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Dätzingen
war bis zur Eingliederung in das Königreich Württemberg 1805
Sitz einer Kommende des Johanniterordens. Das barocke Ordensschloss von
1607 steht in einem kleinen Park in der Ortsmitte. Der bedeutende
Maltesersaal (1780) wird heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Treppenhaus und Säulenvorbau stammen von einem Umbau im Jahr 1812.
Bei diesem Umbau wurde eine im Schlossbereich gelegene Barbarakirche
abgerissen; als Ersatz wurde die heutige Kirche St. Leonhard in einem "spätklassizistischen
Rundbogenstil" errichtet.
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Die Ausstattung von St.
Leonhard ist zum Teil wesentlich älter als die Kirche. Eine spätgotische
Pietà
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von
1450, ein Christus der Barockzeit, der Taufstein von 1792 sind hier
zu nennen.
Aus der alten Barbarakirche
wurden zwei Bilder übernommen: eine Darstellung des Gekreuzigten und
ein Bild von Maria mit dem Kind. Die 1983 eingebaute Orgel von Christhard
Rensch (Lauffen am Neckar) ist eine der größten im Kreis Böblingen.
Im Turm hängen Glocken
aus der Barbarakirche: eine unbezeichnete Glocke des 13. Jh., sie gehört
zu den ältesten Glocken des Landes und eine Glocke von 1306.
[GBt]
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