Bericht Herbstsynode 2018

Evangelischer Kirchenbezirk Böblingen   
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Beauftragter für Presseberichte der Synode im Ev. Kirchenbezirk Böblingen

Herbstsynode 2018: Unbesetzte Pfarrstellen und erhöhte Steuerzuweisungen

Von vier unbesetzten und drei wegfallenden Pfarrstellen berichtete Dekan Bernd Liebendörfer der Synode des Ev. Kirchenbezirks Böblingen. Diese fand am Freitag, 23. November im Ev. Gemeindehaus in Darmsheim statt. Aufgrund von Stellenwechseln und Ruhestand müssen zurzeit die Pfarrämter in Aidlingen, Döffingen, Darmsheim und Paul-Gerhardt in Böblingen vertreten werden. Leider kommen im Jahr 2019 mit Waldenbuch II und Altdorf noch zwei weitere hinzu. Liebendörfer hofft auf die Wiederbesetzung der Pfarrstellen bis zum Sommer 2019.

Darüberhinaus fallen, wie vor 6 Jahren beschlossen, aufgrund des Pfarrplanes 2018 drei 50%-Stellen im Kirchenbezirk Ende des Jahres weg, und zwar eine in Waldenbuch und zwei in Böblingen (bei der Stadtkirche und der Christuskirche).

Es gab aber auch erfreuliches für die anwesenden 65 Vertreterinnen und Vertreter der Kirche zu vernehmen. Beim Gottesdienst zum Auftakt wurde Carmen Maisch aus Schönaich von Dekan Liebendörfer als neue Prädikantin eingesetzt. Sie wird künftig ehrenamtlich Gottesdienste halten. Prädikant Walter Wagner aus Weil im Schönbuch konnte er einen Dank für seinen bisherigen 12-Jähringen Dienst als Prädikant aussprechen. Pfarrer Martin Penzoldt aktualisierte das Wort „Zuflucht ist bei dem alten Gott und unter den ewigen Armen.“ aus 5. Mose 33,27 in ermutigender Weise.

Auf der Sitzung der Bezirkssynode ging es dann vor allem um die Finanzen. Von den Kirchensteuerrekordeinnahmen der Landeskirche wird ein Teil an die Kirchengemeinden weitergegeben, indem die regelmäßige Zuweisung im Jahr 2019 um 4% erhöht und wieder wie 2018 eine Sonderzuweisung ausgeschüttet wird.

Der Rechnungsabschluss von 2017 und der Haushaltsplan für 2019 wurden von Bezirksrechner Thomas Nagel vorgestellt und von den Synodalen beschlossen.

Mit Mehrheit von 37 Stimmen sprachen sich die Delegierten für den Erhalt der halben Diakonenstelle in Aidlingen und Döffingen aus. Demgegenüber standen 27 Delegierte, die sich alternativ für die Einrichtung einer 50%-Stelle zur Förderung der Bezirksfrauenarbeit ausgesprochen hatten. 

Für die Leitung des Diakonieladens in Böblingen wurde eine 40%-Stelle im Stellenplan eingerichtet und für die Betriebsseelsorge bei Wegfall der Pfarrstelle eine ganze Diakonenstelle.

Cornelia Reinhardt, die Leiterin der Kirchlichen Verwaltungsstelle Böblingen wies darauf hin, dass die Kirchensteuer auf Dauer nicht weiter sprudeln werde, sondern bald mit Stagnation oder gar Rückgängen zu rechnen sei. Bau- und Reparaturmaßnahmen seien zudem auch in diesem Jahr wieder um 3-5% teurer geworden. Die Hochkonjunkturphase gehe mit 10 Jahren schon ungewöhnlich lange und die Zahl der Kirchenmitglieder sinke stetig.

Ansonsten wurde noch die Überarbeitung der Sollstellenpläne für Pfarramtssekretärinnen und Kirchenpflegen beschlossen, sowie der Vertrauensausschuss des Kirchenbezirks zu Vorbereitung und Durchführung der Wahl der Landessynode am 2.12.2019 gewählt.

Arnd Rehn, Vorsitzender der Bezirkssynode aus Altdorf, dankte um 21:55 für alle geleistete Arbeit im Kirchenbezirk und in den Kirchengemeinden, sowie das Zusammenwirken in der Bewältigung der anstehenden Aufgaben. Dekan Bernd Liebendörfer beschloss um 22 Uhr die Synode mit der Bitte um Gottes Segen.