigten „in jedem einzelnen Fall, dass die Weitergabe des kirchlichen Glaubens nicht vollständig gelungen ist“. Es gelte, den ausgetretenen Menschen nachzugehen, „um ihre Beweggründe zu verstehen und unser Handeln danach kritisch zu überprüfen, um es da - wo notwendig - auch neu auszurichten“. Die Kirche müsse mit den Realitäten leben. „Wir werden weniger, aber wir verlieren nicht unsere Aufgabe und unsere Anliegen.“ Die Kirche müsse ihren Auftrag wahrnehmen und „trotz manchmal stürmischer Zeiten das Evangelium mutig und freudig verkünden“.

Online gestellt am 24.07.2017
Text: Uwe Renz / Diözese Rottenburg-Stuttgart

Orden und Auszeichnung für eine Frau und zwei Männer

Von links nach rechts: Bischof Fürst, Annemarie Engelhardt, Gabriele Neutzner, Gerhard Sturm

Bischof Fürst ehrt Annemarie Engelhardt, Josef Sturm und posthum Herbert Neutzner
Rottenburg/Stuttgart. 30. Juni 2017

Bischof Gebhard Fürst hat am Donnerstagabend (29. Juni) in Rottenburg an drei Persönlichkeiten päpstliche Ehrenzeichen und einen Orden überreicht. Geehrt wurden der Unternehmer Gerhard Josef Sturm (82) aus Mulfingen, die Bildungsreferentin Annemarie Engelhardt (76) aus Aalen sowie posthum der passionierte Rom-Pilger und langjährige Leiter eines Alten- und Pflegeheims, Herbert Neutzner (†) aus Rainau-Schwabsberg. Der Bischof hob in seinen Lobansprachen im Rottenburger Bischofshaus das außerordentliche kirchliche und gesellschaftliche Engagement der drei Ausgezeichneten hervor. Engelhardt und Neutzner wurden mit dem Ehrenzeichen „pro ecclesia et pontifice“ ausgezeichnet, Sturm wurde die Würde eines Ritters vom Orden des hl. Papstes Sylvester übertragen.

Bis zum heutigen Tag spüre man deutlich die Verbundenheit und Zugewandtheit des Mulfinger Familienunternehmens EBM Papst zur Orts- und Pfarrgemeinde, betonte Bischof Gebhard Fürst in seiner Laudatio für Gerhard Sturm. Ein hohes Maß an Rücksichtnahme gegenüber den Arbeitnehmern zeichnete das unternehmerische Handeln von Firmengründer Sturm von Beginn an aus. Dies zeige sich beispielsweise, wenn es darum gehe, kranke Angehörige zu Hause zu versorgen oder Mitarbeiter unkompliziert als Sänger im Chor oder Sargträger bei einer Beerdigung von der Arbeit freizustellen. Bischof Fürst erinnerte weiter an Sturms finanzielles wie gestalterisches Engagement bei der Gründung der Katholischen Haupt- und Realschule, „Bischof-von-Lipp-Schule“, in Mulfingen. Aufgrund der außerordentlichen Verdienste für die Kirche wie auch für die bürgerlichen Gemeinde - Gerhard Sturm war viele Jahre als Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister tätig - habe er mit großer Freude die Würde eines Ritters des Ordens vom heiligen Papst Sylvester für Gerhard Sturm beantragt, sagte Bischof Fürst. Gerhard Sturm wurde bereits 2008 mit der Dieselmedaille ausgezeichnet, dem ältesten Deutschen Innovationspreis.

Die Sozialpädagogin und Bildungsreferentin Annemarie Engelhardt bezeichnete Bischof Gebhard Fürst als „Botschafterin einer dialogisch-missionarischen Kirche“. Der Rottenburger Bischof würdigte ihre Verdienste für die Rolle der Frau in der Gesellschaft und für die Stärkung der Familien in ihrem Alltag. Die Mutter von sechs Kindern engagierte sich bereits vor der Familienphase als Referentin für Mädchenbildung beim Bund der Katholischen Jugend (BDKJ) in Wernau, später war sie auf politischer Ebene tätig, unter anderem als sozialpolitische Sprecherin im Kreistag des Ostalbkreises und im Bundesvorstand der Frauen Union. Darüber hinaus sei es Engelhardt ein Herzensanliegen gewesen, dass vor allem junge oder aus belasteten Lebenssituationen kommende Familien Erholung und Stärkung erfahren. Mehr als zehn Jahre lang habe sie aus dieser Motivation heraus ihre Erfahrung in die Vorstandsarbeit beim Familienerholungswerk der Diözese eingebracht, betonte Bischof Fürst. Im Jahr 2010 wurde Engelhardt die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen.

Als außergewöhnlichen Vermittler von Glaubensinhalten und Glaubenszeugnissen bezeichnete Bischof Gebhard Fürst den aus dem Sudetenland stammenden Herbert Neutzner. Posthum zeichnete er den im September 2015 mit 70 Jahren Verstorbenen mit dem päpstlichen Ehrenzeichen „pro ecclesia et pontifice“ aus. 120 Mal habe Neutzner Pilgerreisen nach Rom begleitet und habe so im Stil der indirekten Katechese unzähligen Gläubigen die Geschichte der Stadt und des Christentums erschlossen, würdigte Bischof Fürst den ausgebildeten Krankenpfleger. In diesem Beruf habe Neutzner viele Jahre im damaligen Alten-Pflegeheim „Waldkrankenhaus“ in Rainau-Dalkingen im Dekanat Ostalb gearbeitet und war lange Zeit dessen Leiter, erinnerte Bischof Fürst. In seiner Tätigkeit habe er sich durch einen liebevollen Umgang mit den Bewohnern ausgezeichnet, der für ihn auf Grund seines Glaubens selbstverständlich gewesen sei. Er habe nicht auf Dienstzeiten geachtet, sondern sei stets für die Menschen in der Einrichtung da gewesen. Die tägliche Feier der Eucharistie in der Hauskapelle sei ihm ein besonderes Anliegen gewesen, betonte Bischof Fürst. Die Posthum-Auszeichnung für Herbert Neutzner wurde von der Witwe des Geehrten, Gabriele Neutzner, entgegengenommen.

Online gestellt am 03.07.2017
Text: Manuela Pfann / Diözese Rottenburg-Stuttgart
Bild: Markus Ulmer / Diözese Rottenburg-Stuttgart

Ludwig Rudloff neuer Flüchtlingsbeauftragter der Diözese

Ludwig Rudloff

Erfahrener Theologe und Seelsorger folgt Thomas Broch nach
Rottenburg. 23. Juni 2017

Ludwig Rudloff (66), früherer Leiter des Tübinger Klinikpfarramtes, wird neuer Bischöflicher Beauftragter für Flüchtlingsfragen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er folgt in dieser Funktion Thomas Broch (70) nach, der diese Aufgabe abgegeben hat. Der Theologe und Pastoralreferent Rudloff ist ab Juli für zwei Jahre bestellt. Nach den Vorgaben des Bischofs und in Abstimmung mit Generalvikar und Hauptabteilung Caritas des Bischöflichen Ordinariats wird der Flüchtlingsbeauftragte die Hilfen der Diözese für Flüchtlinge bündeln und koordinieren. Broch bleibt weiterhin zuständig für die Flüchtlingsprojekte der Diözese im Kloster Weingarten und im Stuttgarter Stadtteil Birkach.

Der Flüchtlingsbeauftragte leitet das Prozessteam Flüchtlingsfragen, in dem Vertreter verschiedener Bereiche der Diözese Initiativen und Projekte koordinieren. Er hat den Auftrag, auf neue Entwicklungen mit Blick auf die Zuwanderung geflüchteter Menschen zu reagieren und Problemlösungen zu finden. Der Flüchtlingsbeauftragte ist direkt der Dienst- und Fachaufsicht des Bischofs unterstellt.

Der Diplomtheologe Rudloff stammt aus dem unterfränkischen Gerolzhofen. Im Dienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart arbeitete er als Pastoralreferent unter anderem im Seelsorgereferat des Bischöflichen Ordinariats und in der Tübinger Krankenhausseelsorge; von 2002 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2010 leitete Rudloff das Tübinger Krankenhauspfarramt.

Online gestellt am 26.06.2017
Text: Uwe Renz / Diözese Rottenburg-Stuttgart
Bild: Diözese Rottenburg / Stuttgart

Guter Hirte mit Gottes Geist und Hilfe

Matthäus Karrer in Rottenburg zum Bischof geweiht
Rottenburg. 28. Mai 2017

Durch Handauflegung und Gebet hat Domkapitular Matthäus Karrer am Sonntagnachmittag (28. Mai) die Bischofsweihe im Rottenburger Dom St. Martin empfangen. Im Auftrag von Papst Franziskus vollzogen Diözesanbischof Gebhard Fürst, der Freiburger Erzbischof Stephan Burger und der Mainzer Weihbischof Udo Bentz die Weihe. Den Pontifikal-gottesdienst feierten im Dom sowie in der Nachbargemeinde St. Moriz rund 800 Menschen. Matthäus Karrer ist einer von zwei Weihbischöfen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Im Mittelpunkt der Predigt von Bischof Gebhard Fürst stand das Wirken im Geiste Gottes. Das Bischofsamt müsse erfüllt sein vom lebensspendenden Gottesgeist, sagte der Rottenburger Bischof. Er wies dabei auf den nur bei einer Bischofsweihe vollzogenen Ritus hin, bei dem das Evangeliar geöffnet über das Haupt des neuen Bischofs gehalten wird. „Jeder Bischof ist Bischof unter dem Wort Gottes“, sagte er. Dieses Wort Gottes, den Geist Jesu Christi, möge er sich zu eigen machen. Nicht nur in seiner Lebenspraxis, sondern auch in seinem Verantwortungshandeln für das Ganze der Kirche, so Bischof Gebhard Fürst. Wo der Geist Jesu Christinnen und Christen leite, da entstehe Kirche. „Der Gottesgeist, der aus Jesus spricht, ist der Geist der Gewaltlosigkeit und des Friedens“, betonte Bischof Fürst. Die Terroranschläge in England und Ägypten zeigten erneut auf dramatische Weise was passiere, wenn die Orientierung am Heilvollen und Friedvollen verloren gehe.

Dem neuen Weihbischof wünschte Bischof Fürst mit Gottes Hilfe ein guter Hirte zu sein, der bereit sei, sich ganz dem Geist Jesu und dem Wort Gottes zu unterstellen. Er bat um den Segen Gottes für Matthäus Karrer und darum, dass Gottes Geist ihn erfülle und durchdringe.

Im Namen der Mitglieder des Diözesan- und Priesterrats der Diözese überbrachte dessen Sprecher, Johannes Warmbrunn, Segenswünsche und sicherte dem neuen Weihbischof Unterstützung und ein konstruktives Miteinander als „gute Weggefährtinnen und Weggefährten“ zu. Er dankte Weihbischof Karrer als dem Verantwortlichen für den pastoralen Erneuerungsprozess „Kirche am Ort“ für seine Offenheit und Aufgeschlossenheit gegenüber den Anliegen der Gläubigen. „Die Zukunft unserer Kirche wird davon abhängen, wie wir in den kommenden Jahren und Jahrzehnten Zeugnis ablegen über unseren Glauben, ihn feiern, unsere Gemeinschaften gestalten und diakonisch-caritative Arbeit leisten“. Verbunden mit dem Wunsch an Matthäus Karrer auch weiterhin das Ohr bei den Menschen zu haben, Anteil zu nehmen und ihnen das gemeinsame Priestertum zuzutrauen und zuzumuten hoffe er auf weitere gute Zeichen zur rechten Zeit, sagte Warmbrunn abschließend.

Matthäus Karrer wurde am 2. März von Papst Franziskus zum neuen Weihbischof für die Diözese-Rottenburg-Stuttgart ernannt. Er löst Johannes Kreidler (70) ab, der seit 1991 Weihbischof war. Die letzte Ernennung eines Weihbischofs für die Diözese Rottenburg-Stuttgart liegt 20 Jahre zurück. 1997 wurde Thomas Maria Renz vom damaligen Bischof Walter Kasper geweiht. Der Wahlspruch des neuen Weihbischofs ist dem 1. Petrusbrief entnommen: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“ (1.Petr. 3,15) Matthäus Karrer leitet seit 2011 die Hauptabteilung Pastorale Konzeption, was er auch als Weihbischof tun wird. Unter seiner Leitung wurde die Entwicklung der Seelsorgeeinheiten vorangetrieben und der Prozess „Kirche am Ort - Kirche an vielen Orten gestalten“ initiiert und begleitet. Mit diesem Erneuerungsprozess soll die Pastoral in der Diözese auf eine zukunftsfähige Basis gestellt werden.

Karrer wurde in Ravensburg geboren und wuchs in Wangen-Deuchelried auf. Theologie studierte er in Tübingen und München und schloss mit einer Diplomarbeit über „Ehe und Familie als Hauskirche“ ab. Zum Priester geweiht wurde er 1995 in Neuhausen/Filder. Es folgten Vikarsjahre in Herrenberg und Ulm-Söflingen. Von 1999 bis 2002 war Karrer Jugendpfarrer für den Dekanatsverband Ravensburg und das Dekanat Friedrichshafen. Danach wurde er Pfarrer der Seelsorgeeinheit Isny/Allgäu und 2008 zum Dekan des neu gebildeten Dekanats Allgäu-Oberschwaben gewählt.

Online gestellt am 29.05.2017
Text: Manuela Pfann / Diözese Rottenburg-Stuttgart
Bildnachweis: Foto Diözese Rottenburg-Stuttgart/Faiß

Starker Weihegang tritt Stellen an

Viele vakante Seelsorgeeinheiten bekommen neue Pfarrer
Rottenburg. 17.03.2017

Nach den Sommerferien 2017 können etliche der aktuell 22 vakanten Pfarrstellen in der Diözese wieder neu besetzt werden. Basis dafür ist ein starker Weihejahrgang 2013. Über die Vergabe hat der Bischof nach Beratung in der erweiterten Sitzung des Domkapitels diese Woche entschieden. Die betroffenen Gemeinden werden am Sonntag informiert.

Nach ihrer vierjährigen Ausbildungszeit als Priester treten acht Vikare im September ihre erste Pfarrstelle an, einer von ihnen als Pfarrvikar. Von den 268 Seelsorgeeinheiten in der Diözese sind nach aktuellem Stand im Herbst dann nur noch 16 vakant. Frei werdende Stellen durch Pfarrer, die in Ruhestand gehen, sind bereits mitgerechnet. Auch im kommenden Jahr geht es ähnlich positiv weiter. Die Personalverantwortlichen rechnen damit, dass zwischen sechs und acht Vikare 2018 eine Pfarrstelle übernehmen.

Lesen Sie weiter auf der diözesanen Webseite.

Online gestellt am 21.03.2017
Text: Manuela Pfann / Markus Waggershauser (Diözese Rottenburg-Stuttgart)

Stabwechsel beim Diözesanrat

Der neue Diözesanrat mit Bischof Gebhard Fürst (Mitte, 2. Reihe v.u.)

Die Neunte Amtsperiode der württembergischen
Katholikenvertretung ist be
endet

Untermarchtal, 04. März 2016. Zu seiner letzten Sitzung ist der neunte Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart am Freitag im oberschwäbischen Kloster Untermarchtal zusammengekommen.

In 17 Vollversammlungen unter Vorsitz von Bischof Gebhard Fürst hat der neunte Diözesanrat seit März 2011 in Folge der Missbrauchsskandale einen Dialogprozess in Gang gebracht, gegen Rüstungsexporte und für eine gute Sterbebegleitung Stellung bezogen, eine Postkartenaktion für Alleinerziehende gestartet, das finanzielle Förderprogramm INkonzept für Ehrenamtliche ins Leben gerufen und wichtige finanzielle Entscheidungen für Kinderbetreuung und Flüchtlingshilfe sowie für den Um- und Neubau des Bischöflichen Ordinariats in Rottenburg und für einen Entwicklungsprozess der Kirchengemeinden getroffen.

Den vollständigen Bericht über diese Sitzung des neunten Diözesanrats lesen Sie auf der
Website der Diözese "Stabwechsel".

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Über die Ergebisse der Diözesanratswahlen vom Samstag, den 05.03.2016 können Sie sich auf der entsprechenden Webseite der Diözese informieren.

Online gestellt am 07.03.2016
Text: Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart / Cäcilia Branz
Bild: Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart