Dekanatskonferenz vom 17. März 2010 / Pressemitteilung

Bei der Dekanatskonferenz treffen sich in regelmäßigen Abständen die hauptberuflichen pastoralen Mitarbeiter des katholischen Dekanats Böblingen. In dieser Woche war Weihbischof Thomas Maria Renz zu Gast in dieser Runde. Weihbischof Renz ist u.a. Leiter der Hauptabteilung III, in der die Jugendarbeit der Diözese Rottenburg-Stuttgart verantwortet wird. So war es nicht weiter verwunderlich, dass diesmal besonders die jungen Menschen im Zentrum des Interesses der Dekanatskonferenz in Dagersheim standen.

 

Ein zentrales Thema an diesem Nachmittag waren die in der Presse stark diskutierten Missbrauchsfälle in der Kirche – und wie die Kirche damit umgeht. Rückhaltlose Aufklärung jedes Falles, Gerechtigkeit für die Opfer und klare Bestrafung für die Täter sind für Weihbischof Renz im Umgang damit unverzichtbar. Gleichzeitig bedürfe es dabei auch eines umsichtigen Vorgehens, damit nicht Unschuldige ins Visier der Verdächtigungen gerieten. Vorschnelle Vorverurteilungen des ganzen Priesterstandes oder der kirchlichen Mitarbeiter – hauptamtlich wie ehrenamtlich – dienten niemandem.

 

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist die vom Bischof eingesetzte Kommission zur Aufklärung von sexuellem Missbrauch bereits seit 2002 aktiv im Einsatz, solchen Anzeigen nachzugehen und transparente Aufklärung sicher zu stellen. Mit der Kommission und den klaren und strengen Regularien, die bereits 2001 vom Bischof Dr. Fürst zum Umgang mit sexuellem Missbrauch in Kraft gesetzt worden sind, setzt sich die Diözese für die uneingeschränkte Aufklärung ein. Bischof Fürst weist der Aufarbeitung von derlei Vorkommnissen die höchste Priorität zu.

 

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Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat ein Dossier zum Thema zusammen gestellt, dass sie hier finden können.

 

Mehr zum Besuch des Weihbischofs im Dekanat finden Sie bei Berichte und Fotos.

 

 

(ak)