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Dabei begleitete sie die Geschichte eines Adlers, der als junges Tier bei Hühnern auf dem Hühnerhof aufwuchs und dort zunächst zufrieden und geborgen lebte – bis ein naturkundiger Mann kam, der es nicht mit ansehen konnte, dass ein Adler mit Hühnern auf dem Hühnerhof gackert und Körner frisst. Mit viel Geduld und Ideen begleitete er den Adler, bis er zu sich selbst und seinem besonderen Talent des Fliegens fand.
Die Teilnehmer durften diese Geschichte in drei verschiedenen Phasen miterleben:
Die erste stellte das Leben auf dem Hühnerhof dar; entsprechend wurde die Mitte gestaltet. Der Hühnerhof stand für das Konstante, das scheinbar immer Gleiche in unserem Leben, was uns auch Sicherheit und Verlässlichkeit gibt. Wir spürten aber auch unseren Sehnsüchten nach und teilten uns unsere Träume mit.

Die zweite Phase stand unter dem Zeichen des „Herzens“. Jeder Teilnehmer hatte Raum und Zeit, seinem Herzen nach zu spüren:
Was will ich eigentlich? Was steckt in mir? Woher weiß ich, was für mich gut ist? Worauf kommt es an?
In einer Legearbeit mit vielfältigen Materialien konnte jeder sein Herz buchstäblich „aus-breiten“. Überwältigend zeigten sich die Einzigartigkeit und auch die Schätze, die im Herz eines jeden Einzelnen verborgen liegen.

Die dritte Phase stand unter dem Symbol der Sonne. Zunächst tauschten wir uns darüber aus, welche Ängste uns manchmal quälen und teilten einander mit, was uns hilft, wenn wir Angst haben. Den Blick zur Sonne gerichtet, half dem Adler schließlich, seine Sehnsucht zu spüren und Mut zu schöpfen um zu fliegen…und er flog weit in den Himmel hinauf und kehrte nicht mehr zurück. Auch wir spürten, wie gut es tut, uns auf die Sonne, auf Gott hin wieder neu auszurichten, um Kraft zu schöpfen. Der Sonnenschein war umso schöner zu erleben. Wir wurden von der Sonne rundum verwöhnt, sei es beim morgendlichen Impuls im Freien oder bei Spaziergängen im wunderschönen Park des Klosters.

Viel Neues konnten wir in diesen Tagen ausprobieren, erfahren und genießen, ob es es bei einem Tanz mit einem Stab zu zweit war oder sich blind führen zu lassen, bei einer rückenstärkenden Massage oder beim Eintauchen in das wunderbar warme Solewasser des benachbarten Heilbades. Bei vielen Gelegenheiten durften wir erfahren, wie Gott uns mit seiner Liebe und Zärtlichkeit umgibt.
Als Erinnerung an diese erlebnisreichen Wellnesstage bastelten wir ein Adler-Mobile, das uns mit seiner Leichtigkeit, zusammen mit unserem Lieblingslied von Birgit Kley
„Wie ein Lachen, wie ein Vogelflug steigt ein Lied zum Himmel auf. Und ich staune, mir wird leicht, Gottes Flügel tragen weit“,
hoffentlich wieder gut in den Alltag trägt.
Seelsorge für Familien mit behinderten Kindern, Böblingen
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