Stadtkirche St. Dionysius in Böblingen

Der Wetterhahn auf der Stadtkirche

 

 

Erkennen Sie ihn wieder? :-)

 

Normalerweise grüßt er den Besucher von weit über den Dächern der Stadt Böblingen. Auf dieser Seite zeigt er sich Ihnen von seinen besten Seiten.

Der Wetterhahn


Als in der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober 1943 bei dem verheerenden Bombenangriff auf Böblingen mit der Stadtkirche und dem Schloss ein großer Teil der Böblinger Altstadt in Schutt und Asche versank, da lag auch der Turmhahn der Stadtkirche in den rauchenden Trümmern.


Geschaffen und auf den Turm hinauf befördert hatte ihn einst der Flaschner Rebmann in der Pfarrgasse. Nun barg ihn einer seiner Enkel auf Besuch von der Front, Teile des einst so stolzen Wetterhahns, der golden über der Stadt geleuchtet hat.


Jetzt ist er nach einem jahrzehntelangen Exil an verschiedenen Orten an die Stätte seines einstigen Wirkens zurückgekehrt und erinnert an eine der schlimmsten Katastrophen, die die Stadt in ihrer 750jährigen Geschichte heimgesucht hat. Gleichzeitig ist er Sinnbild gegen Krieg und Gewalt, eine Mahnung zum Frieden in der Welt.


(Jutta Rebmann)

 

Heute ziert eine neuere Ausgabe eben jenes Hahnes den Kirchturm. Der oben aufgeführte Text befindet sich als Erläuterung in der Stadtkirche neben dem alten Wetterhahn. 

Fotos: Ellen Lütgenau, Angelika Kamlage