Kirchengemeinderats- und Pastoralratswahlen 2010

Hier die Ergebnisse der Kirchengemeinderats- und Pastoralratswahlen

vom Sonntag, 14. März 2010:

 

Am Sonntag waren 78.500 Katholiken im Kreis eingeladen, mit ihrer Stimme mitzubestimmen, wie die künftigen Kirchengemeinderäte aussehen werden. 515 Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich auf die 391 Mandate in 27 Kirchengemeinden und 8 Kirchengemeinden für Katholiken anderer Muttersprache (dort heißen die entsprechenden Gremien Pastoralrat) beworben.

Die durchschnittliche Wahlbeteiligung im Landkreis ist leicht gestiegen von 17,4% bei den Wahlen 2005 auf diesmal 18,3%. Genauso hat sich das Durchschnittsalter der Gewählten leicht von 46,5 auf 48,3 Jahre erhöht (ohne Pastoralräte). Und der Frauenanteil liegt inzwischen bei 52% nach 50,3% im Jahr 2005.

Hier die Ergebnisse mit den gewählten Kirchengemeinde- und PastoralrätInnen im Einzelnen.

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Nachlese Kirchengemeide-/ Pastoralratswahlen 2010

Die Wahlen sind vorbei – viele sind froh (vor allem die Menschen in den Wahlausschüssen und Pfarrbüros), manche sind vielleicht enttäuscht (Nicht-Gewählte), aber sicher viele voller Spannung, was die nächste Wahlperiode bringen wird.

In der Dekanatsgeschäftsstelle liefen diesmal – auch im Vorfeld der Wahlen – so viele Anfragen wie noch nie zusammen, Zeichen für das große Engagement der „Wahlvorbereiter“ vor Ort.

Gewählt wurden in 27 Kirchengemeinden und 8 muttersprachlichen Gemeinden 325 Kirchengemeinderätinnen und –räte und 66 Pastoralrätinnen und –räte (so heißen die Gewählten bei den muttersprachlichen Gemeinden). Die Wahlen im Dekanat Böblingen zeigen ein paar interessante Lini

  • Zunächst: dass alle Gemeinden die nötige KandidatInnenzahl zum Zustandekommen der Wahl erhielten ist bemerkenswert (das war weder 2001 noch 2005 so gewesen).

  • Die Wahlbeteiligung: überrascht waren wir, dass diesmal – entgegen dem Trend in der Diözese – prozentual mehr Menschen zur Wahl gingen als 2005 bei den letzten Wahlen: 18,26 % waren es diesmal, gegenüber 17,4 % 2005. Einen noch größeren Sprung machte die Beteiligung bei den muttersprachlichen Gemeinden: von 14,4 % 2005 auf jetzt 19,21 %!
    Deutlich die meisten Wähler mobilisieren konnte die Gemeinde St. Clemens Maria Hofbauer in Weissach mit 28,55 %.
    Und dass es hilft, allen gleich Wahlunterlagen zuzuschicken zeigt sich auch in der Beteiligung bei denen, die es nicht so hielten: Leonberg mit 8,65 % oder Magstadt mit 11,89 % konnten dadurch leider nicht so viele Menschen zur Stimmabgabe motivieren. Diesmal waren es nur 4 (2005: 8) Gemeinden, die Briefwahlunterlagen nur auf Antrag zusandten.

  • Absoluter Spitzenreiter der Wahlbeteiligung im Landkreis ist aber eine Gemeinde für Katholiken anderer Muttersprache, die Kroaten in Leonberg mit 39,16 %!!

  • Leicht gestiegen ist auch das Alter der Gewählten: bei 46,5 Jahren lag es noch 2005, nun sind die Rätinnen und Räte im Durchschnitt 48,3 Jahre alt. Die PastoralrätInnen können da unterbieten: 43,0 Jahre stehen da zu Buche. Das liegt aber v.a. an den „extrem jungen“ kroatischen Gemeinden von Böblingen und Sindelfingen, die auf 33 bzw. 31 Jahre Altersschnitt kommen!

  • 19 Junge Erwachsene (18-27 Jahre – 2005 waren es 18) werden mit in den Räten sein.

  • Der Frauenanteil ist konstant bei leicht über der Hälfte der Gewählten (52 %), auch hier sind die Pastoralräte weiblicher (56 %).

  • Was erfreulich ist: offensichtlich hat das Amt nicht zu viele aus den Gremien getrieben: 53,5 % der Gewählten sitzen zum wiederholten Mal im Rat, 2005 hatten das nur 46,7 % getan.

Alles in allem: ermutigende Ergebnisse, die für die Kirchengemeinden / muttersprachlichen Gemeinden im Landkreis die Basis für weitere erfolgreiche Arbeit in der Gemeindeleitung bieten!

In einem über das Internet veröffentlichten Dankeswort an Kandidaten, Wähler und mit der Wahlorganisation Befassten sowie im Glückwunsch an die Gewählten betonte Bischof Gebhard angesichts der im Vergleich zu 2005 stabilen Ergebnisse seine Freude darüber, „dass auch in schwierigen und uns alle belastenden Zeiten bei einer großen Zahl von Katholiken in der Diözese die Identifikation und die Treue gegenüber unserer Kirche und mit ihrer Heimatgemeinde nicht geringer geworden sind“.


W. Hensel, Dekanatsreferent