Heute schon die Welt verändert?

Weil der Stadt / Kirche St. Peter und Paul
am 04. März 2018

Dieses Plakat stand im Mittelpunkt des Gemeindegottesdienstes der Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Weil der Stadt. Die einzelnen Puzzleteile waren im Voraus von Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse der Heinrich-Steinhöwel-Schule und der 7. Klasse der Realschule erarbeitet worden. Weitere Puzzleteile haben Frauen und Männer des Weil der Städters Eine Welt Ladens gestaltet.

Anlass für diesen gemeinsamen Gottesdienst war der Aufruf des Hilfswerkes „Heute schon die Welt verändert“. Welchen Teil können wir zu mehr Lebensqualität in unserem eigenen Lebensumfeld, auf lokaler, regionaler aber auch auf globaler Ebene beitragen?

Die Schulklassen beschäftigten sich im Religionsunterricht, ausgehend vom Thema der diesjährigen Sternsingeraktion, mit dem Problem der Kinderarbeit. Sie haben sich informiert über das Leben von teppichknüpfenden Mädchen in Indien und haben erfahren, dass es Kinder in Afrika gibt, die harte  und gefährliche Arbeiten auf Kakaoplantagen erledigen – aber selber noch nie ein Stück Schokolade gegessen haben. Sie lernten die Lebensumstände von Kindern aus Mosambik kennen, die den Lebensunterhalt ihrer Familie durch das Sammeln von Müll unterstützen, und hörten von indischen Kindern, die noch nie in einer Schule waren, sondern täglich in einem Steinbruch für einen Hungerlohn schuften.

Was hat das mit mir zu tun? Wie kann ich helfen? Ihre Bitten und Wünsche für die Kinder haben die Schülerinnen und Schüler auf vielen Puzzleteilen geschrieben und gemalt.

Aber nicht nur Kindern geht es schlecht. Die Ehrenamtlichen des Eine Welt Ladens haben drei der von ihnen unterstützten  Projekte vorgestellt. Im Shanti Ashram in Indien werden Frauen und Mädchen durch Ausbildung und Mikrokredite dabei unterstützt ihre Talente zu entdecken und ihr Leben selber in die Hand zu nehmen. Sie berichteten von Kaffeebauern aus Norandino im Norden Perus, die durch den Fairen Handel inzwischen so viel Ertrag erzielen, dass sie Ihre Kinder zur Schule schicken können. Auch in Pitseng in Lesotho im südlichen Afrika können Kinder lernen und leben, weil die Initiative Ihrer Lehrerinnen durch Spendengelder unterstützt wird. Die Anliegen dieser und aller notleidenden Menschen wurden im Fürbittgebet vor Gott getragen. Der Jugendchor der Kirchengemeinde hat mit seinen Liedern dazu beigetragen, dass der Gottesdienst trotz der schweren Themen als ein Fest der Auferstehung gefeiert werden konnte.

Das Symbol des Puzzles hat auf klare und einfache Weise aufgezeigt: Puzzleteile werden nur gemeinsam zu einem großen Ganzen. Globale Probleme können nur gemeinsam gelöst werden

Online gestellt am 06.04.2018
Text + Bilder: Macra Joha

Das Recht am eigenen Bild!
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Dekanatsbeauftragte für Kirche und Schule

In den letzten fünf Jahren hat sich Schule rasant und in großem Maße verändert - vor allem auch bedingt durch den zunehmenden Ausbau der Schule zur Ganztagesschule. Für viele Kinder und Jugendliche wird Schule immer mehr zum Lebensraum, der die Woche von Montag bis Freitag prägt. Als Kirche sind wir in besonderer Weise gefordert, diesen Lebensraum mit zu gestalten ..."
(aus der Konzeption 'Kirche und Schule' der Diözese Rottenburg-Stuttgart)

Das Aufgabenfeld (Projekt für 2012-2015 - 25%-Stelle), das Macra Joha übertragen wurde, ist weitläufig und umfasst neben

  • Information und Beratung von Kirchengemeinden und Schulen auch die
  • Unterstützung und Begleitung von bereits bestehender bzw. sich anbahnender Kooperationen zwischen kirchlichen Einrichtungen und Schulen.

Im Rahmen der Möglichkeiten ist geplant, auch das ein oder andere Projekt zu initiieren und eine Begleitung bzw. Qualifizierung von Ehren- und Hauptamtlichen im Bereich Schule und Kirche anzubieten.

Erste Projekte sind inzwischen angelaufen und sind hier exemplarisch zu finden:

Möge der Weg sich vor Dir öffnen

Die Katholische Kirchengemeinde St. Maria auf dem Goldberg in Sindelfingen zählt zu ihren direkten Nachbarn einen Kindergarten und verschiedene Schulformen. Inzwischen ist es gute Tradtion geworden, dass "Kirche" dort präsent ist im Schulalltag.

Was genau wie dort wann konkret abläuft - ein kurzer Bericht :

Mit dem Pilgerrucksack unterwegs

Pilgern auf dem Martinusweg ist inzwischen allen bekannt, doch dass das auch als Klasse funktionieren und Spaß haben kann, hat jetzt das Projekt "Pilgerrucksack" bewiesen. Der Gäubote war dabei und live und in Farbe darüber berichtet. Wer sich für den Artikel und einen kleinen Bericht interessiert, einfach hier klicken.

Wer sich mit seiner Klasse auch mal auf den Weg machen möchte, fiindet hier alle notwendigen Informationen und kann sofort mit diesem Link eine Mail schicken.

Familienpilgern auf dem Martinusweg

An verschiedenen Terminen im Jahr bieten die Familienbeauftrage, Angela Knupfer und die Referentin für Kirche und Schule, Macra Joha, die Möglichkeit des Familienpilgerns auf dem Martinusweg an.

Herzliche Einladung unter Veranstaltungen vorbei zu schauen und sich zu informieren, wann der nächste Termin sein wird.

Hier gibt es einen Bericht vom letzten Familienpilgertag im April 2015.

Sinnvoll - Kirchenführung leicht gemacht

Kindern und Jugendlichen Kirchenräume sinnvoll erklären war das Ziel der Fortbildung im Mai. Macra Joha, Referentin für Kirche und Schule im Dekanat Böblingen, und Michael Friedmann, Referent für Kirche und Schule im Dekanat Ludwigsburg, erklärten den Teilnehmer anhand von praktischen Übungen, wie das mit Spaß gehen kann und sogar Lust macht auf "mehr". :) 

Den kompletten Bericht und natürlich auch Fotos dazu finden Sie hier.

Wenn auch Sie an dem Themenfeld Kirchenraumerkundung für Kinder und Jugendliche interessiert sind, können Sie sich gern direkt bei Macra Joha (Kontaktdaten unten) melden.