LebensWendeZeit



Dieses Motto hatte eine besondere Liturgie am 13. Juni 2010 in der St. Klemens-Kirche Böblingen. Die Teilnehmer waren eingeladen, Wendezeiten des Lebens zu bedenken, sich eine Zeit zu gönnen, um “Wendepunkte“ des Lebens anzuschauen, zu bitten und zu danken, Entdeckungen zu machen…
 
Fast 40 Menschen kamen, um mitzufeiern.
 
Marina Angladagis und Wolfgang Hensel, die diesen besonderen Abend vorbereitet hatten, waren sehr positiv überrascht über die Resonanz und über die Dichte, die in den über 2 Stunden im Kirchenraum spürbar war.
 
Der Einleitung folgte ein offener Teil, bei dem die TeilnehmerInnen an 7 Stationen erkundeten, wie die 7 Sakramente als Näheerfahrungen Gottes an Lebenswenden ihnen neue Aspekte der eigenen Biographie erschließen können.



Es ging da z.B. um die Erfahrung, wie das Sakrament der Versöhnung Gottes Perspektivwechsel uns Menschen gegenüber spiegeln kann: der neue Blick vom Auferstandenen auf das, was an Kreuz und Leid und Dunkelheit zurückliegt – und wie dadurch neues Licht darauf fällt.


Oder das Nachvollziehen des Durchbruchs durch die Mauer, das die geschichtliche Erfahrung des Mauerfalls 1989 mit dem Firmsakrament und dem Mauern einreißenden Geist Gottes verband.
 
Oder die Wahrnehmung der eigenen priesterlichen Berufung bei der Station der Priesterweihe … wie hier Sehnsüchte nach spiritueller Orientierung an vielen Wenden unseres Lebens auftauchen.



Eine Premiere für St. Klemens war dann die anschließende Tisch-Agape in der Seitenkapelle – mit einer liturgischen Abfolge von Essen und Trinken, Bibeltexten und Gebeten als lebensspendende und lebensbegleitende Kraft feiern konnte – und von den TeilnehmerInnen als sehr beeindruckend erlebt wurde.
 
 
 
Nach den beiden früheren Liturgien DankPaarZeit und JahresRundZeit war die LebensWendeZeit die logische und gelungene Fortsetzung einer neuen Art, miteinander Liturgie zu feiern.


 
Fotos: Wolfgang Hensel
Text: Wolfgang Hensel
 
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(ak)