Sinnvoll - Kirchenführung leicht gemacht

Ein Fortbildungsnachmittag für Haupt- und Ehrenamtliche

Eine Frau liegt auf einer Decke im Chorraum der Kirche St. Bonifatius in Böblingen. Zuerst sind ihre Augen geschlossen. Sie lauscht den Ansagen Michael Friedmanns von der Fachstelle Kirche+Bildung+Schule in Ludwigsburg, die sie gedanklich durch den Raum führen. Als Friedmann dazu einlädt nun die Augen zu öffnen und aus dieser neuen, ungewohnten Perspektive den Kirchenraum wahrzunehmen ist ein Erstaunen in ihrem Gesicht zu sehen. So hat sie das Mosaikbild noch nie geschaut.

Mit verbundenen Augen werden 3 Frauen und Männer von ihren Kolleginnen durch die Kirche geführt. Wohin der Weg geht ist ihnen noch unbekannt. Irgendetwas werden sie gleich fühlen. Soviel wurde durch die vorher gezogene Sinneskarte schon angedeutet. Nun werden die drei gebeten die Hände auszustrecken. Macra Joha, Referentin für Kirche und Schule in Böblingen, gießt aus einem Krug Wasser über die Hände. Ein freudiges Lächeln erscheint auf den Gesichtern. Niemand hat damit gerechtet, dass das Taufbecken und die Erklärungen zur Taufe so überraschend erfrischend sein können.

Diese praktischen Übungen waren Teil eines Fortbildungsnachmittages der von den Referenten, Macra Joha aus dem Dekanat Böblingen und Michael Friedmann vom Dekanat Ludwigsburg, sowohl in St. Bonifatius in Böblingen als auch in St. Johann in Ludwigsburg angeboten wurde. Im Lauf des Nachmittags stellten alle fest, dass sich Kirche natürlich auch riechen und schmecken, einfach mit allen Sinnen erleben lässt. Und beim bewussten Sehen gingen alle los um mit Detailaufnahmen der Kirche mal ganz genau hinzuschauen.

Alle Übungen zur Kirchenraumerkundung waren so ausgelegt, dass das eigene Tun und Erleben im Vordergrund stand. Zum Einsatz wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Nachmittags diese neuen Erkenntnisse nämlich vor allem bei Kindern und Jugendlichen bringen. Damit ihnen dies gut gelingen wird gab es im zweiten Teil der Veranstaltung viele theoretische Hilfestellungen und einen Ordner gefüllt mit Anleitungen und methodischen Tipps.

Ausgerüstet mit neuen Ideen und der Zusage, dass es im nächsten Jahr sicher eine Fortsetzung der Veranstaltung geben wird konnten die Frauen und Männer am Ende der Fortbildung zurück in ihre Kirchengemeinden oder Schulklassen gehen.

Fotos: Michael Friedman
Text: Macra Joha

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(ak)