Zwei Kinder in Burkina Faso

 

 

Petra Waschner M.A.
Referentin für Erwachsenenbildung

Haus der Begegnung Böblingen

Sie leben 4500 Kilometer von uns entfernt und trotzdem geht uns ihr Leben und ihre Situation unmittelbar an: Ibrahim und Awa. Die beiden Kinder leben in Burkina Faso, das immer noch zu einem der ärmsten Ländern der Welt zählt. Im Moment besuchen sie evangelische Grundschulen und lernen für ihre Zukunft. Eine Zukunft, die sie hoffentlich zu einem guten Leben führt. Eine Zukunft, die ihnen Perspektiven in ihrem Heimatland bietet. Ibrahim war oft hungrig in die Schule gekommen, er konnte sich kaum konzentrieren. Seinem Lehrer war das aufgefallen und er meldete Ibrahim bei der Schulspeisung in Tanghin-Dassouri an. Ibrahim kommt nun jeden Tag vorbei und holt seine Essensration ab. Awa geht seit ein paar Jahren in die Blindenschule in Siloe. Es ist eine einmalige Schule in Burkina Faso, blinde Kinder aus dem ganzen Land sind hier im Internat. Der Unterricht ist speziell auf ihre Situation abgestimmt, z.B. lernen sie Mathematik mit kleinen Würfeln in Blindenschrift. Auch Awa bekommt täglich ein warmes Mittagessen.

Anfang Mai können Sie ganz konkret etwas für Ibrahim und Awa tun: Sie können Mangos kaufen. Mit dem Erlös der jährlichen Mangotage im evangelischen Kirchenbezirk Böblingen finanzieren wir 11 Schulkantinen in Burkina Faso, 3500 Kinder erhalten dort täglich ein warmes Mittagessen Allein schon das regelmäßige Essen bietet einen Anreiz, überhaupt in die Schule zu kommen und ohne Hunger dort den Unterricht bis zum Nachmittag miterleben zu können. Mit dem anderen Teil des Erlöses werden Jahresgehälter für 60 Lehrerinnen und Lehrer in evangelischen Grundschulen bezahlt. Die Kinder profitieren unmittelbar davon, wenn ihre Lehrerinnen und Lehrer motiviert sind und wirklich wollen, dass die Kinder etwas lernen. Ein gesichertes Jahreseinkommen gibt Verlässlichkeit und trägt wesentlich zu dieser Motivation bei.

Die evangelischen Kirchen in Burkina Faso betonen jedes Jahr aufs Neue, wie dankbar sie für unsere Treue sind. Nur eine beständige und verlässliche Finanzierung der Schulen durch die jährlichen Mangotage ermöglicht ihnen qualitätsvolles Arbeiten. Und Bildung ist der Schlüssel zu aller Weiterentwicklung in Burkina Faso.

In diesen Tagen reden wir häufig davon, dass wir Fluchtursachen begrenzen müssen. Eine Chance, bei der wir alle aktiv werden können, bietet sich Anfang Mai an.

Alle Verkaufsstellen der Mangotage sind zeitnah unter www.kirchebb.de/mangotage veröffentlicht.