Gesicht - Herz - Seele
eines jeden Pfarrbüros unseres Dekanats trafen sich am 06. Mai im katholischen Gemeindehaus Ehningen. Dekanatsreferent Wolfgang Hensel hatte die Sekretärinnen der Pfarrämter zu einem Seminartag eingeladen. 45 Damen und 1 Herr waren der Einladung gerne gefolgt. Viele kennen sich schon seit Jahren, andere sind das erste Mal dabei. An solchen Tagen steht immer auch das Kennenlernen auf der Tagesordnung. „Es tut gut, sich zu treffen und auszutauschen. So kann man auch ein Gesicht mit einer Stimme verbinden.“
Nach einem gemeinsamen Kaffee startete der Tag mit einem Impuls in der Kirche St. Elisabeth. Schon hier wurde deutlich, um was es in den nächsten Stunden gehen würde – Begegnung – miteinander und mit sich selbst …
Richtlinien zur Vernetzung von Kirchengemeinden und Gemeinden für Katholiken anderer Muttersprache

Georg Gawaz, Hauptabteilung Pastorale Konzeption, war eingeladen, am Vormittag die Richtlinien zur Vernetzung von Kirchengemeinden und Gemeinden für Katholiken anderer Muttersprache vorzustellen. Herr Gawaz führt dabei zurück an die Anfänge der sogenannten „Gastarbeiter“.
DAS hatte man sich zu Anfang erhofft: Arbeiter, die hier in Deutschland nur zeitlich begrenzt zu Gast sind und mit ihrer temporären Anwesenheit dafür sorgen, dass die maximale Produktionsmöglichkeit erreicht werden kann! –
Was hat unsere Gesellschaft jedoch bekommen? MENSCHEN
Bei ihrer Ankunft direkt vom Zug weg an die Produktionsbänder gestellt – ohne Eingliederungshilfen wie z.B. das Erlernen der Sprache. Auch sie kamen mit Wünschen und Hoffnungen. Fern der Heimat suchten sich auch in Deutschland ein Stück davon. Die Kirche erkannte schnell, dass hier gehandelt werden musste. Mit ihrem Angebot der „Ausländischen Missionen“ kamen sie diesen Wünschen nach. Hier gab es einen Priester, der die jeweilige Muttersprache sprach, und man traf sich mit Menschen aus der Heimat. Über Jahre entwickelte sich so eine eigene Struktur neben den Pfarreistrukturen.
Der Rückgang der Priesterzahlen betrifft alle Katholiken – muttersprachliche wie deutsche Kirchengemeinden. Außerdem sind aus den „Gastarbeitern“ schon lange Nachbarn und Freunde geworden. Kirche ist immer Weltkirche. Jeder Katholik gehört zu der Pfarrei (=Kirchengemeinde), auf deren Gebiet er seinen Wohnsitz hat. Das gilt unabhängig von Volkszugehörigkeit, Sprache, Nationalität. Heute nun die „ausländischen Missionen“ in muttersprachliche Kirchengemeinden umzuwandeln und diese dann in die Seelsorgeeinheiten als gleichberechtigte „Mitgemeinden“ zu integrieren, ist dann der nächste logische Schritt. Viele Schritte und Vollzüge in diese Richtung sind schon getan. Eine Chance von einander zu lernen und auch hier zusammen zu wachsen.

Der Nachmittag des Tages stand unter den ersten Vorzeichen der kommenden Kirchengemeinde- und Pastoralratswahlen 2010. Wolfgang Hensel stellte die ersten Hilfen für die Vorbereitung und Durchführung vor (bald auch mehr
hier).
Um 16 Uhr ging ein inhaltsreicher und sonniger Tag zu Ende. Ein Dank für die gute Vorbereitung an das Team der Dekanatsgeschäftsstelle.
Fotos: Angelika Kamlage
Text: Angelika Kamlage
zurück zur Übersicht