Krankenhaus-Pfarrerin Angela Resch in den Ruhestand verabschiedet.

Ganz bewusst wurde als Ort der Verabschiedung das Krankenhaus gewählt. Damit wurde das enge Miteinander betont, das zwischen der Evang. Kirche und dem Krankenhaus besteht. Denn die Krankenhaus-Seelsorge ist ein Dienst, den die beiden großen Kirchen dem Krankenhaus zur Verfügung stellen. Die Kosten tragen die Kirchen. Dies strich die Leiterin des Seminars für Seelsorgeausbildung, Pfarrerin Gertraude Kühnle-Hahn in ihrem Festvortrag heraus. Sie verwies darauf, wie wichtig es ist, dass es mit den Krankenhaus-Seelsorgern Menschen im Krankenhaus gibt, in in all dem hektischen Betrieb Zeit haben.

 

Angela Resch war Seelsorgerin nicht nur für Patienten, sondern auch für Ärzte und Pflegende. Ein Schwerpunkt sah Resch in ihrer Arbeit darin, dass Menschen gestärkt werden, mit ihrer Krankheit oder anderen Einschränkungen zu leben. Zusätzlich zur unmittelbaren Arbeit im Krankenhaus lag der gebürtigen Hamburgerin aber auch an einer Vernetzung. So arbeitete sie seit seiner Gründung im Ökumenischen Hospizdienst mit und war zuletzt dort stellvertretende Vorsitzende. Ihre Liebe zu Tieren fand besonders darin ihren Ausdruck, dass sie einmal im Jahr einen Gottesdienst im Tierheim hielt, bei dem die Gesamtheit der Schöpfung Gottes im Mittelpunkt stand.

Dekan Bernd Liebendörfer hob bei seiner Verabschiedung hervor, dass der Dienst an Kranken für die Kirche eine besondere Verpflichtung ist. Die stellvertretende Krankenhausdirektorin Christiane Köhlerschmidt überbrachte den Dank des Krankenhauses für diesen zentralen Dienst. Der katholische Klinikseelsorger Andreas Senn dankte für die gute ökumenische Zusammenarbeit. Bei der Ökumene hat die Seelsorge im Krankenhaus eine Vorreiterrolle.

 

Die Evangelische Kirche hat die Wiederbesetzung der Krankenhaus-Pfarrstelle bereits wieder eingeleitet. Mit einer Besetzung ist allerdings erst im kommenden Jahr zu rechnen. Eine Vertretung ist aber gesichert, sodass die Betreuung der Patienten fortgesetzt werden kann.

 

Text und Foto: Pressemitteilung, Evang. Dekanat Böblingen