Das Evangelische Kreisbildungswerk im Landkreis Böblingen

Geschäftsführung: 
Petra Waschner M.A.

(Referentin für Erwachsenenbildung)
Haus der Begegnung Böblingen
Berliner Straße 39, 71034 Böblingen
Tel. 07031 / 22 43 06, FAX 22 19 93
E-Mail: HdB-BB@kirchebb.de

Die zugehörigen Einrichtungen:

Haus der Begegnung Böblingen
Berliner Straße 39, 71034 Böblingen
Tel. 07031 / 22 43 06, FAX 22 19 93
HdB-BBdontospamme@gowaway.kirchebb.de
Angebote der Erwachsenenbildung

Haus der Begegnung Leonberg
Eltinger Straße 23, 71229 Leonberg
Tel. 07152 / 94 70 30, FAX 94 70 39
infodontospamme@gowaway.ewb-leonberg.de
www.ewb-leonberg.de

Haus der Begegnung Herrenberg 
Schliffkopfstraße 5, 71083 Herrenberg
Tel. 07032 / 32 783, FAX 34 881
hdb-herrenbergdontospamme@gowaway.t-online.de
infodontospamme@gowaway.fbs-herrenberg.de
www.hdb-herrenberg.de

Haus d. Familie Sindelfingen-Böblingen e.V
Corbeil-Essonnes-Platz  8, 71063 Sindelfingen
Tel 07031 – 76 3 76 - 0, Fax  – 76 3 76 - 11
infodontospamme@gowaway.hdf-sindelfingen.de
www.hdf-sindelfingen.de

Familienbildungsstätte (FBS) Leonberg
Eltinger Straße 23, 71229 Leonberg
Tel. 07152 / 94 70 20,
FAX 94 70 29
www.fbs-leonberg.de

FBS - Elternschule Herrenberg
Stuttgarter Straße 10, 71083 Herrenberg
Tel. 07032 / 21 180, FAX 50 82 24
www.fbs-herrenberg.de

Die Einrichtungen geben in der Regel 2 x jährlich eigene Programme heraus. Die einzelnen Bildungsangebote können auf den verlinkten Homepages aufgerufen werden.

__________________________________________________________

Qualitätsverständnis

Das KBW BB hat die Anregung der Evangelischen Erwachsenen- und Familienbildung (EAEW) sowie deren Mitgliedseinrichtung Landesarbeitsgemeinschaft evangelischer Erwachsenenbildung (LageB) sich an einem Zertifizierungsprozess nach QVB zu beteiligen in den Jahren 2010 – 2012 intensiv diskutiert. Am Diskussionsprozess beteiligt waren die Gremien des Kreisbildungswerks: Vorstand und Ausschuss, sowie die Leitungskreise für Erwachsenenbildung der Kirchenbezirke Böblingen, Leonberg und Herrenberg.

 

Das Qualitätssiegel QVB (Qualitätsmanagement im Verbund der Bildungseinrichtungen) erfüllt die von staatlichen Stellen geforderten Standards.

 

Der Kern des Qualitätsmanagementsystems im Bereich der Erwachsenenbildung ist das Qualitätsverständnis. Hier lesen Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.

 

 

Qualitätsverständnis des Kreisbildungswerks Böblingen  (Zusammenfassung)

 

1. Rechtliche Voraussetzungen

 

Das Kreisbildungswerk Böblingen (KBW BB) wurde am 18.10. 1979 von den Kirchenbezirken Böblingen, Herrenberg und Leonberg gegründet. Es besteht aus den Häusern der Begegnung Böblingen und Herrenberg sowie der Evang. Erwachsenenbildung Leonberg.

(Weitere Mitglieder sind die Familienbildungsstätten Herrenberg und Leonberg sowie das Haus der Familie Sindelfingen).

Das KBW BB ist mit seinen Mitgliedseinrichtungen Teil der öffentlichen Weiterbildung und als solches ein staatlich anerkannter Weiterbildungsträger. Das KBW BB ist Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Evangelischer Bildungswerke in Württemberg (LageB) und darüber in der Evangelischen Erwachsenen und Familienbildung in Württemberg (EAEW).

 

2. Wertebindung / Leitideen

 

Das Leitbild der Evangelischen Erwachsenen- und Familienbildung in Württemberg (EAEW) hält fest:

 

·         „Bildung auf evangelisch" ist Bildung aus einer bestimmten Grundhaltung heraus. Sie umfasst mehr als theologische Bildungsarbeit, auch wenn diese ihr unverzichtbares Kennzeichen ist. Evangelische Erwachsenenbildung ist in ihrer ganzen Vielfalt und Breite dem Evangelium von Jesus Christus verpflichtet: "Die Erwachsenenbildung ist eine verpflichtende Aufgabe der Kirche im Rahmen ihres Verkündigungsauftrages und im Blick auf die Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung." (Entschließung der Landessynode, 3.7.1998)

  • Bildung ist eine Wesensäußerung der Kirche - von Anfang an und insbesondere seit der Reformation. Evangelische Erwachsenenbildung zeigt ihr evangelisches Profil, indem sie die Suche von Menschen nach einem persönlichen, verständigen und urteilsfähigen Glauben fördert. Gegen einen Trend, Glaubensfragen ins Private abzudrängen, steht Evangelische Erwachsenenbildung für die öffentliche Diskussionsfähigkeit und Diskussionsbedürftigkeit von religiösen Fragen:
    Evangelischer Glaube braucht Bildung.

 

  • Bildung ist Ausdruck der Kirche für die Welt: Evangelische Erwachsenenbildung zeigt ihr evangelisches Profil, indem sie ihre gesellschaftliche Bildungsmitverantwortung ernst nimmt. Familien in allen Konstellationen brauchen Unterstützung; soziale Gerechtigkeit ist wesentlich Bildungsgerechtigkeit. Der Bedarf an Verständigung über gemeinsame Wertvorstellungen und die Dringlichkeit der Verringerung gesellschaftlicher Unterschiede wächst. Die Frage, wie wir unsere Stadt und unsere Gesellschaft lebenswert gestalten wollen, braucht einen Ort:
    Unsere Gesellschaft braucht Bildung.
  • Bildung ist Dienst der Kirche am Menschsein des einzelnen Menschen: Evangelische Erwachsenenbildung nimmt den Menschen als Geschöpf wahr mit Leib, Geist und Sinnen; sie versteht ihn als Mitgeschöpf und Teil einer Gemeinschaft; sie achtet seine Würde trotz Erschöpfung, Unzulänglichkeit und Schuld. Als lebensbegleitende lebensdienliche Bildung lehrt sie Stärken zu entfalten und mit Grenzen umzugehen:
    Frauen und Männer unterschiedlicher Lebenslagen brauchen Bildung.
  • Bildung ist ein Gewinn für die Kirche selbst. Evangelische Erwachsenenbildung zeigt ihr evangelisches Profil, indem sie dazu beiträgt, dass die ehrenamtliche Mitarbeit in Kirche und Gesellschaft zum Gewinn für Engagierte, Kirche und Gesellschaft wird. Die christlichen Kirchen haben stets unsere Kultur geprägt und sich von ihr prägen lassen. Darum pflegt die Kirche auch um ihrer selbst willen den ständigen Austausch mit Kultur und Gesellschaft und bestärkt darin auch Ehrenamtliche:
    Eine lernende Kirche braucht Bildung.

In dieser Form leistet die Evangelische Erwachsenen- und Familienbildung in Württemberg (EAEW) mit ihren Landesarbeitsgemeinschaften und deren Mitgliedseinrichtungen ihren Beitrag zur biblisch-theologischen, gesellschaftlich orientierten und personenorientierten Erwachsenenbildung, die ihr die kirchliche Ordnung als Aufgabe zuweist.

 

3. Bildungsverständnis, Bildungsziele und Bildungsinhalte

 

Grundlegend für das Bildungsverständnis ist ein ganzheitliches Menschenbild, das auf der Einheit von Leib, Seele und Geist aufbaut.

Dementsprechend orientieren sich Ziele, Inhalte und Arbeitsweisen auch an den Voraussetzungen, Gegebenheiten und Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Dieses Bildungsverständnis, seine Ziele und Inhalte sind im Leitbild der Evangelischen Erwachsenen- und Familienbildung in Württemberg (EAEW) beschrieben:

 

„Evangelische Erwachsenenbildung begleitet Menschen auf ihrem lebenslangen Lernweg.
Sie macht Angebote, sich als Frau, als Mann, als Kind, Jugendlicher oder älterer Mensch in allen vier Dimensionen zu erleben:  

·      im Verhältnis zu sich selbst, zum eigenen Körper und zur eigenen Lebensgeschichte;

·      im Verhältnis zu Gott, von dem her wir uns verstehen lernen als Menschen, die bejaht sind und zu Neuanfängen fähig;

·      im Verhältnis zu den Menschen um uns, zuhause und im Büro oder im Betrieb, in der Kommune und in der Kirchengemeinde, aber auch in einer globalisierten Welt;

·      und im Verhältnis zur Welt um uns, zu Tieren und Pflanzen, zu Wasser und Luft.

Weil jede dieser vier Dimensionen zu jeder Zeit für Menschen Bedeutung gewinnen kann, kann Bildung, die um der Menschen willen geschieht, nicht eindimensional sein.“

Ziel ist die allseitig gebildete Persönlichkeit, die in Freiheit, Selbstverantwortung und Solidarität ihr Leben in der Gesellschaft gestaltet. Das KBW BB und seine Mitgliedseinrichtungen arbeiten deshalb konzeptionell und innovativ im Blick auf persönliche, familiäre, theologische, kirchliche, gesellschaftliche und politische Fragestellungen. Daraus entwickeln sie ihre Schwerpunkte und Projekte.

 

Die Vielfalt der einzelnen Bildungsangebote umfasst folgende Aufgabenfelder:

·      Theologische und interreligiöse Erwachsenenbildung

·      Gesellschaftsbezogene und interkulturelle Erwachsenenbildung

·      Personenorientierte Erwachsenenbildung

·      Familien- und generationenbezogene Erwachsenenbildung

·      Fortbildung Ehrenamtlicher.

 

Das KBW BB, als Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Evangelischer Bildungswerke (LageB) fühlt sich den vorgenannten Zielen „Leitbild der Evangelischen Erwachsenen- und Familienbildung in Württemberg (EAEW) verpflichtet. Diese Zielvorgaben sind Maßstab für die inhaltliche Ausrichtung der KBW-Mitgliedseinrichtungen und finden in den Programmgestaltungen ihren Niederschlag.

 

4. Professionalität

 

In der Evangelischen Erwachsenen- und Familienbildung in Württemberg (EAEW) arbeiten hauptberufliche Erwachsenenbildnerinnen und Erwachsenenbildner unterschiedlicher Professionalität mit nebenberuflichen Honorarkräften und Ehrenamtlichen zusammen.

Menschen, die haupt- und ehrenamtlich Programmverantwortung in Bildungswerken, Familien-Bildungsstätten und Seniorenbildung wahrnehmen, bringen umfassende Kompetenzen in gemeindlicher Erwachsenenbildung, in Familienbildung und –politik bzw. in Seniorenbildung und in diakonischen Fragen ein.

Die Bildungsreferenten sind Fachleute ihrer Themen und lebensaltersgemäßer Didaktik. Ihr professionelles Selbstverständnis entspricht den Standards der Erwachsenenpädagogik: Teilnehmerorientierung, Prozessorientierung, Methodenvielfalt, inhaltliche Fachlichkeit, Beachtung des Überwältigungsverbots und Kontroversitätsgebots.

 

5. Zielgruppen

 

Die Angebote der Mitgliedseinrichtungen der Evangelischen Erwachsenen- und Familienbildung in Württemberg (EAEW) richten sich an alle Menschen unabhängig von ihrem Alter, ihrer Herkunft, Kultur und Lebensform, ihrer religiösen oder weltanschaulichen Prägung oder ihres sozialen Status.

 

Ihre Zielgruppen sind

·      Frauen und Männer, denen die Entwicklung ihrer persönlichen Kompetenzen ein Anliegen ist,

·      Familien und Eltern, die pädagogische Anregung und Begleitung suchen,

·      Menschen in der dritten und vierten Lebensphase,

·      ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirche mit unterschiedlichen Leitungsaufgaben,

·      bürgerschaftlich engagierte Frauen und Männer.

 

Grundsätzlich stehen die Angebote der Häuser der Begegnung für jedermann offen.

 

 

6. Pädagogische, gesellschafts- und kirchenpolitische Kontexte

 

Durch die Evangelische Erwachsenen- und Familienbildung in Württemberg (EAEW)  nimmt die Evangelische Landeskirche in Württemberg ihre gesellschaftliche Verantwortung im System der Weiterbildung wahr. Sie beteiligt sich an der öffentlichen Bildungsverantwortung, indem sie ihr evangelisches Profil offensiv und konstruktiv einbringt. Sie steht ein für die öffentliche Diskussionsfähigkeit und Diskussionsbedürftigkeit religiöser Fragen, für gesellschaftliche Bildungsmitverantwortung und Bildungsgerechtigkeit, für lebensbegleitende und lebensdienliche Bildung des ganzen Menschen sowie für den ständigen Austausch der Kirche mit Kultur und Gesellschaft.

 

7. Geschlechterpolitische Zielsetzungen (Gender Mainstreaming)

 

Frauen und Männer werden mit ihren jeweiligen Bildungsbedürfnissen respektiert.

Die Evangelische Erwachsenen- und Familienbildung in Württemberg (EAEW) - unter ihnen das KBW BB - versteht Chancengleichheit als elementares Prinzip ihrer Bildungsarbeit. Sie bringt die Erfahrungen von Frauen und Männern gleichberechtigt zum Ausdruck und greift die Frage des Geschlechterverhältnisses als eigenständiges Thema in Veranstaltungen für Frauen wie für Männer auf oder macht sie gezielt in gemischten Gruppen zum Thema.

 

8. Grundverständnis von Qualitätsmanagement

 

Der Qualitätsentwicklung dient:

·      die ständige Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

·      Begleitung und Fachberatung

·      die Durchführung regelmäßiger Arbeitstage und Klausuren für die verschiedenen Haupt- und Ehrenamtlichen in der Erwachsenen-, Familien- und Seniorenbildung

·      die Begleitung der Verantwortlichen für personelle, finanzielle und strukturelle Veränderungsprozesse in Mitgliedseinrichtungen.