Projekt Autobahnkirche an der Raststätte

Eine Idee des Stuttgarter Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl wird als ökumenisches Projekt umgesetzt. Im Sindelfinger Wald, direkt an der Raststätte, wird für alle Reisenden ein Ort der Ruhe und Besinnung entstehen - offen für alle, die sich Zeit für ein meditatives Gebet nehmen wollen.
Ein kleiner Trägerkreis hat sich zusammengefunden und wird in den nächsten 4 - 5 Jahren die Kirche realisieren. An dieser Stelle werden wir zeitnah über die neuesten Entwicklungen und Fortschritte berichten.

Workshop Autobahnkirche

Lokaltermin mit Regierungspräsident Schmalzl (3.v.rechts)

Samstag, den 20.02.2016

Das vom Stuttgarter Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl angeregte ökumenisch getragene Projekt einer Autobahnkirche direkt beim Rasthof Sindelfinger Wald an der A81 Richtung Stuttgarter Kreuz wurde an diesem Samstag in Form eines Workshops erörtert. Eingeladen waren alle interessierten Mitglieder der angrenzenden Kirchengemeinden, Kirchenbezirke und Vertreter des Bistums Rottenburg und der Evang. Landeskirche.

Nach dem Lokaltermin an der Raststätte, zu dem auch Regierungspräsident Schmalzl gekommen war, hielt Professor Michael Ebertz von der Katholischen Hochschule Freiburg einen fundierten Vortrag über die Anforderungen einer Kirche an Autobahnen. Grundlage bildete eine Studie an seiner Hochschule zum selben Thema.

Professor Michael Ebertz

Ein Rastplatz für die Seele

Gleich vorweg gesagt: Die empirisch erhobenen Daten durch Befragungen vor Ort an den bestehenden Kapellen sowie die überzeugend vorgetragenen Schlüsse hinsichtlich der Gestaltung des neuen Gebäudes gaben den über 20 Teilnehmern neue, wichtige Blickwinkel. Ebertz‘ Argumentation lief konträr zur Vorstellung eines „Gotteshauses für alle“ und favorisierte eindeutig die Konzentration auf wenige, primäre Zielgruppen. Nur so erhalte die Kirche ein gefestigtes, in sich harmonisches Gesicht, einen eindeutigen Charakter – selbstverständlich mit einem „Willkommen“ an alle kirchlich verbundenen Menschen. Niemand solle ausgeschlossen werden.

Wir wünschen uns einen Rastplatz für die Seele, einen spirituellen Ort inmitten von Lärm und Hektik einer unglaublich stark frequentierten Autorennbahn des 21. Jahrhunderts. Wir wünschen uns einen Ort, der alle Besucher mit seinem Charisma zu Ruhe und Besinnung einlädt, der ihnen dient als Zuflucht für ein kurzes Gebet und für religiöse, konfessionsübergreifende geistige Anregungen.

Oben: Brainstorming / Unten: Erste Ergebnisse

Der Workshop wird konkret

Nach dem Mittagessen ging es für die Teilnehmer an die Arbeit. Es wurden vier Gruppen gebildet, in denen via Brainstorming zu fünf wesentlichen Planungspunkten möglichst viele Impulse und Ideen gesammelt wurden: Angebot und Inhalt der Kirche, Betreiberfrage, Zielgruppenanalyse, Raumgestaltung und Sponsoring. Das Projektteam wird die Ergebnisse in einer nachfolgenden Teamsitzung auswerten.

Wie geht es weiter?

Es wird mit einer Zeitspanne von 4 - 5 Jahren ab heute gerechnet bis zur Fertigstellung der Autobahnkirche. Das Projektteam wird seine Zusammensetzung überprüfen und sich mit weiteren Entscheidungsträgern verstärken. Ein Trägerverein wird gegründet und statistische Daten zum Verkehrsknotenpunkt Sindelfinger Wald gesammelt. Die Sponsorensuche wird intensiviert und der immens wichtige Erfahrungsaustausch mit den aktiven Betreibern deutscher Autobahnkapellen gesucht. Der nächste Workshop findet im Oktober 2016 statt.

Online gestellt am 23.02.2016
Text: Peter Then, Wolfgang Hensel
Fotos: Peter Then

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