Bestattungskultur - Zeit darüber zu reden

Die Fort- und Weiterbildung des Dekanats hatte gemeinsam mit der Katholischen Erwachsenenbildung ins Arbeiterzentrum zu einem Forum über Bestattungskultur im Wandel nach Böblingen eingeladen.

Es entwickelte sich rasch ein lebhafter Austausch, was neben der hervorragenden Moderation von Laurence Schneider, die als Bestatterin und freie Trauerrednerin einen breiten Erfahrungsschatz mitbrachte, auch an der unterschiedlichen und höchst spannenden Zusammensetzung des Teilnehmerkreises lag. Denn da fanden sich neben Pfarrer, Pastoral- und Gemeindereferentin auch Vertreterinnen der Caritas sowie der Leiter eines Stuttgarter Bestattungsunternehmens.

Die Themenbreite erstreckte sich von den Kosten für und sozialen Problemen durch eine Bestattung, über Trauerkultur und Trauertourismus, hin zu unterschiedlichen Wünschen und Erwartungen von Trauernden und Hinterbliebenen bis zu Fragen, was denn zentrale Gesichtspunkte einer menschenfreundlichen Seelsorge angesichts einer solchen emotionalen Ausnahmesituation sind.

Fazit des letztlich dann doch viel zu kurzen Nachmittags war: Die Idee eines solchen Trauerforums wurde nachhaltig begrüßt, eine Fortsetzung und Vertiefung gewünscht. Alle waren sich einig, dass die Veranstaltung weit mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer verdient hätte – und dies durchaus aus eigenem Interesse. Denn die Impulse und Anregungen eines solchen Forums können die eigenen Aufgaben, das eigene (Berufs)Leben bereichern und vertiefen. In gewissem Sinn kann eine solch ‚heilsame Unterbrechung‘ des Alltags dann zur ‚Sterbe-Hebammenkunst‘ beitragen.


Fotos: Annegret Hiekisch

Text: Dr. Dirk Steinfort

 

 

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(ak)