Eine Rose für alle Fälle

Am 14. Januar 2011 war es endlich soweit!

Die katholische Erwachsenenbildung im Kreis Böblingen hatte auf den Goldberg eingeladen, um den neuen Leiter Dr. Dirk Steinfort, offiziell in seinem Amt in Böblingen zu begrüßen.

Halb-Inoffiziell war Herr Steinfort mit zunehmender Stundenzahl bereits seit Mitte November immer mehr im Haus der katholischen Dienste, Sindelfingerstraße 16, in Böblingen anzutreffen gewesen, doch nun ab sofort mit ständig weiter wachsender Begeisterung ... immer! :-)

Viele waren der Einladung gefolgt - alte Weggefährten, Freunde, alte Kollegen, neue Kollegen, Mitglieder der katholischen Erwachsenenbildung, Interessierte und Neugierige. Alle wollten den "Neuen" kennenlernen, ihm Glück wünschen und dabei natürlich auch ein wenig ausfragen.

 

Den Beginn des Abends bildete eine gemeinsame Vesper in St. Maria auf dem Goldberg.

Nach der Vesper folgten viele freundliche und hoffnungsfrohe Worte. 

Zu Beginn begrüßte Dekan Karl Kaufmann (oben links) alle Anwesenden auf dem Goldberg. Im Anschluss daran führte Dr. Michael Krämer (oben mitte), Leiter der keb in der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V., die Zuhörer in Aufgabe und Sinn der kirchlichen Erwachsenenbildung in der Gesellschaft ein.  (Die Rede als pdf (30 KB) finden Sie hier zum Nachlesen)

Danach sprachen die Grußworte Ludwig Röschl (oben rechts), Vorstand der keb im Kreis Böblingen e.V., Karl-Heinz Münch (unten links - hier pdf - 28 KB) komplett zum Nachlesen), evangelische Erwachsenenbildung, Haus der Begegnung Böblingen und Christoph Schmitt (unten rechts - hier pdf - 35 KB), Dekanatsreferent, Leiter und Geschäftsführer der keb Nördlicher Schwarzwald e.V. 

 

 

 

 

 

 

 

Wunderbar musikalisch begleitet wurde der Abend von Marianne Aicher, Dekanatskirchenmusikerin im Dekanat Böblingen, Annegret Hiekisch und Wolfgang Hensel, beide tätig in der Geschäftsstelle des Dekanats Böblingen.

Ein bsonderes Anliegen des Dekanats ist es immer wieder, Wünsche zu hören und - so möglich - auch zu erfüllen. Ein Wunsch von Dr. Steinfort war es an diesem Abend gemeinsam mit allen Gelandenen und Gekommenen einen Kanon zu singen. Das setzte die Dekanatskirchenmusikerin gleich in die Tat um. Einen neu komponierten Kanon brachte sie mit, der hier dann auch gleich seiner Uraufführung entgegen sah. Die Anwesenden waren begeistert Lernende, die dem neuen Erwachsenenbildungsleitenden gerne ein Ständchen von Hoffnung und Liebe brachten.

Der letzte Redner des Abends - wie sollte es auch anders sein - war der neue Leiter der katholischen Erwachsenenbildung selbst. Dr. Dirk Steinfort brachte mit seinen Worten über Neubeginn, Bewahrung und Zukunft im Blick auf die Erwachsenenbildung ins Wort, was das Denken vieler Menschen in der heutigen Zeit beschäftigt.

Ein kleiner Ausschnitt der Rede vom Freitag:

 

[...]Ich komme zum Schluss und ende wieder mit einer Geschichte. Manch einer von Ihnen wird die Erzählung kennen, dass der Dichter Rainer Maria Rilke in der Zeit seines ersten Pariser Aufenthaltes zu Beginn des vorigen Jahrhunderts gemeinsam mit einer jungen Französin immer wieder an einer Bettlerin vorbei kam. Sie hielt sich stets am gleichen Ort auf und nahm Almosen entgegen, ohne auch nur einen Blick auf die Geber zu verschwenden. Rilke gab ihr nie etwas, während seine Begleiterin der Frau öfters Geld zusteckte. Als die Französin eines Tages fragte, warum Rilke der Frau nichts gebe, erhielt sie zur Antwort, dass man ihrem Herzen und nicht ihrer Hand etwas schenken solle. Einige Tage darauf brachte Rilke der Bettlerin eine schöne, frisch erblühte Rose und legte sie in die bettelnde Hand. Da geschah etwas Unerwartetes: Die Bettlerin blickte zum Geber auf, erhob sich mühsam vom Boden und ging mit der Rose davon. Eine Woche war die Bettlerin nicht mehr zu sehen. Dann saß sie wieder wie zuvor an ihrem gewohnten Platz und wandte sich weder mit einem Blick noch mit einem Wort an ihre Geber. Auf die Frage der Französin, wovon die Frau während der Zeit, in der sie keine Almosen erhalten habe, gelebt habe, antwortete Rilke: "Von der Rose."
Meine sehr geehrten Damen und Herren, und damit komme ich zu meiner Geschichte, denn die beginnt erst an dieser Stelle. Als ich im November letzten Jahres hierher nach Böblingen kam, kannte ich ja noch niemanden und bin mit durchaus unsicheren Gefühlen ins Dekanatshaus gegangen. Dort auf dem Schreibtisch nun hatte mir ein Kollege, der an dem Tag selbst nicht da sein konnte, eine Karte hingestellt - mit dem Foto einer Rose. Drinnen stand: Endlich geht’s los… Schön, dass sie da sind, herzlich willkommen, einen guten Beginn Ihnen und in Vorfreude auf gute Zusammenarbeit!
Ich kann Ihnen sagen: von und vor allem mit solcher Grundhaltung entgegenkommender, herzlicher Offenheit und angebotener Weggefährtenschaft lässt sich leben! Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich hier solche Gesten und Zeichen, Worte und vor allem konkrete Taten in reichem Maße erfahren darf. Ich fühle mich auf meinem Weg und auch schon hier im Dekanat beschenkt, begleitet und gestärkt von einem Netz von Gefährtinnen und Gefährten. [...]

Ich würde mir wünschen, wenn die katholische Erwachsenenbildung im Dekanat Böblingen hierbei ein beispielhaft ansteckendes Modell christlicher Weggefährtenschaft mit Leben erfüllen würde. Dass Menschen, ob innerhalb oder außerhalb der Kirche spüren können, wie sich von solchen Rosen wirklich leben lässt.

 

Hier (pdf - 132 KB) ist es möglich die komplette Rede nachzulesen.

...

und so kam es am Ende der Rede zur Rose - in diesem Fall besonders für die Sekretärin der katholischen Erwachsenenbildung (keb), Frau Meinhardt, die sich in der Zeit der Vakanz allein und kompetent, um Anfragen und Wünsche an die keb gekümmert hatte.

Zum Schluss rauschten dann überraschend noch drei Schornsteinfeger durch die Tür und überbrachten die segensreiche und glückwünschenden Grüße der gesamten "Dekanatsgemeinde".

Chim-Chimeny,

Chim-Chimeny,

Chim-Chimeny ... den Liedtext finden Sie hier. (pdf - 32 KB)

Danach war Zeit alte Bekannte zu treffen

       und neue Gesichter zu späteren alten Bekannten zu machen ...

In aufgeschlossenen und fröhlichen Gesprächen wurde mit Sekt und Selters auf den neuen Leiter angestossen.

 

Ein Blick auf die nächsten Bilder verrät jedoch, dass auch kulinarische Highlights an diesem Abend geboten waren ...

 

 

 

 

 

 

... es konnte geschlemmt werden

 

 

 

 

 

 

 

"gesund" war auch möglich

Zum Schluss waren alle Platten leer - die Menschen jedoch nicht nur gefüllt, sondern erfüllt von einem Abend mit guten Gesprächen und schönen Begegnungen.

 

Den Organisatoren und Vorbereitenden ein herzliches"Danke schön" an dieser Stelle.

 

... und noch mehr Eindrücke:

Pressestimmen:

 

Stuttgarter Zeitung vom 17.01.11 - "Ein Wanderer übernimmt die Führung"

Sindelfinger Zeitung vom 18.01.11 - "Mehr hörend als lehrend"

Böblinger Kreiszeitung vom 19.01.11 - "Steinfort setzt voll auf Ökumene"

Gäubote vom 22.01.11 - "Mehr zusammenarbeiten"

 

 

Fotos: Angelika Kamlage

Text: Angelika Kamlage

 

 

zurück zur Übersicht

 

 

Recht am eigenen Bild:
Wir sind bemüht, die Seite mit Fotos von Aktionen und Veranstaltungen interessant zu gestalten. Wenn sie sich auf einem Bild wieder finden und nicht einverstanden sind, dass sie gezeigt werden, reicht eine Mail, und wir nehmen das Bild unverzüglich heraus! Danke.

 

(ak)