apps News aus Rottenburg

Vieles passiert in der Diözese bzw. dem Bistum Rottenburg-Stuttgart und Sie, liebe Besucher unserer Webseiten, sollen auch daran Teil haben - wenn Sie mögen.

Wir geben an dieser Stelle Neuigkeiten aus Rottenburg weiter. So erhalten Sie einen Einblick über das kirchliche Geschehen außerhalb unseres Dekanats.

Sehr gerne können Sie sich auch auf der diözesanen Website umschauen und zum Beispiel nach interessanten, regionalen und überregionalen Veranstaltungen forschen. Wer weiß, vielleicht ist ja etwas für Sie dabei. 2016 steht das Jubiläumsjahr des Heiligen Martin im Fokus.

Aber auch der Nachrichtenblock aus allen Teilen der pastoralen Welt ist lesenswert. Viel Spaß beim Entdecken.

Stille Revolution mit weitreichenden Folgen

50 Jahre Ständiger Diakonat in der Diözese - Festakt in Stuttgart
Rottenburg/Stuttgart am 04. November 2018

Mit einem Pontifikalamt in der Stuttgarter Domkirche St. Eberhard und einem anschließenden Festakt im Stuttgarter Neuen Schloss hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart am Samstag (3. November) an die Weihe der ersten Ständigen Diakone vor 50 Jahren erinnert. Bischof Gebhard Fürst bezeichnete die Weihe von neun verheirateten Männern am 3. November 1968 im Kloster Reute durch Bischof Carl Josef Leiprecht als eine „kleine, stille Revolution, aus der Weitreichendes und Zukunftsweisendes entstand“.

Der Ständige Diakonat sei ein Geschenk und ein Segen für die Kirche, sagte der Rottenburger Bischof vor rund 350 Festgästen; anwesend waren rund 200 Diakone, zahlreiche mit Ehefrauen. „Diakone haben heute ihren Platz mitten in der Gesellschaft und zugleich dort, wo Kirchengemeinde noch nicht oder nicht mehr ist“, ergänzte Bischof Fürst. Diakone erinnerten Gemeinden in besonderer Weise daran, dass sie nicht für sich selbst lebe, sondern dass Kirche immer nur Kirche sei, wenn sie sich selbst übersteige und sich den Menschen in jeder Not zuwende. Mit der Wiederherstellung des Diakonenamtes als eigene Hierarchiestufe habe das Zweite Vatikanischen Konzil (1962-65) eine „neue Dimension von Kirche zum Leuchten gebracht“, betonte Bischof Gebhard Fürst. Durch ihren demütigen und selbstlosen Dienst an den Menschen seien Diakone ein besonderes Empfehlungsschreiben für eine diakonische Kirche, sagte der Rottenburger Bischof. Er dankte den Diakonen in der Diözese für deren Zeugnis und vielfältiges Engagement. In den Dank schloss er die Ehefrauen der Diakone ausdrücklich mit ein. Die Ausbildung zum Diakon kann nur mit Zustimmung der Ehefrau erfolgen. Diakone könnten wichtige Kräfte bei der Neu-Evangelisierung in der Kirche sein, sagte der Kardinal von Mumbai (Indien), Oswald Gracias, in seinem Festvortrag. „Menschen hören heute lieber Zeugen als Lehrern zu; und wenn sie Lehrern zuhören dann nur, weil diese Zeugen sind“, so der Vorsitzende der indischen Bischofskonferenz.

Diakone könnten Zeugen sein durch ihre Lebensführung und ihr lebendiges Zeugnis in der Nachfolge Jesu. In einer Welt, in der die Bedeutung von Ehe und Familie verliere, könnten sie, als verheiratete Diakone, eine Schlüsselrolle bei der Stärkung von Ehe und Familie einnehmen, ist Gracias überzeugt. Wie kaum ein anderer verkörpere die Berufung zum Diakon die Verantwortung für eine Kirche der Armen, so die Einschätzung des Kardinals. Diakone hätten die Aufgabe, Menschen guten Willens anzuspornen um gemeinsam mit ihnen die Stimme zu erheben für soziale Gerechtigkeit. Die Rolle des Diakons sei eine sehr spezifische, so das Mitglied des Beratergremiums von Papst Franziskus. „Er ahmt nicht den Priester nach und er ersetzt nicht den Priester“. Diakone seien nicht deshalb notwendig, weil es weniger Priester gäbe. „Aber sie sind heute notwendiger denn je, weil es einen Priestermangel gibt“, sagte Gracias weiter.

Im April 1968 wurden in Köln die weltweit ersten Ständigen Diakone geweiht, wenige Monate später erfolgte die Weihe von neun verheirateten Männern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Über Jahrhunderte galt der Diakonat zuvor nur als Durchgangsstufe zum Priesteramt. Diakone sind in der Regel verheiratet und haben auch einen zivilen Beruf. Der Diakonat bildet seit der frühen Kirche zusammen mit Bischofs- und Priesteramt das eine kirchliche Amt insgesamt ab. Weltweit sind Diakone die am stärksten wachsende pastorale Berufsgruppe.

Die Ausbildung zum Ständigen Diakon erfolgt berufsbegleitend und dauert dreieinhalb Jahre. Zu den Aufgaben eines Ständigen Diakons gehört unter anderem der Dienst in der Liturgie (die Assistenz bei der Eucharistiefeier oder der Eheschließung, das Leiten von Beerdigungen, die Spende der Taufe etc.), der Dienst am Wort (zum Beispiel Predigtdienste) sowie der Dienst am Nächsten (besonders die Sorge um Notleidende, Alte und Kranke, nicht nur in der Gemeinde, sondern auch um am Rande Stehende).

Der Ständige Diakonat kann haupt- oder nebenberuflich ausgeübt werden. Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland rund 3.300 Ständige Diakone, im Jahr 2000 waren es rund 2.400. Weltweit arbeiten derzeit rund 47.000 Ständige Diakone in 130 Ländern; in der Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es aktuell 290 Diakone, davon sind 181 im aktiven Dienst. In den vergangenen 50 Jahren wurden in der Diözese knapp 370 Diakone ausgebildet. In Anerkennung für deren langjährigen Dienst überreichte Bischof Gebhard Fürst den beiden noch lebenden Diakonen des Weihejahrgangs 1968, Josef Ostheimer (Oberstenfeld, Dekanat Ludwigsburg / siehe Bild rechts) und Gerhard Baum (Rottenburg) am Samstag die Diözesanmedaille. Gerhard Baum war beim Festakt in Stuttgart nicht anwesend.

Online gestellt am 05.11.2018
Text + Bilder: Manuela Pfann / Diözese Rottenburg-Stuttgart
Großes Bild: Pontifikalamt zum 50. Jahrestag der ersten Weihe von Ständigen Diakonen in der Stuttgarter Domkirche St. Eberhard – viele der rund 200 Diakone waren zum Gottesdienst in ihren Alben gekommen und trugen das Amtszeichen eines Diakons, die quer getragene Stola.

Für den Religionsunterricht beauftragt

275 Lehrerinnen und Lehrer erhalten kirchliche Lehrbefugnis


Rottenburg/Deißlingen/Aalen. 27. Juni 2018. Die Missio canonica (kirchliche Beauftragung) zur Erteilung von katholischem Religionsunterricht erhalten in diesem Jahr 275 Lehrerinnen und Lehrer in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. In einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius in Deißlingen (Dekanat Rottweil) überreicht Bischof Gebhard Fürst die Urkunden am kommenden Sonntag, 01. Juli, um 10:00 Uhr an die Lehrkräfte aus dem westlichen Teil der Diözese. Weihbischof Matthäus Karrer überreicht die Missio-Urkunden am Sonntag darauf, 8. Juli, zur gleichen Zeit in der Kirche Mariä Unbefleckte Empfängnis in Aalen-Ebnat den Pädagoginnen und Pädagogen aus dem östlichen Teil.

Mit der Verleihung der Missio canonica drücken Bischof und Weihbischof ihre Verbundenheit und Solidarität mit den Religionslehrerinnen und Religionslehrern aus, die in den Schulen kompetent und glaubwürdig Religionslehre unterrichten.

Voraussetzung für den Erhalt der Missio canonica ist ein abgeschlossenes Theologiestudium, die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche sowie die Taufe und Firmung. Gemeindereferenten und Pastoralreferenten erhalten die Lehrerlaubnis zusammen mit der Beauftragung zu ihrem Dienst. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart erteilen derzeit 5.448 Frauen und Männer katholischen Religionsunterricht; davon stehen 4.495 im staatlichen und privaten Schuldienst sowie 953 im Kirchendienst.

Online gestellt am 27.06.2018
Text: Manuela Pfann / Diözese Rottenburg-Stuttgart

Glaubwürdiges Vorbild in Glauben und Leben

Bischof Fürst zum Tod von Kardinal Karl Lehmann
Rottenburg/Mainz. 11. März 2018

Als „glaubwürdiges Vorbild in Glauben und Leben“ hat Bischof Gebhard Fürst den am Sonntag verstorbenen Mainzer Alt-Bischof, Kardinal Karl Lehmann, gewürdigt. Gemäß seinem Wahlspruch aus dem Korintherbrief "Steht fest im Glauben" habe Lehmann als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz unermüdlich unterschiedliche Positionen zusammengeführt und damit unschätzbare Beiträge zur Einheit der katholischen Kirche in Deutschland geleistet. Der Verstorbene werde in Erinnerung bleiben als prägender Universitätslehrer, wacher Seelsorger und Bischof, „der theologische Kompetenz von internationalem Rang und ausgeprägte Dialogfähigkeit in sich vereinigt“, betonte Bischof Fürst. Bleibende Spuren habe Lehmann auch in der ökumenischen Zusammenarbeit gelegt.

Kardinal Lehmann habe als Vorsitzender der Bischofskonferenz richtungweisend in Gesellschaft, Politik, Kultur und Kirche hinein gesprochen, unterstrich der Rottenburger Bischof. So trug der Verstorbene Bischof Fürst zufolge mit seiner ganzen Persönlichkeit wesentlich zum grenzüberschreitend hohen Ansehen der katholischen Kirche in Deutschland bei. Dialogfähigkeit habe Lehmann glaubwürdig bewiesen, indem er in vielen drängenden Fragen stets auf der Basis von Evangelium und kirchlicher Tradition auf die Kraft des Arguments gesetzt habe. Nicht zuletzt angesichts des nahen Todes setzte der Kardinal sein Vertrauen in Gott, wie Bischof Fürst hervorhob. Damit habe Lehmann sich noch auf seiner letzten Wegstrecke als Glaubensvorbild bewährt.

Online gestellt am 12.03.2018
Text: Uwe Rent / Diözese Rottenburg-Stuttgart

Ein Jahr fürs Leben

Zwischen Abitur und Studium
Erstes Orientierungsangebot in Kooperation zwischen Kirche und Uni
Rottenburg 7. März 2018.

Ein begleitetes Orientierungsjahr für Abiturienten bietet die Diözese Rottenburg-Stuttgart gemeinsam mit der Universität Tübingen an. Im „Ambrosianum College“ stehen ab September 15 Plätze zur Verfügung. Das bundesweit in dieser Form bislang einmalige Kooperationsprojekt zwischen Kirche und Universität soll mit Persönlichkeit bildenden Kursen und einem breit angelegten Studium Generale die Entscheidung für ein geeignetes Studienfach unterstützen.

Für junge Menschen sei es zunehmend schwierig, aus einem immer vielfältigeren Angebot an Studiengängen die richtige Wahl zu treffen, sagt der Rektor des Ambrosianums, Jörg Kohr. Orientierung sei das Gebot der Stunde und die müsse bei den Interessen, Fähigkeiten und Wertorientierungen des Einzelnen ansetzen. „Wer weiß, was er kann und will und was ihm wichtig ist, wird leichter seinen Weg finden“, so der Rektor. Das Ambrosianum College startete erstmals mit einer kleinen Gruppe im Studienjahr 2017/2018. Das College ergänzt unter dem Dach des Tübinger Ambrosianums das Sprachenjahr, das seit knapp 60 Jahren Abiturienten auf das Theologiestudium vorbereitet.

Hinweise: Nähere Informationen zum Ambrosianum College unter www.ambrosianum-tuebingen.de und
<https://www.youtube.com/watch?v=yVNkLMDtWxI>

Für Rückfragen zum Ambrosianum College steht der Rektor des Ambrosianums, Dr. Jörg Kohr, zur Verfügung. Telefon 07071 569-442 oder JKohrdontospamme@gowaway.bo.drs.de

Online gestellt am 12.03.2018
Text: Manuela Pfann / Diözese Rottenburg-Stuttgart

Kirche und Demokratie in der Weimarer Republik

Ausstellung des Diözesanarchivs zum „Tag der Archive“
Rottenburg, vom 03. März - 29.März 2018

100 Jahre nach der Novemberrevolution 1918 erinnert das Diözesanarchiv an die aktive Rolle der katholischen Kirche in der Demokratie der Weimarer Republik. Eine kleine Kabinett-Ausstellung nimmt die Zeit bis 1933 in den Blick. Zu sehen ist die Präsentation mit Schriftstücken und Fotografien im Foyer des Rottenburger Bischöflichen Ordinariats vom 3. bis 29. März 2018.

Unter dem Titel „Eine neue Zeit ist angebrochen. Die Diözese Rottenburg und die Demokratie der Weimarer Republik“ präsentiert das Diözesanarchiv historische Originale. Sie geben Einblick in das Ringen der Kirche um Freiheitsrechte in der württembergischen Verfassung und erinnern an den damaligen Weihbischof und späteren Diözesanbischof Joannes Baptista Sproll als Landtagsmitglied und -redner. Des Weiteren sind der politische Katholizismus und die Zentrumspartei im Fokus der Ausstellung sowie katholische Geistliche als Wahlkämpfer und Politiker.

Die Ausstellung ist ein Beitrag zum bundesweiten „Tag der Archive“ am 3. März. Dieser steht unter dem Motto „Demokratie und Bürgerrechte“.

Hinweise:
Die Ausstellung ist am „Tag der Archive“ (3. März) von 11.00 bis 17.00 Uhr sowie anschließend bis zum 29. März zu den üblichen Öffnungszeiten (Mo-Do 8.00 - 12.30, 13.30 - 16.30 Uhr, Fr 8.00 - 12.30, 13.30 - 15.30) im Bischöflichen Ordinariat zu sehen. Der Eintritt ist frei. Für Nachfragen zur Ausstellung „Eine neue Zeit ist angebrochen“ steht der stellvertretende Leiter des Diözesanarchivs, Dr. Herbert Aderbauer, zur Verfügung. Tel. 07472-169-255 oder HAderbauerdontospamme@gowaway.bo.drs.de .
Auch das Rottenburger Stadtarchiv öffnet am „Tag der Archive“ seine Türen: Im historischen Sitzungssaal des Rathauses sind folgende Themen aufbereitet: Eine Bürgermeisterwahl im Jahr 1776; das Rathaus in den 1780er Jahren, die Reichstagswahl und Volksabstimmung 1938 sowie Informationsbroschüren der Parteien und die Flyersammlung des Stadtarchivs.

Online gestellt am 28.02.2018
Text: Manuela Pfann / Diözese Rottenburg-Stuttgart

Katholische Schulen blicken optimistisch in die Zukunft

Stabile Schülerzahlen, solide Finanzierung und innovative Pädagogik
Rottenburg. 31. Januar 2018

Die katholischen freien Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart können optimistisch in die Zukunft blicken. Wie das Stiftungsschulamt der württembergischen Diözese am Mittwoch in Rottenburg mitteilte, bewegen sich die Schülerzahlen in den einzelnen Schulsparten seit Jahren auf stabilem Niveau. Die Finanzierung der Schulen sei zudem durch das im vergangenen Jahr novellierte Privatschulgesetz des Landes Baden-Württemberg auf eine verlässliche Grundlage gestellt worden. Demnach bekommen auch die katholischen freien Schulen einen Kostenzuschuss vom Land in Höhe von 80 Prozent der an staatlichen Schulen pro Schüler entstehenden Kosten.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart unterhält insgesamt 46 allgemeinbildende Schulen: 4 Grundschulen, 10 Grund-, Haupt-, Werkreal- und Gemeinschaftsschulen, 16 Realschulen sowie 16 Gymnasien. Wie der Jahresbericht des Stiftungsschulamtes 2016/2017 ausweist, besuchten rund 5.400 junge Leute die Grund-, Haupt-, Werkreal- und Gemeinschaftsschulen, 5.500 die Realschulen und 8.400 die Gymnasien. Jeweils rund 400 Lehrkräfte arbeiten an den Grund-, Haupt-, Werkreal- und Gemeinschaftsschulen und den Realschulen, 750 an den Gymnasien.

Der Stiftungsvorstand verweist auf eine hohe Nachfrage und das bewährte pädagogische Konzept des Marchtaler Plans, ein reformpädagogisches Konzept, das eigens für die katholischen freien Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart entwickelt wurde. Dies sichere mit seiner Innovationskraft die Existenz der Schulen. Neben der gesetzlich garantierten Mitfinanzierung durch das Land sichere die 1972 gegründete Stiftung Katholische Freie Schule die Existenz der Einrichtungen auch in Zukunft. Über diese Stiftung können dem Schulamt zufolge an dessen Schulen Aufgaben übernommen werden, die durch die Regelfinanzierung nicht gedeckt seien. Auch gelegentliche finanzielle Engpässe seien damit durch Betriebskostenzuschüsse zu überbrücken. - Vergangene Woche war bekannt geworden, dass das Erzbistum Hamburg acht seiner 21 Schulen schließen wird.

Online gestellt am 12.02.2018
Text: Uwe Renz / Diözese Rottenburg-Stuttgart

Panama: Ein kleines Land auf der CMT

Groß-Event im kleinen Land
Mit einer besonderen Andacht auf der CMT in Stuttgart wirbt Panamas Erzbischof Mendieta diesen Sonntag für den Weltjugendtag 2019

Rottenburg/Stuttgart. 8. Januar 2018.
Das kleine Panama freut sich im kommenden Jahr auf ein großes Ereignis: Vom 22. - 27. Januar findet dort der Weltjugendtag mit Papst Franziskus statt, zu dem allein aus dem Ausland mehr als eine halbe Million Besucher erwartet werden. Besucher der Reisemesse CMT in Stuttgart bekommen diesen Sonntag, 14. Januar 2018, schon einen Vorgeschmack auf den Weltjugendtag 2019: Gemeinsam mit dem Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst und Weihbischof Thomas Maria Renz zelebriert Erzbischof José Domingo Ulloa Mendieta um 9.30 Uhr eine jugendlich-frische Andacht unter dem Motto „Oh, wie schön ist Panama!“. Das vor allem für seinen gleichnamigen Kanal bekannte Land zwischen Pazifik und Karibik ist Partnerland der CMT 2018 - und Erzbischof Mendieta nutzt die Messepräsenz als Auftakt für seine europäische Werbekampagne zum Weltjugendtag.

"Come and sing with us!" heißt es am Sonntagmorgen im Atrium im Eingang Ost des Stuttgarter Messegeländes . Die Band Spotlight aus Westerheim wird das Publikum schon eine Viertelstunde vorher mit gemeinsam gesungenen Liedern einstimmen. Jugendliche von verschiedenen Kontinenten gestalten die Andacht mit und sprechen die Fürbitten in ihrer jeweiligen Muttersprache. Ein besonderer Höhepunkt wird die Uraufführung der deutschen Hymne zum Weltjugendtag 2019 durch den Künstler Raphael Schadt aus Augsburg sein, Insidern auch als Autor der „Psalmobeats“ bekannt. Für den liturgischen Teil der Andacht zeichnen neben den drei Bischöfen der Diözesan-Jugendseelsorger Markus Scheifele und Diakon Karl-Heinz Jaworski von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg verantwortlich. Alle Besucher der Andacht bekommen passend zum Anlass ein Reisesegensbändchen mit der Aufschrift „Der Herr segne und behüte Dich!". Als Reverenz an das CMT-Partnerland 2018 hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart zudem 300 Panama-Hüte beschafft, die sicher reißenden Absatz finden werden…

Eine Woche lang wird Panama im Januar 2019 der Nabel der katholischen Welt sein. Seit dem Auftakt 1985 in Rom fand der Weltjugendtag 13. Mal in Europa statt, je zweimal in Süd- und Nordamerika und je einmal in Asien und Australien. In der Regel wird die Großveranstaltung nur alle drei Jahre ausgetragen. Zum letzten Weltjugendtag im polnischen Krakau kamen im Juli 2016 mehr als eine Million Pilger aus mehr als 180 Staaten, die sechs Tage lang gemeinsam feierten und beteten. Panama mit seinen 3,6 Millionen Einwohnern ist das bis dato kleinste Weltjugendtags-Land.

Online gestellt am 10.01.2018
Text: Uwe Renz / Diözese Rottenburg-Stuttgart
Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart

Gott wird einer von uns - das tut uns gut

Gebhard Fürst: Botschaft vom göttlichen Kind lässt keinen Raum für Hass
25. Dezember 2017. Rottenburg

Die Weihnachtsbotschaft vom göttlichen Kind in der Krippe lasse nach Überzeugung des Rottenburger Bischofs Gebhard Fürst keinen Raum für Hass und Gewalt. Übergriffe auf Migranten hätten ebenso wenig Platz wie antisemitische Äußerungen oder gar Ausschreitungen, sagte der Bischof in seiner Predigt am Montag im Rottenburger Dom. „Wo die Kraft, die von diesem Kind ausgeht wirksam wird, da richtet sich kein Mensch gegen den anderen. Da treten Menschen mutig für Andere ein", betonte er.

Das Weihnachtsfest fordere dazu auf, selbst zum Wohnort der Liebe Gottes zu werden und als Christen die Botschaft des Kindes in der Krippe anzunehmen und wirksam werden zu lassen, sagte Bischof Fürst. "Wo wir Gottes menschgewordene Liebe selbst leben, da entsteht im Streit Versöhnung, da wandelt sich Gewalttätigkeit in Friedfertigkeit und aus Gleichgültigkeit gegenüber dem Nächsten wird Parteilichkeit für den, dessen Menschenwürde bedroht ist."

Gott schenke den Menschen in Jesus von Nazareth seine unmittelbare Nähe, er werde sichtbar und seine Liebe erfahrbar. „Dass Gott einer von uns wird, einer vor uns, die wir uns oft wie Verlorene fühlen, wie Abgestürzte, das tut uns gut“, so der Rottenburger Bischof.

Online gestellt am 27.12.2017
Text: Manuela Pfann / Diözese Rottenburg-Stuttgart