Beispiele für Aktionen und Projekte

Die Mangoaktionstage

Seit 1989 finden jährlich im Mai die 'Mangoaktionstage' statt, an der die Gemeinden des Kirchenbezirks und andere in besonderer Weise Anteil haben. Diese gemeinsam verantwortete und organisierte Aktion gilt als vorbildliches Beispiel für partnerschaftliches Geben und Nehmen.
Mehr zu den Mangoaktionstagen

Projekt "Wasserückhaltebecken"

Um den Regen besser nutzen zu können, werden an geologisch geeigneten Stellen, Dämme oder Steinwälle errichtet. Das Regenwasser wird gestaut, sickert in den Boden ein und hebt den Grundwasserspiegel der ganzen Umgebung an. Zusätzlich können mit dem Wasser Gärten und Felder bewässert, sowie das Vieh getränkt werden. Die Anlage von Wasserrückhaltebecken betreffen meist eine ganze Region. Oft müssen ganze Dörfer umziehen, damit sie nicht vom Wasser überschwemmt werden. Doch die Bauern sind dazu bereit, wenn vorher alle Konsequenzen besprochen und von den Betroffenen akzeptiert wurden. Erst dann wird ein Antrag zur Projektfinanzierung durch ausländische Organisationen gestellt.

Im Bild: Dorfbewohner helfen beim Bau eines Dammes. Sie lernen dabei, wie dieser Damm später instandgehalten und repariert werden kann. Für die Mitarbeit erhalten sie  einen "Punkt" pro Arbeitstag. Die Anzahl der gesammelten Punkte  wird bei der späteren Zuteilung von Gartenparzellen vorteilhaft berücksichtigt. 

Gartenanlage in der Nähe von Wasserrückhaltebecken

Gartenanlage

Durch Kanäle werden, der Regenmenge entsprechend, viele Hektar mit Wasser versorgt. Sobald Wasser vorhanden ist, wächst und blüht fast alles auf diesem Boden. Bei ausreichender Regenmenge können die Parzellen zwei Mal im Jahr Frucht tragen. So wird während der Regenzeit Reis oder Mais angebaut und während der Trockenzeit Gemüse. Der Grundwasserspiegel steigt im Umkreis von zwei Kilometer Entfernung zu einem Wasserrückhaltebecken um etwa zwei Meter an.

Projekt "Bohrbrunnen"

Beim Bohren nach Wasser

Trotz der Wasserrückhaltebecken sind Bohrbrunnen notwendig, um die Bevölkerung mit sauberem Wasser zu versorgen. Allerdings sind diese Brunnen, wegen der Senkung des Grundwasserspiegels bei zu intensiver Nutzung, oft sehr umstritten.
In manchen Gegenden gibt es nur einen Brunnen im Umkreis von 10 Kilometern. Hier benötigt die Wasserversorgung einer Familie fast die gesamte Tagesleistung einer Person: Zu Fuß zum Brunnen laufen, 30 Liter Wasser schöpfen und dieses dann auf dem Kopf nach Hause balancieren ....
Vielfach werden Bohrbrunnen in der Nähe von Wasserrückhaltebecken angelegt, damit nicht schmutziges Oberflächenwasser getrunken wird, sondern durch den Boden gefiltertes Wasser zur Verfügung steht.

Projekt "Getreidemühlen"

Getreidemahlen mit der Mühle

Selbst wenn solch eine Mühle fünf Kilometer vom Heim einer Frau entfernt betrieben wird und sie den Weg zu Fuß zurücklegen muss, ist es für sie eine Arbeitserleichterung, ihr Getreide hier mahlen zu lassen. Die Mühlen werden mit  Gas oder Dieselöl betrieben. Für Reparaturen und Kraftstoff muss ein kleiner, im voraus in der Dorfgruppe vereinbarter Betrag pro Maßeinheit bezahlt werden (ca. 0,10 € für 2 kg Mahlgut).

Mehlzubereiten auf dem Stein

... und hier das traditionelle Mehlbereiten per Hand:
Frauen stehen bei dieser Methode etwa 3 - 4 Stunden am Tag an solch einem Stein, um das Getreide für eine einzige Mahlzeit der Familie zu mahlen. Oft isst man dann auch etwas "Steinmehl" mit.


Projekt "Pflüge und Esel"

damit größere Flächen bearbeitet werden können, um die Selbstversorgung von Familien zu sichern und zu verbessern.


Projekt "Getreidebanken"

um  feste Gebäude zur Einlagerung von Getreide zu errichten. Genossenschaftsmitglieder erzielen beim Verkauf an die Getreidebank einen besseren Preis als auf dem freien Markt. Wird ihr zurückbehaltenes Getreide vor der Ernte aber knapp so können sie dieses Getreide, günstiger als am Markt, wieder zurückkaufen. Damit sind die Bauern zur Selbstversorgung nicht den von der Nachfrage diktierten Preisen des freien Marktes ausgeliefert.


Projekt "Kleinkredite für Frauen"

zur Unterstützung von Frauen, die in der Hauptstadt einen kleinen Handel oder ein Handwerk aufbauen wollen. Kleinkredite bedeutet, daß die Frauen zwischen 40 und 300 Euro bekommen können.