Wo stehen wir mit dem Prozess Kirche am Ort?

Wenn man den diözesanen Vorgaben folgt, dann ist schon bald Halbzeit im Prozess ‚Kirche am Ort. Kirche an vielen Orten‘ gestalten. Wo stehen wir da bei uns im Dekanat? Und was hat sich bis jetzt getan? Stichwortartig ein paar Eindrücke.

WO STEHEN WIR?
Alle Gemeinden und Seelsorgeeinheiten haben sich auf den Weg gemacht. Die Fragen „Wo stehen wir heute? Und wie können wir in Zukunft Kirche sein?“ sind auf dem Tisch – unabhängig davon, ob es nun den Titel „Kirche am Ort“ trägt oder nicht. Die vielen Impulse und Handreichungen zu dem Prozess werden als eine Orientierungshilfe wahrgenommen für die eigenen Fragen und Antwortversuche.

ABENDE ZU DEN HALTUNGEN
Ein wichtiger Impuls ist, sich mit den eigenen Haltungen zu beschäftigen. Bei uns im Dekanat hat Beate Lambart dazu vier Abende in der Fastenzeit gestaltet – sehr gelungen, sehr intensiv, sehr anregend! Wer noch Interesse hat, am letzten Abend am Mittwoch 29.3. zum Thema „Erwarten“ teilzunehmen, ist herzlich eingeladen (kurze Anmeldung bitte in der Dekanatsgeschäftsstelle).

WANDLUNGSTAGUNGEN
Die hauptamtlichen pastoralen MitarbeiterInnen der Seelsorgeeinheiten nehmen (jeweils als gesamtes Team) in der ersten Jahreshälfte an den sog. Wandlungstagungen teil. Diese in unserer Diözese nun schon zum zweiten Mal stattfindende verbindliche Fortbildung will inspirierende Impulse für den Prozess geben und auch konkrete Methodenbausteine vermitteln für die Arbeit vor Ort.

BESUCHE DURCH DIE DEKANATSLEITUNG
Die Voraussetzungen und Entwicklungen sind in jeder Seelsorgeeinheit sehr unterschiedlich. Um die bisherigen Schritte, Fragen und konkreten Zukunftsplanungen gut miteinander auszutauschen, werden in der ersten Jahreshälfte 2017 jeweils zwei Mitglieder der Dekanatsleitung die Pastoralteams (ergänzt durch Vertreter der Prozessteams) besuchen. Dabei sollen auch genauere Absprachen hinsichtlich der Pastoral- und Pfarramtsvisitation getroffen werden.

DEKANATSFORUM AM 18. NOVEMBER 2017 – Save the Date!
Schon jetzt beginnen die Planungen für das große Dekanatsforum am Samstag 18. November 2017 in und rund um St. Bonifatius, Böblingen. Solche Foren haben eine lange und gute Tradition bei uns im Dekanat. Wir wollen uns an dem Tag schwerpunktmäßig den Erfahrungen und Fragen zum Prozess „Kirche am Ort. Kirche an vielen Orten gestalten“ widmen und dabei auch neue, richtungsweisende Impulse gewinnen. Das Prozessteam des Dekanats bündelt Ideen dazu und ist verantwortlich für die Vorbereitung.

www.kirche-am-ort.de
Stöbern Sie doch einfach mal in der diözesanen Homepage zum Prozess “Kirche am Ort. Kirche an vielen Orten gestalten“! Eine wirkliche Fundgrube mit aktuellen Erfahrungsberichten, inhaltlichen Ideen, Methodenbausteinen, Materialangeboten (auch zum Bestellen). Auch die Hinweise zur neuen biblischen Aktion „Apostelgeschichte 50 + 1“ finden sich auf der Seite. Lesens- und ausprobierenswert!

WIR UNTERSTÜTZEN SIE GERNE!
Last not least: Das Dekanat begleitet Sie gerne bei Ihren individuellen Schritten in den Seelsorgeeinheiten vor Ort! Nehmen Sie bei Fragen, Unterstützungsanliegen, Wünschen… einfach Kontakt auf mit Annegret Hiekisch, der zuständigen Dekanatsreferentin für den Prozess ‚KiamO (Annegret.Hiekischdontospamme@gowaway.kirchebb.de)

Online gestellt am 23.03.2017
Text: Annegret Hiekisch
Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart

Jugendarbeit im Fokus

Bericht zur Prozessteamsitzung Kirche am Ort
Jugendarbeit im Fokus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Am 25. Januar 2017 traf sich das Prozessteam des Dekanats zu seiner ersten Besprechungsrunde im neuen Jahr.  Nach einem meditativen Impuls ging es in einer aktuellen Runde um die Dinge, die die Teilnehmer persönlich und beruflich im Augenblick am meisten beschäftigt. Wieder einmal zeigte es sich, wie wohltuend es sein kann, sich über Sorgen und Nöte, aber auch Erfolge und Positives auszutauschen.

Als inhaltlicher Schwerpunkt berichtete Dekanatsjugendseelsorgerin Anita Heumos über die Resultate und aufgestellten Forderungen aus den Gesprächsforen des letzten Jugendforums am 1. Juni 2016 in Untermarchtal, deren Workshops mit knapp 120 jugendlichen TeilnehmerInnen (davon 50% Hauptamtliche) zum Teil eher mäßig besucht waren. Allerdings wurden bei diesen Workshops mit den diözesanen Hauptabteilungsleitern vorrangig die Themen diskutiert, die zuvor schon von Jugendforum-Veranstaltungen aus der ganzen Diözese rückgemeldet wurden. Insgesamt waren also letztlich über 2000 Jugendliche am Gesprächsprozess beteiligt. Wichtige Themen waren u.a.:

  • Jugend und Schule
  • Bedeutung und Gestaltung der Liturgie
  • Personal in der Jugendarbeit
  • Zukunft der Jugendarbeit

In allen Foren herrschte der Tenor, dass die Angebote der Kirche immer weniger bei den Menschen ankommen - vor allem bei den Jugendlichen. Grund dafür ist u.a. ein zurückgehendes Vertrauen in die seelsorgerischen und lebenshelfenden Dienstleistungen der Kirche, auch im Blick auf die Person des (leitenden) Pfarrers. Junge Menschen suchen sich zwar gerne Leitfiguren, mit denen sie sich identifizieren können. Dazu gehören aber offensichtlich immer weniger Priester. Keine gute Entwicklung, denn Vertrauen ist ein wichtiger Bestandteil der Seelsorge. Die Teilnehmer diskutierten daraufhin auch Konsequenzen für die Pastoral im Dekanat Böblingen und für den Prozess ‚Kirche am Ort. Kirche an vielen Orten gestalten‘. Noch mehr Fakten und Inhalte zum Jugendforum finden Sie auf dieser Webseite und im diözesanen Bericht.

In seiner nächsten Sitzung am 29. März wird das Prozessteam – auch auf der Grundlage der diskutierten Erkenntnisse aus dem Jugendforums – in die Planung des Dekanatsforums „Kirche am Ort“ am 18.11.2017 in Böblingen einsteigen.

Text: Peter Then, Annegret Hiekisch
Bild: Stefanie Hofschläger / pixelio.de

Angst! Welche Angst?

Dekanatsforum mit Prof. Ortwin Renn über Angst, Ängste und Lebensperspektiven
Sindelfingen, 14.11.2016
„Eine wirkliche Sternstunde fürs Dekanat“, „selten habe ich so intensive drei Stunden erlebt“, „ich bin froh und dankbar, dass ich diesen Abend miterlebt habe“: So lauteten drei Stimmen von Teilnehmern, die nach dem Dekanatsforum in der Aula des Goldberg-Gymnasiums inspiriert und vielfach angeregt nach Hause gingen. Sorgfältig geplant und durchgeführt vom Prozessteam des Dekanats unter Leitung von Dekanatsreferentin Annegret Hiekisch waren rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Goldberg gekommen, um einen wirklich außergewöhnlichen Abend zu erleben.

Nachdem zunächst in drei kurzen Impulsen verschiedene Formen von Angst eingespielt wurden, war der erste Teil des Abends bestimmt von einem so souverän wie überzeugend vorgetragenen Referat von Professor Ortwin Renn (Risiko- und Nachhaltigkeitsforscher, Potsdam). Der stellte die Grundideen und den roten Faden seines Buches: ‚Das Risikoparadox: Warum wir uns vor dem Falschen fürchten‘ (TB 2014) vor und entwickelte anhand plausibler Beispiele Thesen, dass die Angst für das Leben und Überleben des Menschen wichtig ist, dass wir aber teilweise durch Medien, Unüberlegtheit oder auch Gewohnheiten ‚falsche‘ Ängste als leitende Imperative für unser Handeln in den Vordergrund schieben. Menschen (und auch Institutionen), die sich primär von ihrer Angst leiten lassen, „bleiben gefangen in einer Statik, die neue Entwicklung verhindert“, so Renn. Er schloss seinen Vortrag mit einem bewegenden Plädoyer für Vertrauen und Zutrauen als Grunddimensionen des (Zusammen-)Lebens.

Nach einer kurzen Pause wurden dann in einer Podiumsdiskussion unter der kompetenten wie einfühlsamen Moderation von Bärbel Deifel-Vogelmann (Leiterin Kommunikation, Caritas drs) drei Menschen vorgestellt, die in ihren jeweiligen Bereichen mit unterschiedlichsten Ängsten zu tun haben:

Gisela Blattert (Ruf und Rat, Stuttgart) begegnet sowohl in der persönlichen Beratung als auch in der anonymen Telefonseelsorge Menschen, die durch Ängste an der Entfaltung und Gestaltung ihrer Beziehungen ge- oder behindert werden. „Ich treffe so viele Menschen, die das innere Vertrauen ‚ich bin im Kern gut, so wie ich bin‘ verloren haben.“ Diesen Menschen Mut zu machen, Ängste wahr- und anzunehmen – gerade auch durch begleitete Schritte hinein in Räume, vor denen uns ängstigt – können wichtige neue Lebens-Möglichkeiten entdecken helfen.
Diakon Klaus-Dieter Pape (Klinikseelsorge in der Psychiatrie Tübingen) erzählte von Menschen, die – oft aufgrund von Traumata – von so existentiellen Ängsten besessen sind, dass sie unfähig sind, überhaupt noch selbstständig weiter zu leben. Diesen als Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und ihnen durch Wahrgenommen-Werden und Ansehen der Person ihre Würde (wieder) zu geben, gehörte zu einer der zentralen Aussagen. „Ich komme nicht mit einer Methode. Ich komme einfach als Mensch“ – so ein einprägsamer Satz von Pape.
Den bewegenden Abschluss dieser Runde bildete das Gespräch mit HBM Rainer Just (Abteilungskommandant der Freiwilligen Feuerwehr Sindelfingen). Dieser berichtete nicht nur von der großen Herausforderung, die darin bestehe, Menschen mit Ängsten in höchster Not zu begegnen und damit auch übermenschlichen Erwartungen ausgesetzt zu sein, alles zum Guten wenden zu können. Vielmehr beeindruckte Rainer Just auch dadurch, dass er sehr persönlich von eigenen Ängsten bei ihm und seinen Kollegen erzählte, die immer wieder neu in existentielle Extremsituationen hineingeraten und diese auch psychisch und sozial verarbeiten müssten. Hierbei sei der offene Austausch und das Vertrauen zueinander unabdingbar, sich gerade da auch schwach und fehlerhaft zeigen zu können. Dies würde Möglichkeiten öffnen, das eigene Leben mit Vertrauen gestalten zu können.

Einig waren sich alle Podiumsteilnehmer, deren Berichte von Ortwin Renn abschließend aufgenommen und als berührende Zeugnisse gewichtet wurden, dass Ängste einerseits unbedingt zum menschlichen Leben dazugehören. Dass anderseits das Verdrängen von Ängsten nicht nur zur Verhärtung des eigenen Lebens führt, sondern anderseits entscheidende heilsame neue Perspektiven überhaupt nicht wahrgenommen werden können, wenn wir uns vorschnell von ‚falschen Ängsten‘ leiten lassen. Der grundlegende Faden, der sich durch alle Berichte der Podiumsteilnehmer gezogen habe und der Menschen helfe, durch ihre Angst hindurchzugehen, sei die ermutigende Zusage anderer Menschen: „Ich bin da für dich!“.

Dr. Dirk Steinfort, Mitglied des Prozessteams und Leiter der keb im Dekanat Böblingen, dankte abschließend den Podiumsteilnehmern und der Moderatorin für diese wirkliche Sternstunde, die den Besucherinnen und Besuchern „Sätze so erfrischend wie klares Wasser“ und bewegende Momente geschenkt habe. Besonders bedankt und mit einem Buchgeschenk bedacht wurde dabei nochmals Ortwin Renn, dessen empfehlenswertes Buch der Ausgangspunkt beim Entstehen dieses Abends gewesen ist, der vielen Menschen sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Online gestellt am 18.11.2016
Text: Annegret Hiekisch, Dirk Steinfort
Bilder: Dirk Steinfort

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apps Gedanken zum Thema Angst

Prozessteam Kirche am Ort
20.07.2016. Böblingen / Caritas Besprechungsraum

Auf Grund der aktuellen, besorgniserregenden Entwicklung in der öffentlichen Sicherheit in Deutschland, ging das Prozessteam auf Wunsch von Professor Ortwin Renn noch einmal das Thema des geplanten Vortrags am 14. November 2016 an. Der zuerst geplante Untertitel "Warum wir Risiken brauchen" könnte bei den Menschen Irritationen hervorrufen und der Eindruck von Zynismus entstehen. Das geht gar nicht.

Die Risiken eines Terroranschlags braucht niemand! Das Team teilt die Befürchtung von Professor Renn und hat sich zu einer Umbennnung entschlossen. So wird die Veranstaltung folgendermaßen thematisiert:

Angst! Welche Angst?
Kein Leben ohne Risiko

Wir finden, dass damit eine adäquate Brücke geschlagen wird zu einem Naturgesetz, das so alt ist wie die Menschheit. Leben auf diesem wunderbaren Planeten ist beständig mit Risiken verbunden und wir können sie zwar minimieren, aber niemals ausschließen. Klimakatastrophen, unheilbare Krankheiten,  Unfallgefahren, Kriege, Kriminalität - all das schürt unsere Ängste, ob wir wollen oder nicht. Bedauerlicherweise hat der Mensch selbst einen ganz erheblichen Anteil an diesen Gefahren. Er verursacht sie sogar. Seine Geschichte und die jüngsten Entwicklungen beweisen es. Professor Renn hat zur Terrorangst im Gemeindebrief Weil im Schönbuch einen fundierten Artikel veröffentlicht, den wir Ihnen gerne mit diesem PDF zur Verfügung stellen.

Recht bald waren mit dieser Diskussion die geplanten zwei Stunden Arbeit vorbei. Weitere Themen wurden dennoch gestreift, wie Flugfeld-Projekt, das Dekanatshaus, Entwicklung KiamO im Dekanat und in den Gemeinden sowie ein kurzer Abriss über den Stand einer geplanten, neuen Dekanats-Zeitschrift. Nächster Termin Prozessteam ist der 05. Oktober 2016.

Online Gestellt: 26.07.2016
Text: Peter Then

Wider die Angst

Das vierte Treffen des Prozessteams
Böblingen, 01. Juni 2016

Im vierten Treffen stand die Namensfindung des Zukunftsforums mit dem Risiko- und Zukunftsforscher Professor Dr. Ortwin Renn im Vordergrund. Sie soll am 14.11.2016 in Böblingen stattfinden, sich mit Angst und Vertrauen auseinandersetzen - siehe auch untenstehender Bericht vom 27. April 2016.

Nach dem impulsgebenden Einstieg der Teilnehmer über die ganz persönlichen Deutungen der Gegensätze Realist/Visionär, Theoretiker/Praktiker und Angst/Vertrauen wurde lange über den Aufhänger (Titel) des geplanten Forums diskutiert.

Heraus kam eine für alle sehr zufriedenstellende Lösung und unter diesem "Mantel" wird Professor Renn den Abend gestalten:

Angst! Welche Angst?
Warum wir Risiken brauchen.

Damit ist alles gesagt, Neugier geweckt ohne irreführende Vorstellungen zu formulieren. Und schon war die Zeit verronnen, die Sitzung vorbei. Die unerledigten Tagespunkte holen wir nach. Nächstes Treffen ist am 20. Juli 2016.

Online gestellt am 07.06.2016
Text: Peter Then
Bild: Annegret Hiekisch

Visions- und Zukunftsforum im Herbst geplant

Lebhafte Diskussionen beim 3. Treffen des Prozessteams
am 27. April 2016

Nach dem Rückblick auf das letzte Treffen mit dem aktuellen Stand des Projektes "Kirche am Ort auf dem Flugfeld" sowie den Themen "Dekanewahl" und Aktionen bei den Fachdiensten ging es flugs zum Schwerpunkt des Nachmittags, der Planung eines Forums mit Prof. Ortwin Renn, einem renommierten Risiko- und Zukunftsforscher.

Die Veranstaltung ist für den 14.11.2016 geplant und von Professor Renn bereits zugesagt worden. Renn soll seiner Profession folgen und vor den Teilnehmern über das große Feld unserer alltäglichen Ängste sprechen, die tief in uns Menschen verankert sind und wesentlich unserer Denken und Handeln beeinflussen. Was sind unsere Ängste? Sind sie berechtigt? Wie kann der Einzelne ihnen begegnen und ihnen ihr Gewicht nehmen? Angst hat in Deutschland Tradition, aber sind wir deswegen ein Volk von Angsthasen?

Die Runde beschäftigte sich intensiv mit organisatorischen Fragen zu dieser immens spannenden Veranstaltung, zu der wir eine stattliche Teilnehmerzahl erwarten. Das Grundthema bzw. Motto steht noch nicht fest. Gibt es neben einer Fragerunde auch eine Diskussionsrunde mit weiteren bekannten Persönlichkeiten? Oder sollen die Worte des Professors ohne Meinungsbildner wirken? Welche Örtlichkeit wählen wir? Die Aula des Goldberg Gymnasiums oder eine städtische Halle - wir recherchieren - zu Werbung und PR gab es ebenfalls erste Überlegungen. Wir berichten natürlich weiter über das Projekt. Versprochen!

Nächster Termin des Prozessteams ist am Mittwoch, den 1. Juni 2016.

Online gestellt am 04.05.2016
Text: Peter Then
Bild: Peter Then

Prozessteam KiamO bei der Arbeit

Zweites Treffen des Prozessteams 2016 mit ersten konkreten Ansätzen am 16. März 2016 bei der Caritas Böblingen - ein kurzes Resümee

Zum Einstieg suchten wir einen Impuls aus den Leitgedanken von Kirche am Ort. Das Verb "Lassen" wurde in den Raum gestellt und die unterschiedlichsten, verwandten Begriffe reflektiert. Das Loslassen zum Beispiel steht für Offenheit, Beweglichkeit und Lebensnähe. Auch Befreiung. Letztendlich müssen sich auch die Kirchengemeinden diesem wichtigen Prozessabschnitt stellen und sollten sich von alten Strukturen verabschieden.

Johannes Sipple von der Caritas stellte im zweiten Tagesordnungspunkt ein ganz konkretes Projekt vor: Kirche am Ort auf dem Flugfeld Böblingen. Dieser neue Böblinger Stadtteil läuft Gefahr, zu einer Trabantenstadt zu mutieren - ohne gesellschaftliches und kulturelles Leben. Es fehlt an Begegnungsstätten für Jung und Alt. Ziel ist es nun für die katholische Kirche und die Caritas, die Gemeinwesenarbeit in diesen Stadtteil zu tragen, so dass die Bewohner künftig vor Ort miteinander Veranstaltungen organisieren und genießen können. Dazu wird ein Begegnungsraum geschaffen und mit einem/einer GemeinwesenmitarbeiterIn inklusive Büro ausgestattet. Dieses kleine "Gemeindezentrum" soll 2016 beginnend spätestens in fünf Jahren angemietet und eingerichtet sein. Wir werden an dieser Stelle weiter darüber berichten.

Annegret Hiekisch berichtete über die bisherigen Schritte zu KiamO in den Kirchengemeinden und Seelsorgeeinheiten des Dekanats. Sabina Schneider ging in aller Kürze auf die letzte Sitzung des Geschäftsführenden Ausschusses des Dekanatsrats vom 11. März 2016 ein. Und dann waren die angesetzten zwei Stunden schon vergangen. Das nächstes Treffen Prozessteam KiamO findet am 27. April 2016 statt.

Online gestellt am 29.03.2016
Text: Peter Then
Bild: Annegret Hiekisch

Klausur der Kirchengemeinden in Herrenberg

Vertreter aus fünf Kirchengemeinden

Am 27.2.2016 fand im Martinszentrum der katholischen Gemeinde Herrenberg eine gemeinsame Klausur der Seelsorgeeinheit "Gäu" statt.

So aufgewärmt nach einem gemeinsamen Lied, fröhlich und locker begannen die Teilnehmer aus fünf Kirchengemeinden ihre Klausur. Sie stand ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens und des Prozesses Kirche am Ort im Dekanat Böblingen.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gingen die Teilnehmer unter kundiger Leitung der Moderatorin Frau Hiekisch aus dem Dekanat daran, sich ihre “Schätze” zu zeigen. Nicht aus Gold und Edelsteinen, nein, Schätze, die die Besonderheiten und das Liebenswürdige der Gemeinden anhand von Gegenständen kennzeichnen sollten. Originelle Symbole wie Tücher, Kelche und Hefezopf standen für Harmonie und Gemeinschaft, das Feiern, die Vielfalt der Gruppierungen und Aktivitäten, die Freude an der Liturgie, dem Glauben oder einfach die Heimat – alles Erstrebenswerte, das die Mitglieder in ihren Gemeinden finden und an ihnen mögen.
Aber auch Anarchie und Streitlust stand auf dem Programm. Die Moderatorin ermunterte die Teilnehmer, sich dann auch die Schätze der eigenen Persönlichkeit, der jeweils Anderen aber auch der Institution Kirche ins Bewusstsein zu rufen. Für alles wurden Beispiele genannt, Sinnbilder für die bunte Vielfalt und Originalität aller Mitglieder der Seelsorgeeinheit, die erst einmal ins Bewusstsein gelangen müssen.

Die Schätze des Miteinanders:
●  GA (in Vakanz alle 2 Monate): Erfahrungsaustausch, Meinungsbildung auf Augenhöhe
●  Alle 2 Jahre gibt es eine gemeinsame KGR-Klausurtagung
●  Jährlich: Emmausgang und SE-Gottesdienst

Die drei Schätze jeder (Kirchen-/muttersprachlichen) Gemeinde:
Herrenberg:
Bunte Vielfalt und Musik mit ca. 100 Ministranten
Kuppingen: Eucharistie-Spiritualität (Kelch), Ehrenamtliche (Neue dazugewinnen), Feste
Gäu: Wort-Gottes-Feiern + Leiter/innen (Bibel), GäuGodi (verstreute KG‘ wird erfahrbar), leichte „Anarchie“ (KG als Trägerin der Pastoral)
Italiener: Botschaft der Bibel, Herz, Haus/Heimat
Kroaten: Gottesdienst, Gemeinschaft, kath. Glauben weitergeben

Nach einer gemütlichen Kaffeepause wurde es dann konkreter. Drei Arbeitsgruppen aus Teilnehmern verschiedener Gemeinden machten sich Gedanken zu Reformen in den Bereichen Liturgie, Verkündigung und Soziales. Die Ergebnisse wurden dann dem Plenum vorgestellt. Einiges daraus ist “Rohstoff” auf dem Weg hin zu einer Seelsorgeeinheit mit einheitlichen Zielen und einheitlicher Prägung. Ein Abschlussgottesdienst in St. Josef / Herrenberg bildete den stimmungsvollen Schluss der Veranstaltung.

Online gestellt am 22.03.2016
Text: Christiane Beck-Schmidt / Klaus Ensinger
Fotos: Annegret Hiekisch

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Mit neuem Schwung ins Neue Jahr

Das Prozessteam KiamO mit neuer Besetzung
Erstes Treffen am Mittwoch, den 13. Januar 2016

Kirche am Ort - Kirche an vielen Orten gestalten! Genau das ist das Ziel der neu formierten Projektgruppe im Dekanat Böblingen. Und um dieses Ziel möglichst ohne Umwege zu erreichen, traf sich am 13. Januar das neue Prozessteam zu einer ersten Bestandsaufnahme und Orientierung.

Zuerst einmal galt es, sich gegenseitig kennenzulernen, die unterschiedlichen Charaktere und Erfahrungen auszutauschen und damit Vertrauen untereinander aufzubauen. Das gelang in vielerlei Hinsicht. Frau Hiekisch führte mit viel Einfühlungsvermögen durch den Abend, so dass die Gruppe sehr bald schon konkret wurde und nach einem Rückblick auf die letzte Sitzung die neu gesteckten Aufgaben anging.

Worauf richten wir den Fokus und womit beginnt das Prozessteam? Es gilt, Vorschläge für Gemeinden und Einrichtungen zu erarbeiten, die im Sinne des Prozesses KiamO den Menschen in den Gemeinden Kirche näher bringen. Wie kann sich hier die Kirche neu positionieren?

Die Antwort ist naheliegend. Es ist heute mehr denn je notwendig, die Lebenswirklichkeiten und die Stimmungen der Menschen wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Weg von der Sprachlosigkeit und mit konkreten Angeboten auf die Menschen zuzugehen, sie hervorzulocken aus der alltäglichen Gleichgültigkeit und neugierig zu machen auf "ihre" Kirche, die in der Lage ist, aktuelle Probleme anzugreifen.

Und auf einmal war das Team mittendrin in der Diskussion nach geeigneten Aktionen und Projekten. Erste Stichpunkte fielen und wurden notiert, um beim nächsten Mal vertieft und ergänzt zu werden. Als übergreifende Themen standen sofort im Raum die Flüchtlingsproblematik, aber auch weitergefasst Bedürftige sowie die Jugendarbeit. Wichtig bei alldem die Grundfrage: Was treibt uns positiv an? Was können und wollen wir aus innerem Antrieb heraus TUN? Aber auch: Wie können wir manches auch gut LASSEN, um offen zu bleiben für Neues? Weiter geht's am 16. März an gleicher Stelle in den Räumen der Caritas Böblingen.

Mehr über das Projekt "Kirche am Ort" finden Sie auch auf der Sonder-Website der Diözese Rottenburg: www.kirche-am-ort.de

Das Team (Bild oben von links nach rechts): Peter Then (Öffentlichkeitsarbeit), Johannes Sipple (Caritas), Macra Joha (Fachdienst Kirche und Schule), Annegret Hiekisch (Dekanatsreferentin und Leitung Prozessteam), Damian Bednarek (Stellv. Komm. Dekan), Anita Heumos (Dekanatsjugendseelsorgerin), Sabina Schneider (2. Vorsitzende des Dekanrats), Dirk Steinfort (keb), Andrea Tanneberger (Diözesanrätin) sowie - nicht im Bild - Beate Bartolomä (Mitglied des GA).

Online gestellt am 22.01.2016
Text: Peter Then, Annegret Hiekisch
Fotos: Peter Then

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