Liturgie neu entdecken
20 Personen hatten sich vorgenommen, an diesem Nachmittag in Holzgerlingen für sich und ihre Gemeinden auszuloten, was es heißen könnte, Gottesdienste und Liturgien ganz neu zu denken. Dr. Christiane Bundschuh-Schramm als Fachfrau aus Rottenburg zum Thema konnte deutlich machen, wie wichtig der „biographische Ansatz“ gerade auch bei den Liturgien werden wird. D.h. – die normale sonntägliche Gottesdienstfeier wird für viele eher „ortlos“, während Orte des Übergangs, der Störung, des Schicksals immer wichtiger werden für das religiöse Erleben der Menschen.
In einer anfänglichen „Schwellenliturgie“ konnten die TeilnehmerInnen diesen Übergang selber erspüren, in den Workshops zur „Stille“ (mit Annegret Hiekisch), zum Umgang mit Texten (mit C. Bundschuh-Schramm) und zur Musik (mit Marianne Aicher) vertiefen, was vor Ort ein „Zeichen der Zeit“ sein könnte - und in der abschließenden Liturgie halfen musikalische und sinnenhafte Elemente, die Botschaft vom „Neu-Werden“ zu unterstreichen. Die Suche nach den zukunftsorientierten Gottesdienstformen wird uns – auch in den Fortbildungen des Dekanats – in der nächsten Zeit sicher noch stärker beschäftigen.
Fotos: Wolfgang Hensel
Text: Wolfgang Hensel
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(ak)