Pastorale Umkehr

Das Programm des Franziskus-Pontifikats

 

Einen Höhepunkt der besonderen Art erlebte die Reihe ‚Glaube beWegt‘ in der Karwoche:

Dienstag, den 15.4.2014, war Norbert Arntz erneut zum Gast im Dekanat: Der Pfarrer aus Kleve ist nicht nur langjähriger Kenner der Kirche Lateinamerikas, sondern war dort auch persönlicher Mitarbeiter Jorge Mario Bergoglios. Darum lag es nahe, ihn nach einem Jahr des Pontifikats von Papst Franziskus einzuladen und mit ihm zusammen nach dessen Wurzeln und Hintergründen, aber vor allem auch nach einem ersten Fazit zu fragen.

Nach überaus eindrücklichen und intensiv-inspirierenden Stunden hatte so mancher Teilnehmer, so manche Teilnehmerin nicht nur leuchtende Augen, sondern auch den dankbaren Eindruck, in diesem Jahr schon vorzeitig mit regelrechten Ostereindrücken beschenkt worden zu sein.

Zunächst hatte Norbert Arntz bei einem Workshop am Nachmittag mit ca. 20 TeilnehmerInnen gefragt, vor welchem Hintergrund die Aussagen von Papst Franziskus einzuordnen und zu verstehen seien (die Arbeitsblätter des Workshops). Dabei spielte nicht nur der sogenannte Katakombenpakt, sondern auch die lateinamerikanische Bischofskonferenz von Aparecida (2007) eine entscheidende Rolle. In vielen Äußerungen und Gesten von Franziskus, vor allem in seinem nachhaltigen Wunsch einer armen Kirche für die Armen, scheinen die dortigen Überlegungen durch.

 

Seine Überlegungen vertiefte Norbert Arntz in einem Vortrag vor 60 ZuhörerInnen, indem er sieben Kernaussagen des päpstlichen Weckrufs ‚Evangelii Gaudium‘ vorstellte: Der Bogen erstreckte sich dabei vom Herzstück der Botschaft, dass es ohne die Armen kein Heil gibt, über radikale Bemerkungen zur wirtschaftlichen (Un-) Ordnung bis hin zu einer nötigen Mystik auf der Straße, die weit über Kirche und Religion hinaus- und tiefer ins Geheimnis Gottes hineinführt. Den TeilnehmerInnen wurde eindrücklich klar, dass eine unaufschiebbare kirchliche Erneuerung, wie sie Franziskus fordert, nicht nur mit der Überwindung des Zentralismus zusammenhängt, sondern an vielen Orten der einen Communio bei jedem einzelnen beginnen muss.

Eine anschließende, lebhafte Diskussion konnte nicht nur wichtige Anregungen nochmals vertiefen, sondern vor allem den Wunsch deutlich machen, am Thema in weiteren Veranstaltungen ‚dran zu bleiben‘, viele weitere Menschen mit den Gedanken verwickeln und mitreißen zu wollen – und unbedingt Norbert Arntz spätestens im nächsten Jahr erneut einladen zu wollen.

Norbert Arntz selbst schloss den Abend mit dem eindrücklichen Impuls und Worten von Franziskus, die durchaus schon wieder österliche Auferstehungskraft in sich haben:

Jesus Christus kann auch die langweiligen Schablonen durchbrechen, in denen wir uns anmaßen, ihn gefangen zu halten, und überrascht uns mit seiner beständigen göttlichen Kreativität. (Evangelii Gaudium 11)

weitere Eindrücke:

 

 

 

 

 

... im nächsten Jahr!

Schon jetzt vormerken. :)

 

Text: Dr. Dirk Steinfort

Fotos: Wolfgang Hensel, Annegret Hiekisch, Dr. Dirk Steinfort

 

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(ak)