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war der Abschiedsabend für den Bildungsreferenten des Dekanats, Berthold Winkler, überschrieben. So viele seiner WeggefährtInnen waren gekommen, dass der Saal des Gemeindezentrums St. Bonifatius Böblingen aus allen Nähten platzte. Menschen der Katholischen Erwachsenenbildung (keb) und seines Vorstands, der verschiedensten Kooperationspartner, aus den Kirchengemeinden des Dekanats, aus der Diözese und der Diözesanleitung, die Kursleitungen und MitarbeiterInnen des Heilungsraums und, und, und … konnte Ludwig Röschl, der Vorsitzende der keb des Landkreises begrüßen.

Berthold Winkler hatte seine Stelle als Leiter der keb auf 30. Sept. 2010 gekündigt, um einen Schritt ins Ungewisse zu gehen – ein Schritt, der für ihn folgerichtig geworden war, nachdem er zu wenig Rückhalt für die Inhalte seiner Bildungsarbeit in der Diözesanleitung gespürt hatte.
Schon der Beginn zeigte, dass es hier um eine besondere Veranstaltung ging: das Kennenlernen der Gekommenen zeigte sich in einem Bild der „Menschen-Kreise“, die sich um den Impulsgeber der letzten 8 Jahre in der katholischen Erwachsenenbildung des Landkreises zogen. Dekan Karl Kaufmann hob Winklers Verdienste um die großen Dekanats-Prozesse „mittendrin.leben“, „lebensnah Kirche sein“ und „Der Tiefe trauen – Weite wagen“ hervor, sprach allerdings auch von den Schwierigkeiten, die durch die ungewohnten Bildungs-Inhalte des engagierten Pädagogen und Theologen in manchen Gemeinden und bei einigen Veranstaltungen aufgetaucht waren. Für jeden der 5 Inhalts-Bereiche „LebensWissen“, „LebensWelten“, „LebensKunst“, „LebensWeisheit“, LebensWandel“ hatte der Dekan eine passende Flasche Rotwein parat.
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Ordinariatsrat Dr. Joachim Drumm konnte von den 35 Jahren Winklers im kirchlichen Dienst erzählen, davon 32 in der Erwachsenenbildung. Um die Konzeption der Erwachsenenbildung der Diözese habe er sich bleibende Verdienste erworben, so Drumm. Ausdrücklich brachte er den Dank der Diözesanleitung dafür mit. Nachdenkliche Worte gab es zu den vielen Gesprächen der letzten Jahre, die es in der Auseinandersetzung mit den Böblinger Bildungsinhalten gegeben hatte. Und Drumm schloss mit dem Wunsch an den scheidenden Referenten, dass dessen Entscheidung für seinen Beginn des neuen Wegs „ins Offene“ die richtige mutige Entscheidung gewesen sein möge.

Nach dem Fingerfood-Imbiss kamen Menschen zu Wort, die den inhaltlichen Schwerpunkt Winklers letzter Jahre, den Heilungsraum, für sich selbst als heilend erlebt hatten: Musik von Heinke Heim und anderen, darunter ein eigens für den sich Verändernden komponiertes Stück umrahmten diesen Teil.
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Berthold Winkler ließ anschließend seine Gedanken zum Thema „Dialog und Angst“ und „was in der Kirche ‚erlaubt‘ oder ‚nicht erlaubt‘ ist“ fließen und dankte seinem Vorstand für die Weggefährtenschaft.
Eine Runde zu den oben erwähnten 5 Inhaltsbereichen der Bildungsarbeit schloss sich an.
Und – ein letzter Höhepunkt war der Auftritt des Vertikaltuch-Künstlers „Carismo“ in der Bonifatiuskirche. Das beschloss diesen ungewöhnlichen Abend für die ungewöhnliche Entscheidung eines ungewöhnlichen Mitarbeiters des Dekanats.
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