Maschinenabbau bei Eberspächer
In den Morgenstunden des Montag begann die Nacht- und Nebelaktion, die sehr an die Ereignisse um HIB (Holzindustrie Bruchsal) von Fronleichnam 2006 erinnert. Auch hier hatte damals der kath. Dekanatsrat in scharfer Form gegenüber der Firmenleitung das Vorgehen verurteilt.
Die geschockten Mitarbeiter des Werks (54 Beschäftigte) versammelten sich am Montag und am Dienstag auf dem Hof des Geländes. Dienstag gegen Mittag sprach der Geschäftsführer von Eberspächer Abgastechnik, Dr. Thomas Wünsche zur Belegschaft und entschuldigte sich für die Kommunikationsfehler – die Mitarbeiter konnten aber nicht akzeptieren und machten ihrer Wut Luft, dass dieser Stil einer Firmenschließung das Vertrauen in die Geschäftsleitung nachhaltig zerstört hat.

Die kath. Betriebsseelsorger der Diözese hatten eigens aus dem Grund dieser zweifelhaften Aktion eine Tagung unterbrochen und hatten Präsenz und damit Solidarität mit den Kollegen gezeigt. Der kath. Dekan Karl Kaufmann sprach nachmittags zu den Mitarbeitern und versicherte ihnen, dass Betriebsseelsorge und Kirche auch deshalb präsent sei, weil sie den betroffenen Menschen als Sprachrohr Gehör schaffen müsse. Es sei eine eklatante Verletzung der Menschenwürde, über Wochenenden ohne Gespräche solche vollendete Tatsachen zu schaffen.Der Auftrag in dieser besonderen Woche, der Karwoche sei es besonders, gerade die Menschenwürde anzuschauen und hochzuhalten!
Fotos: Betriebsseelsorge
Text: Wolfgang Hensel
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(ak)