Projekt Autobahnkirche an der Raststätte

Eine Idee des Stuttgarter Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl wird als ökumenisches Projekt umgesetzt. Im Sindelfinger Wald, direkt an der Raststätte, wird für alle Reisenden ein Ort der Ruhe und Besinnung entstehen - offen für alle, die sich Zeit für ein meditatives Gebet nehmen wollen.
Ein kleiner Trägerkreis hat sich zusammengefunden und wird in den nächsten 4 - 5 Jahren die Kirche realisieren. An dieser Stelle werden wir zeitnah über die neuesten Entwicklungen und Fortschritte berichten.

apps Die Autobahnkirche nimmt Fahrt auf

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Auf neuen Wegen

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Ortsbesichtigung

Sitzung Projektgruppe Autobahnkirche am 08.10.2016 im Konferenzraum der Autobahnraststätte Sindelfingen

Allen anwesenden Teilnehmern der ökumenischen Projektgruppe unter Leitung von Pfarrer Dr. Martin Brändl ging es bei diesem Treffen um einen spürbaren Fortschritt in Richtung Realisation eines bedeutenden ökumenischen Projekts, der Autobahnkirche an der A81. Dabei wurden zuerst die Ergebnisse des Gesprächs der beiden Kirchenleitungen erörtert, welche erfreulicherweise eine Übereinkunft in der grundlegenden Aufgabenverteilung des Projekts erzielt hatten.

Die Planung der Trägerschaft übernimmt die evangelische Seite. Die technische Umsetzung von Ausschreibung und Bauaufsicht wird vom Bauamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart geschultert. Dazu werden zwei Steuerungsgremien gebildet: ein inhaltlicher und ein Bauausschuss. Wichtig natürlich auch die Teilung des anfallenden Abmangels in Planungs- und Bauphase.

Mit diesen klar formulierten Ansätzen sollen folgende Schritte zügig angegangen werden:

  1. Juristische Beratung in Finanzierungsfragen, Strukturierung und Klärung der Eigentümerverhältnisse sowie vereinsrechtliche Fragen
  2. Klärende Gespräche mit möglichen Bauträgern vor Ort
  3. Ggf. Gründung eines Träger- und Fördervereins zur effektiveren Abwicklung des Vorhabens.
  4. Fachliche Beratung bei der gestalterischen Planung des Projekts bis zu einem sog. „mission statement“ bzw. Leitbild: Sind die aufgestellten Anforderungen des Workshops vom Februar 2016 an den (Nutz-) Raum Autobahnkirche und die daraus weiterentwickelten Ansätze eines Konzepts realisierbar oder müssen Abstriche bzw. Korrekturen gemacht werden? Wichtige Fakten im Vorfeld eines Architekturwettbewerbs!
  5. Gestaltung einer Broschüre für PR-Maßnahmen und für Gewinnung von Sponsoren
  6. Einschalten des diözesanen Bauamts und offizielle Auslobung des Architekturwettbewerbs

Die kleine Runde beendete sichtlich zufrieden die Besprechung und geht mit Elan in die nächste Stufe. Gespannt können alle sein auf die kommenden Wochen der Entscheidungen und der Weichenstellung.

Ein Ort der Ruhe und Besinnung inmitten des verkehrstechnischen Chaos. Die Möglichkeit zu einer kurzen, intensiven Gottesbegegnung für abertausende lärmgeprüfte Reisende aller Konfessionen, neue Kraft schöpfen und innere Ruhe gewinnen. Allein diese spirituellen Ziele sind den Planern ein Ansporn, dieses Projekt entschlossen zu entwickeln und voranzutreiben.

Für 01. April 2017 ist ein weiterer Workshop Autobahnkirche anvisiert. Eine Einladung zu diesem Termin, der Interessierte an der weiteren Ausgestaltung mitnehmen will, wird an dieser Stelle im Frühjahr erscheinen.

Online gestellt am 12.10.2016
Text: Peter Then, Wolfgang Hensel
Bilder: Peter Then

Workshop Autobahnkirche

Lokaltermin mit Regierungspräsident Schmalzl (3.v.rechts)

Samstag, den 20.02.2016

Das vom Stuttgarter Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl angeregte ökumenisch getragene Projekt einer Autobahnkirche direkt beim Rasthof Sindelfinger Wald an der A81 Richtung Stuttgarter Kreuz wurde an diesem Samstag in Form eines Workshops erörtert. Eingeladen waren alle interessierten Mitglieder der angrenzenden Kirchengemeinden, Kirchenbezirke und Vertreter des Bistums Rottenburg und der Evang. Landeskirche.

Nach dem Lokaltermin an der Raststätte, zu dem auch Regierungspräsident Schmalzl gekommen war, hielt Professor Michael Ebertz von der Katholischen Hochschule Freiburg einen fundierten Vortrag über die Anforderungen einer Kirche an Autobahnen. Grundlage bildete eine Studie an seiner Hochschule zum selben Thema.

Professor Michael Ebertz

Ein Rastplatz für die Seele

Gleich vorweg gesagt: Die empirisch erhobenen Daten durch Befragungen vor Ort an den bestehenden Kapellen sowie die überzeugend vorgetragenen Schlüsse hinsichtlich der Gestaltung des neuen Gebäudes gaben den über 20 Teilnehmern neue, wichtige Blickwinkel. Ebertz‘ Argumentation lief konträr zur Vorstellung eines „Gotteshauses für alle“ und favorisierte eindeutig die Konzentration auf wenige, primäre Zielgruppen. Nur so erhalte die Kirche ein gefestigtes, in sich harmonisches Gesicht, einen eindeutigen Charakter – selbstverständlich mit einem „Willkommen“ an alle kirchlich verbundenen Menschen. Niemand solle ausgeschlossen werden.

Wir wünschen uns einen Rastplatz für die Seele, einen spirituellen Ort inmitten von Lärm und Hektik einer unglaublich stark frequentierten Autorennbahn des 21. Jahrhunderts. Wir wünschen uns einen Ort, der alle Besucher mit seinem Charisma zu Ruhe und Besinnung einlädt, der ihnen dient als Zuflucht für ein kurzes Gebet und für religiöse, konfessionsübergreifende geistige Anregungen.

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Oben: Brainstorming / Unten: Erste Ergebnisse

Der Workshop wird konkret

Nach dem Mittagessen ging es für die Teilnehmer an die Arbeit. Es wurden vier Gruppen gebildet, in denen via Brainstorming zu fünf wesentlichen Planungspunkten möglichst viele Impulse und Ideen gesammelt wurden: Angebot und Inhalt der Kirche, Betreiberfrage, Zielgruppenanalyse, Raumgestaltung und Sponsoring. Das Projektteam wird die Ergebnisse in einer nachfolgenden Teamsitzung auswerten.

Wie geht es weiter?

Es wird mit einer Zeitspanne von 4 - 5 Jahren ab heute gerechnet bis zur Fertigstellung der Autobahnkirche. Das Projektteam wird seine Zusammensetzung überprüfen und sich mit weiteren Entscheidungsträgern verstärken. Ein Trägerverein wird gegründet und statistische Daten zum Verkehrsknotenpunkt Sindelfinger Wald gesammelt. Die Sponsorensuche wird intensiviert und der immens wichtige Erfahrungsaustausch mit den aktiven Betreibern deutscher Autobahnkapellen gesucht. Der nächste Workshop findet im Oktober 2016 statt.

Online gestellt am 23.02.2016
Text: Peter Then, Wolfgang Hensel
Fotos: Peter Then

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