Die katholische Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit in Sindelfingen

(Dreifaltigkeitskirche)

Die damals noch kleine katholische Gemeinde Sindelfingens erhielt 1929 eine Notkirche beim städtischen Bauhof. Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Gemeinde stark an;  ein Kirchenbau war nötig. Die heutige Dreifaltigkeitskirche wurde 1951/52 auf einem kleinen Hügel beim alten Friedhof in städtebaulich sehr günstiger Lage erbaut; Architekt war Otto Müller (Stuttgart). Die Kirche wurde am 26. April 1952 in Gebrauch genommen; die feierliche Weihe erfolgte am 16. November 1952 „zu Ehren der Heiligsten Dreifaltigkeit und der Mutterschaft der seligsten Jungfrau Maria“. 

Die Form der Kirche ist schlicht: Eine 3-schiffige Halle mit einem einfachen Satteldach. Der 42 m hohe Turm wurde 1955 an die Nordwand angefügt. Das Innere, besonders das dominierende Mittelschiff, wird bestimmt durch eine Holzdecke in warmen Farben und durch das große Fresko von Albert Klaiber auf der Stirnwand. 

Das Fresko zeigt die Dreieinigkeit in der „Mandorla“ (einem mandelförmigen Rahmen), eine Krone für Maria haltend; diese ist zu Füßen von Vater und Sohn dargestellt. Im Übrigen ist das Gemälde in drei Zonen geteilt; es zeigt unten Geschöpfe der Erde, darüber Selige des Himmels mit Maria in der Mitte, schließlich in der obersten Zone einen Engelschor.

Die Dreifaltigkeitskirche sollte auch an das Heilige Jahr (anno santo) 1950 erinnern. Am 1. November diesen Jahrs verkündete Papst Pius XII das Dogma von der leiblichen Himmelfahrt Mariens. Dementsprechend hat die Dreifaltigkeitskirche eine deutlich mariologische Ausrichtung. Diese kommt zum Ausdruck im zweiten „titulus“ (zu Ehren der Mutterschaft Mariens), in der „Mariensonne“ (einer Art Mosaik) am äußeren Westgiebel, in einem Marienaltar mit drei barocken Marienbildnissen, und im erwähnten großen Gemälde an der Stirnwand des Mittelschiffs. 

[GBt]

 
 
Anschrift: Bleichmühlestr. 11, 71065 Sindelfingen Tel. 07031 / 814840 Fax: / 870919
Besichtigung: Die Kirche ist tagsüber in der Regel geöffnet.
Literatur: Kirchen im Landkreis  Böblingen. -  Martin Übelhör, Kath. Kirchen Sindelfingens in ihrem Werden und Sein. 1961
 
Dreifaltigkeitskirche - Portal
Fresko von Albert Klaiber
Mittelschiff mit Blick auf den Altar