Petra Ländner
Gerlinde Sautter, Jugendreferentin Böblingen
Karen Schepke, Pfarrerin, Johanneskirche Sindelfingen
Markus Schoch, Pfarrer, Markuszentrum Sindelfingen
Friederike Strauß, Pfarrerin, Christuskirche Böblingen
Moritz Twele, Pfarrer, Christuskirche Böblingen
„Lafi“ ist ein kostbares Gut!
Eindrücke von Pfarrerin Karen Schepke, Sindelfingen
„Lafi“ zu deutsch: Gesundheit, Wohlergehen, Frieden. Darin und in „Wenna Songe“ (Gottes Segen) erschöpften sich meine Bemühungen in Moré, der wichtigsten Verkehrssprache in Burkina Faso nach dem Französischen. Neben unserem offiziellen Programm verlief das meiste an Kommunikation mit den Schwarzen auf nonverbaler, taktiler und gestischer Ebene, was an Herzlichkeit dem gesprochenen Wort nicht nachstand!
„Lafi“ hieß aber auch unser Flaschenwasser – ein kostbares Gut bei 40° C im Schatten! Immer waren wir anders. Mussten immer Wasser trinken, uns mit Sonnenmilch einreiben und alles fotografieren. Wir wurden bestaunt, beäugt, bewundert. Teilweise drehten sich Kleinkinder auf den Armen ihrer Mütter schreiend weg aus Angst vor unserer Hautfarbe. Man liebt nur das, was man kennt – oder kennenlernt!
Viele schöne Gesichter habe ich gesehen und unzählige Hände geschüttelt. In Sandogo durfte ich einen gerade geborenen Säugling noch ohne Namen auf den Arm nehmen. Am liebsten hätte ich das kleine Mädchen gleich getauft! Interessant war auch die Begegnung mit einem Albino-Kind. Es hatte natürlich die Gesichtszüge eines Schwarzen, aber die Hautfarbe eines Weißen. Ob es wohl ein noch schwierigeres Leben vor sich haben würde als es die Kinder dort sowieso schon haben?
Beeindruckt haben mich natürlich die Besuche bei den von der Mangoaktion finanzierten Grundschulen – Scharen von Kindern, die einen bedrängten mit großen Augen und in gespannter Erwartung. Im direkten Kontakt war es nicht viel, was wir ihnen geben konnten – immerhin aber eine Pause vom Schulunterricht! Höhepunkt war das gemeinsame Singen von lustigen Bewegungsliedern.
„Lafi“ und „Wenna Songe“ – das wünsche ich allen, die wir in diesem bezaubernden Land getroffen haben! Das wünsche ich aber auch all denjenigen Menschen, die sich aus freien Stücken engagieren – für Burkina Faso, für andere Notgebiete, für die Bedürftigen im eigenen Land und vor der eigenen Haustür!