Kirche im Morgen

Am 30. Januar 2010 veranstaltete das katholische Dekanat Böblingen ein Dekanats-Forum zum Thema "Kirche in der Welt von morgen". Eingeladen waren Menschen, die in der Kirche Verantwortung tragen bzw. tragen werden.

 

Ankommen - Wiedersehen - Begrüßen - Eintragen zu den Workshops ...

                                               

die ersten Aktivitäten am Morgen.

 

Stimmengemurmel im Flur, Lachen, erste Diskussionen, Neugier, Benennen der Erwartungen ...

 

der Tag kann kommen.

"Kirche in der Welt von morgen"

  - welchen Platz wird sie haben?

    - was werden ihre Aufgaben sein?

      - wie kann Zusammenarbeit Hand

                                   in Hand gehen?

 

 

 

 

Hauptreferenten waren Sozialministerin Dr. Monika Stolz, Ordinariatsrat Dr. Joachim Drumm, Landrat Roland Bernhard. Sie machten den Anfang an diesem Samstag morgen mit ihren Statements nach einer kurzen Begrüßung durch Dekan Karl Kaufmann.

"Unsere Gesellschaft lebt von der Solidarität ihrer Mitglieder. Und dabei  meine ich nicht nur eine finanielle Solidarität, sondern die gelebte Solidarität, die ganz praktisch, lebensnah und handfest ist", sagte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz. "Zwischenmenschliche Beziehungen in Gemeinschaften geprägt durch Achtsamkeit, Vertrauen und Verlässlichkeit müssen aufgewertet werden. Die Kirchen leisten hierzu einen unverzichtbaren Beitrag."

 

Ordinariatsrat Dr. Joachim Drumm gratulierte den Veranstaltern zu ihrer Idee. "Das Forum selbst ist schon eine wichtige Antwort auf die Frage nach Kirche in der Welt von morgen. Mehr denn je braucht es Orte des kirchlich-gesellschaftlichen Dialogs."

 

Die komplette Rede können Sie hier lesen.

 

"Die Schwachen in der Gesellschaft, die oft keine Lobby haben und die bei oberflächlichem Blick nicht auffallen und deshalb leicht übersehen werden, stehen als Ausdruck zentraler christlicher Werte im Zentrum der kirchlichen Arbeit des katholischen Dekanats Böbligen und sind Ausdruck praktizierter christlicher Nächstenliebe. Ich möchte mich bedanken für den Schulterschluss zwischen Kirche und Landkreis in zahlreichen sozialen Handlungsfeldern, fürs das Zusammenspiel als Ergebnis ökonomischer Vernunft und christlicher Moral." schloss Landrat Roland Bernhard sein Statement.

 

In den Tagen vor dem Dekanats-Forum routierte Dekanatsreferent Wolfgang Hensel (im Bild oben) im Hintergrund, damit am Tag selber alles reibungslos und fast wie von selbst lief. Während des Podiums trat er dann in den Vordergrund - charmant und witzig moderierte er durch die Veranstaltung. Danke!

 

Schon während der Impulsreferate waren den Menschen Fragen in den Sinn gekommen. Jetzt - danach - hatte sie Gelegenheiten diese Fragen ins Wort zu bringen ... entweder schriftlich durch Festhalten der Fragen an den bereit gestellten Moderationswänden ... oder im persönlichen Kontakt mit den Referenten ... oder aber auch im Austausch mit den anderen Teilnehmern. So konnte das, was durch die Referate bei jedem in Bewegung gebracht worden war, immer wieder von Kopf zum Herzen und zurück wandern und von vielen Seiten be- und überdacht werden, bevor die Podiumsdiskussion begann.

 

Sehr persönlich und mit deutlichen Worten nahmen die Hauptreferenten während der Podiumsdiskussion Stellung zu den verschiedenen Fragen, die Dekanatsreferent Wolfgang Hensel direkt von den Moderationswänden mit an den Tisch gebracht hatte.

 

Am Ende des Podiums bedankte sich die Zweite Vorsitzende des Dekanatsrates, Sabina Schneider, bei den Hauptreferenten des Tages mit einem kleinen Nussbaum, in Erinnerung an die Nüsse, die da noch zu knacken sind.

Beim gemeinsamen Essen gingen die guten Gespräche weiter. Interessierende Neugierde machte sich bei den Teilnehmern bemerkbar.

 

Insgesamt wurden zwanzig Workshops angeboten. (Materialien der Workshops können sie hier downloaden). Die Themen waren vielfältig und interessant. Da war die Auswahl nicht so leicht.

 

In der ersten "Runde" ging es

um kritischen Konsum und den eigenen Umgang damit ...

        um Familie und ihren Platz in der Kirche von morgen ...

     um Ökumene ...

um Erfahrungen lokaler Gemeinschaften in der französichen Kirche ...

um das Verhältnis der bürgerlichen und kirchlichen Gemeinde ...

        um das Erfahren von Räumen zum Thema "Kirche der Stille" ...

  um Bürger, die sich für ihre Mitbürger einsetzen und das mit Erfolg ...

 

In der zweiten Runde konnte sich jeder Themen wie

 

  Feiern und Musik in der Kirche der Zukunft

         "Die Armen unserer Stadt"

      Internetseelsorge in www - z.B. funcity

   als Kirche unterwegs - Martinusweg

       neue Angebotsformen der Jugendarbeit

               Hospizprojekt für Männer

         Zukunft der Erwerbsarbeit

                             Heilungsraum Kirche

  Menschenrechte und Unternehmensverantwortung

                                                         zu wenden.

 

Und dazwischen immer wieder mit dem "Gegenüber" gute intensive Gespräche. So verging der Tag im berühmten Flug.

Am Ende des Workshops gab es noch einen Dank an alle Workshop-Leiter ... Walnussöl als Erinnerung daran, was an diesem Nachmittag alles "geknackt" wurde.

 

 

Zum Schluss gab es noch einen EXPULSS der Erwachsenen von morgen.

 

Eine "Reporterin" befragte die Teilnehmer nach ihren Erfahrungen und Erkenntnissen des Tages. Klar wurde ein gutes Stück neuen Weges wurde beschritten und lohnt weiter zu machen. 

 

 

 

Mit dabei die Jugendband des Dekanats Crossover ...

... natürlich mit "Fanblock"

Dekan Karl Kaufmann spendete zum Schluss den Segen. 

 

 

Ein kleine Bitte zum Schluss ...

 

Die Jugendband in unserem Dekanat ist noch im Aufbau begriffen.

Vieles im Bereich "Technik" ist noch improvisiert.

Vieles muss noch angeschaffen werden.

Vielleicht haben Sie die Möglichkeit die Band ein wenig finanziell zu unterstützen? Das Jugendreferat nimmt dafür Spenden gerne entgegen!

 

HERZLICHEN DANK

 

Es war ein spannender Tag. Wer nicht dabei war, darf sich gern von allen, die dabei waren, erzählen lassen, was in diesen Hallen so alles gesagt, getan, gedacht worden ist. Wir wünschen viel Spaß beim Austausch und viele kreative Ideen, was werden kann in unserem Dekanat.

 

Fotos: Angelika Kamlage, Wolfgang Hensel, Moritz Gösmann

Text: Angelika Kamlage

 

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(ak)