Haltungen des Missionarischen - überraschend anders!

Frau Dr. Christiane Bundschuh-Schramm war am 28. Juni 2008 zu Gast im Dekanat Böblingen.

 
 „Kirche muss Kirche sein, die mit den Menschen zusammen sucht, was Gott ihnen verheißen hat.“  - Das gilt es neu zu entdecken.

 

 

Studien wie die Sinus- Milieu-Studie oder - jetzt ganz aktuell- die Sinus-Jugend-Studie U27 zeigen deutlich, dass die Kirche immer mehr aufgefordert ist, auf den Einzelnen zuzugehen. In den Studien drückt sich in Zahlen und Daten aus, was regelmäßige Kirchenbesucher schon lange wahrnehmen: Die Zahl der Gottesdienstbesucher nimmt kontinuierlich ab. "Kirche" kommt in der Lebensbiografie der Menschen heute eher punktuell vor. Gemeinden und Seelsorgeeinheiten stehen vor neuen Herausforderungen.

Eines ist klar: Die Kirche mit ihren Mitgliedern muss sich auf neuen Pfaden bewegen. Dabei kann bisher Bewährtes seinen Platz behalten, muss jedoch durch neue Sichweisen und Einsichten ergänzt werden. "Missionarisch Kirche sein" sollte bedeuten, die eigenen kirchlichen Grenzen und Milieus zu erkennen und bewusst zum Anderen hin zu überschreiten. Dabei möchte der Glaube an die ästhetischen Grundorientierungen der Menschen von heute, an ihre Lebensstile und Lebensauffassungen anknüpfen. Dies erfordert ein Überdenken der eingeübten Haltungen, Handlungen und bisherigen Strukturen. Am Ende des Tages konnten die Beteiligten viele neue Eindrücke und Impulse für sich und die eigene Gemeinde mitnehmen.

Dabei begleitete sie u.a. eine wichtige Erkenntnis auf dem Weg nach Hause: Die Sache Gottes hat Vorrang vor der Institution Kirche. So ist es ein Auftrag der Zeit, im Anderen den Suchenden wahr- und anzunehmen. Eine spannende Aufgabe mit der sich die Kirche konfrontiert sieht.

Packen wir's an.

 

 

Text und Fotos: Angelika Kamlage