Mangotage sind ausgefallen

In diesem Jahr mussten die Mangotage ausfallen. Bei der Einfuhr in die EU sind nicht europäische Bohrfliegen in den Mangos festgestellt worden, für die ein Einfuhrverbot besteht. Obwohl alles in kleinere Lieferungen aufgeteilt war, ist das gesamte Kontingent blockiert und vernichtet worden.
Das ist eine harte Nachricht für uns alle. Unsere Partner in Burkina Faso haben alles getan um die Mangos auf den Weg nach Böblingen zu bringen. Wir alle hier waren bestens vorbereitet, um die Mangos in Empfang zu nehmen und zu verkaufen.

Aber nun ist in diesem Jahr alles anders. Wir bitten Sie um Spenden.

Aufruf zu Spenden

Spendenaufruf Download

hier der Spendenaufruf als PDF-Datei - zum weitersenden, ausdrucken, weitergeben...

 

Die Kontonummer:

Kirchenbezirk Böblingen

Kreissparkasse Böblingen
IBAN DE29 6035 0130 0000 1131 17

Dank aus Burkina Faso

Lieber Bruder in Christus, Herr Dekan von Böblingen,

Liebe Brüder und Schwestern in den Kirchengemeinden,

Meine Herren und Herren in den kommunalen Verwaltungen,

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner des Landkreises Böblingen

Die Partnerschaft zwischen den evangelischen Kirchen Burkina Fasos und der Bundesrepublik Deutschland (BRD) begann 1970 in Böblingen mit der Finanzierung des Baus einer evangelischen Grundschule in Réo, Burkina Faso, ehemals Obervolta.

Seit fast 50 Jahren setzt sich diese Solidarität dafür ein, die Freundschaftsbande zwischen Burkina Faso und Deutschland zu stärken, indem sie unsere Werte und Realitäten teilt und Entwicklungsprojekte unterstützt, um arme Menschen aus der Armut zu befreien. Durch diesen Austausch haben wir uns gegenseitig bereichert.

Von allen Aktionen, die unternommen wurden, ist die Mangoaktion, die 1988 auf Initiative von Deutschen und Burkinabè zur Unterstützung der evangelischen Grundschulen ins Leben gerufen wurde, die Leitaktion unserer Partnerschaft geworden. Sie findet jedes Jahr statt.

2018, dem 30. Jahrestag dieser schönen Arbeit, sollte am 30. April in Sindelfingen ein Dankgottesdienst mit der Ankunft der Mangos aus Burkina und ein Workshop im ODE in Ouagadougou stattfinden, um über die Auswirkungen dieser Aktion nachzudenken.

Aber unsere Mangos, die am 28. April vom Flughafen Accra zur Auslieferung am 30. April in Sindelfingen geschickt wurden, haben ihr Ziel nicht erreichen, da in Amsterdam in den Niederlanden ein Befall durch nichteuropäische Fruchtfliegen festgestellt wurde.

Die Nachricht traf uns wie ein Blitz. Was für eine Verzweiflung! Was für eine Traurigkeit!
Unsere deutschen Freunde versuchten, einige dieser Mangos zu retten, aber leider konnte nichts getan werden.

Angesichts dieser katastrophalen Situation ließen unsere Brüder und Schwestern in Deutschland ihre Herzen sprechen, wie wir in der Bibel lesen: "Der Freund liebt immer, und im Unglück zeigt er sich als Bruder". Sprüche 17/17.

Ohne frische Mangos in Böblingen wurde ein Aufruf gestartet, um burkinischen Kindern in Schulen zu helfen, die von den Mangoaktion profitieren. Die bisherigen Spendenergebnisse sind sehr ermutigend und wir gratulieren Ihnen.

Es ist ein beispielhafter Ausdruck der Solidarität in einer egoistischen und schwierigen Welt.

Herr Dekan, liebe deutsche Brüder, Schwestern und Freunde, Sie haben wieder einmal getan, was uns die Bibel sagt: "Öffnen Sie Ihren Mund für die Stummen, für die Sache aller Verlassenen". Sprichwörter 31/8

Am 17. und 18. Mai 2018 versammelte das ODE Vertreter der bezuschussten Schulen zu einem Workshop über die Auswirkungen und Auswirkungen der 30 Jahre Mangoaktion: Eltern von Schülern, Lehrer und Vertreter der evangelischen Kirchen, die Träger der Schulen sind.
Alle begrüßten das Opfer der Deutschen für ihre Kinder und drückten ihnen ihre tiefe Dankbarkeit aus. Eltern von Schülern, die über das Geschehen bei der Mangoaktion 2018 informiert wurden, verpflichten sich, wo immer möglich, gemeinsam Möglichkeiten zu suchen, um der Kantine ihrer Schule zu helfen.

Es lebe die brüderliche Liebe, die Solidarität zwischen den Völkern, die den Schmerz lindert und die Tränen der Trauer abwischt, um wieder Hoffnung zu geben!

Nochmals tausend Dank für alles, was Sie getan haben und weiterhin tun, um die Zukunft der burkinischen Kinder aufzubauen.

Möge der allmächtige Gott dich reichlich segnen!

Pasteur Etienne Bazié
Geschäftsführer des ODE

173.288 Euro Spenden eingegangen

Stand 24. Mai 2018

Vierte Pressemeldung

„Die Solidarität ist sensationell“, freut sich Dekan Dr. Bernd Liebendörfer über die Entwicklung bei der Mango-Spendenaktion für Burkina Faso. Der aktuelle Stand beläuft sich auf insgesamt 208.548 Euro. Davon sind 158.548 Euro als Spenden eingegangen. Der Evang. Kirchenbezirk Böblingen hat direkt vor Pfingsten zudem beschlossen, aus seinen Rücklagen auch 50.000 Euro zu dieser Aktion beizutragen. „Wir wollen nicht nur andere zu Spenden aufrufen, sondern deutlich machen, dass wir selbst auch bereit sind, etwas beizutragen“, erklärt der Dekan. Innerhalb von drei Wochen ist so ein wirklich überwältigendes Ergebnis zusammengekommen.

Große Freude herrscht darüber auch in Burkina Faso. „Dieser Elan der Solidarität berührt uns tief. Die Brüder und Schwestern in Deutschland haben ihr Herz sprechen lassen“, schreibt Pfarrer Etienne Bazié, der Leiter des Entwicklungsbüros in Burkina. Er lobt die Verbundenheit zwischen dem Kirchenbezirk Böblingen und den evang. Kirchen in Burkina Faso in einer fast 50jährigen Partnerschaft. „Wir danken allen Schwestern und Brüdern für diesen Ausdruck ihrer Liebe zu uns“, so der Pfarrer weiter.

Das Ziel ist laut Dekan, den gesamten Ausfallbetrag von 265.000 Euro zusammenzubekommen. Dies entspricht dem Wert der 87.500 Mangos, die Anfang Mai bei der Einfuhr vernichtet werden mussten. Der Erlös ist für Lehrergehälter und Schulspeisungen in Burkina Faso fest eingeplant. „Ich bin zuversichtlich, dass durch die überwältigende Spendenbereitschaft bei uns, es zu keinem Ausfall in Burkina kommen wird“, strahlt der Dekan Zuversicht aus. Das Spendenkonto des Kirchenbezirks IBAN DE29 6035 0130 0000 1131 17 ist weiterhin geschaltet.

Dekan Dr. Bernd Liebendörfer 23.05.2018

Was bewirken wir mit dem Erlös der Mangotage?

Mit dem Erlös der Mangotage finanzieren wir Lehrergehälter und Schulkantinen in evangelischen Grundschulen in Burkina Faso.

 

 

In jeder Schule gibt es einen Ausschuss – 1 Elternteil und 1 Lehrer, die für die Schulkantinen zuständig sind. Die Schule sorgt für das Feuerholz, die Küchenausstattung und den Herd. Das ODE stellt mit Hilfe der Finanzierung durch die Mangotage für mindestens 3 Monate Nahrungsmittel: Mais, Reis, Bohnen, Öl und Gewürze wie getrockneten Fisch, Salz und Tomatenmark.

 

Mit den Jahren sind es immer mehr Kinder geworden. Schulen, die eine Schulkantine haben, sind für die Eltern sehr attraktiv. Deshalb besuchen immer mehr Kinder diese Schulen. Aktuell sind es 12 evangelische Schulen mit Schulkantinen für insgesamt 3616 Kinder, die täglich essen. Unser Beitrag ist ein wichtger Zuschuss zum Betrieb der SchulKantinen.

 

Darüber hinaus werden von dem Erlös der Mangotage Zuschüsse zu Gehältern von 68 Lehrerinnen und Lehrer finanziert. Diese haben so eine gute eigene finanzielle Basis und können motiviert unterrichten.  Motivierte Lehrkräfte sind sehr wichtig für die Kinder.

 

 

Koordinationsbüro Mangotage:

Haus der Begegnung, Berliner Str. 39, 71034 Böblingen
Tel. 07031 / 22 43 06   hdb-bbdontospamme@gowaway.kirchebb.de