Die
evang. Kirche in Ehningen, eine Chorseitenturmanlage, war ursprünglich
den Heiligen Donatus, Afra und Fridolin geweiht. Der Turm mit seinem bemalten
Kreuzrippengewölbe im Erdgeschoss (Sakristei) ist wahrscheinlich der
älteste Teil des Baus. Seit 1436 wurde immer wieder gebaut. Das Gewölbe
des Chors entstand vermutlich um 1480, das Schiff wurde 1523 fertiggestellt.
Bei einer Umgestaltung der
Kirche im 17. Jahrhundert durch Heinrich Schickardt wurde der Stuckfries
geschaffen, mit 27 Reliefs biblischer Szenen des Alten und Neuen Testaments.
Diese Reliefs zieren heute die gesamte Emporenbrüstung. – Eine gründliche
Erneuerung der Kirche erfolgte 1957.
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Christi Geburt
- Relief aus dem Stuckfries
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Die Nordwand des Schiffs beherrscht
ein spätgotisches Wandgemälde, das Jüngste
Gericht darstellend.
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Auf
der Empore, in der Südostecke des Schiffs, findet man das Fresko einer
Ölbergszene Das Altarkreuz stammt aus der 1. Hälfte des
16. Jahrhunderts.
Zu erwähnen sind ferner
die Glasmalereien der drei mittleren Chorfenster (Entwurf Prof.
Rudolf Yelin, 1958) und eine
Reihe beachtlicher Grabmale.
Das vielleicht wertvollste
Stück der Ausstattung war der "Ehninger Altar" von ca. 1480, der sich
heute in der Stuttgarter Staatsgalerie befindet. Es handelt sich um ein
gemaltes Triptychon (Altar mit Mittelteil und 2 Flügeln); der Maler
(ein Schwabe in der Nachfolge des Dirk Bouts ?) ist nicht bekannt. In geöffnetem
Zustand zeigt der Altar drei Szenen aus den Ostergeschichten, in geschlossenem
Zustand die Verkündigung an Maria. Erzherzogin Mechthild (1419 – 1482),
die Mutter des württ. Herzogs Eberhard im Bart und Grundherrin von
Ehningen, stiftete den Altar für die Ehninger Kirche.
Link zu Bildern
und Beschreibung vom Ehninger Altar siehe oben.
GBt
Besichtigung:
Evang. Pfarramt,
Schulstr. 2, 71139 Ehningen,
Tel. 07034-5305
Gottesdienstzeiten:
Sonntags 10 Uhr. |
Literatur:
Kirchen im Landkreis BB. -
A. Schahl, Kunstbrevier Neckarschwaben.
Stuttgart 1966
Laßt die Kirche im Dorf
(Kirchenführer). Herausg. Evang. Kirchengemeinde Ehningen. 1989. |
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