Beichte - noch zeigemäß?
Weihbischof Kreidler zu Gast bei der Dekanatskonferenz
Weihbischof Johannes Kreidler besuchte die Dekanatsfrühjahrskonferenz aller pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dekanats Böblingen. Neben Informationen zur Finanz- und Stellensituation in der Diözese war zentrales Thema das Sakrament der Versöhnung, das in den verschiedenen Gemeinden in den unterschiedlichsten Ausprägungen erlebt wird.
Beichte
Wer beichtet noch?
Beichte ich?
Sakrament der Versöhnung
noch aktuell?
oder schon von vorgestern?
oder doch eine Chance ...
Ein Thema mit den unterschiedlichsten Erfahrungen stellte sich bei der Diskussion heraus. Noch heute verbinden viele Menschen mit der katholischen Kirche die „Beichte“ - und mit ihr etwas sehr Unangenehmes. Was einmal für jeden Katholiken selbstverständlich war, steht heute in einem kritischen Licht. Nicht selten gibt es problematische Erfahrungen mit diesem Sakrament oder ein „düsteres“ Halbwissen. In der Diskussion berichtet viele Seelsorger davon, dass sie noch immer mit diesen und ähnlichen Problemen bei Gläubigen zu kämpfen haben. „Wir müssen erstmal Vorurteile beseitigen, bevor sich die Menschen öffnen können.“ Eine Herausforderung. –
Auf der anderen Seite wird auch ein zunehmendes Interesse am Thema „Beichte“ in der Gesellschaft registriert. Innere Zerrissenheit wird deutlich zwischen der Sinnsuche des Einzelnen und dem Gefühl der Sinnleere. „Barmherzigkeitsabende“, wie sie in Sindelfingen inzwischen regelmäßig stattfinden, verzeichnen einen starken Zulauf.
Dem Weihbischof war anzumerken, dass dieses Thema auch für ihn ein wichtiges und nahegehendes ist. „Die Menschen brauchen jemanden, der ihnen zuhört.“ warb er für die Beichte. Beziehung ist grundlegend für eine gelungene Seelsorge. Dann hat Beichte auch eine echte Chance.
weitere Eindrücke:
Fotos: Angelika Kamlage
Text: Angelika Kamlage
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